Allgemein /6. September 2017

Azubis als Globetrotter

Ein Auslandsaufenthalt verbessert nicht nur die Fremdsprachenkompetenz, sondern stärkt Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Offenheit und Belastbarkeit. Er kann besondere Fachkenntnisse oder seltene Techniken vermitteln. Soweit so gut.

Ein Auslandsaufenthalt ist hierzulande für Studenten schon fast selbstverständlich, in der dualen Ausbildung dagegen noch lange nicht die Regel.

Im Kampf gegen den Fachkräftemangel will der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Ausbildungsplätze attraktiver machen und hat ein staatliches Programm für Auslandsstipendien vorgeschlagen. DIHK-Präsident Eric Schweitzer schlug vor, eine vergleichbare Einrichtung unter dem Namen Deutscher Beruflicher Austauschdienst (DBAD) zu gründen. Diese solle in Anlehnung an die Grundidee des DAAD, die weltweit größte Förderorganisation für internationalen Austausch, Stipendien für Auszubildende, Ausbilder oder Absolventen der höheren Berufsbildung vergeben.

Die Stipendien sollten wie beim DAAD aus Bundesmitteln finanziert und unkompliziert angeboten werden. Ein entsprechendes Programm für Auszubildende könne die berufliche Bildung attraktiver machen und damit einen Beitrag gegen Fachkräftemangel leisten. Das wäre eine Investition, die sich letztlich sogar für unsere Volkswirtschaft und über zurückfließende Steuern auch für den Staat positiv auszahlt, so Schweitzer.