Allgemein /24. Oktober 2017

Die Lust am Lesen entsteht beim Zuhören

Die dunkle kalte Jahreszeit steht vor der Tür, wo wir es uns bei Kerzenschein mit einem Tee und einem guten Buch gemütlich machen. Wir haben wieder Lust auf Lesen und Vorlesen.

Das Vorlesen ist die Grundlage für eine gute Lesekompetenz – eine der zentralen Schlüsselqualifikationen unserer Zeit und Voraussetzung für alles, was während und vor allem nach der Schule kommt. Vorlesen fördert das Denken und die Konzentration, regt die Fantasie an und schweißt Familien zusammen.

Beachtet man für das Vorlesen von Geschichten einige Regeln, wird es zum geliebten Ritual, das Eltern und Kinder jahrelang begleitet.

Wenn Eltern ihren Kindern vorlesen, sollten sie alle Scheu ablegen und auch mal herumalbern. Ihre positive Stimmung überträgt sich auf Ihr Kind. Das Wichtigste ist, dass Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes fesseln und es dazu animieren mitzumachen. Am besten liest der vor, den man beim Zuhören vergisst. Ihm gelingt, dass seine Zuhörer wie verzaubert sind und ganz in die Erzählung eintauchen. Vielen Vorlesern hilft die Vorstellung, dass sie mit ihrer Stimme ein tragendes Band um alle legen. Dann fühlen Kinder sich geborgen.

TIPPS FÜR DAS VORLESEN

• Seien Sie ein Schauspieler
• Üben Sie, bevor Sie das Buch lesen
• Geben Sie jeder Figur eine eigene Stimme
• Setzen Sie auch Gesten und Mimik ein
• Lesen ist kein Leistungssport, lesen sie langsam
• Haben Sie Spaß

Einige Bücher vergisst man sein Leben lang nicht – obwohl man sie vielleicht nie selbst gelesen hat. Gut vorlesen heißt zaubern.