Allgemein /8. Januar 2018

Fasching Helau!

Die sogenannte fünfte Jahreszeit hat viele Namen und Bräuche. Der Karneval wird zwar in vielen Städten und Dörfen unterschiedlich zelebriert, aber immer ist das Treiben bunt und schrill. Umzüge, Masken, Musik und vor allen Dingen das Verkleiden spielen eine große Rolle. Die Menschen haben schon immer Spaß dabei gehabt, sich zu verkleiden und in andere Rollen zu schlüpfen – eine Möglichkeit sich auszuprobieren oder seine Identität zu erweitern.

Schon im Januar finden viele Karnevalspartys und -sitzungen statt. Höhepunkt ist aber der Straßenkarneval. Er beginnt an einem Donnerstag mit der Weiberfastnacht und endet am Fastnachtsdienstag. In diesen Tagen gibt es in den Karnevalshochburgen lange Umzüge mit bunten Fußgruppen und prächtigen Wagen. Auf den Plätzen singen und tanzen die Menschen in wildesten Kostümen und auch in den Schulen und Kindergärten finden Karnevalsfeiern statt und die Kinder kommen verkleidet.

Warum feiern wir eigentlich Karneval?

Die heutige Forschung bezweifelt einige Ideen, worin der Ursprung des heutigen Karnevals eigentlich liegt. Dazu gehören die Festlichkeiten, die sogenannten Saturnalien oder Lupercalien, die schon im antiken Rom ausgelassen gefeiert wurden. Ebenso wird der weit verbreitete Glauben angezweifelt, dass die Wurzeln in germanisch oder keltischen Frühlingsfesten liegen: In vorchristlicher Zeit veranstalteten die Menschen zum Ende des Winters in der Verkleidung als Geister und Dämonen ein großes Spektakel, in dessen Verlauf die bösen Geister vertrieben und die Frühlingsgeister mithilfe von Schellen und Trommeln geweckt wurden.

Sehr viel wahrscheinlicher ist ein christlicher Ursprung: Der Karneval, auch Fastnacht genannt, leitete demnach die lange Fastenzeit ein, die von Aschermittwoch bis Ostern andauerte. Deshalb finden davor noch ausgiebige Feiern statt, die von ausgiebig Trank und Speis begleitet werden: Das Essen fällt entsprechend sehr üppig und vor allem fettig aus.
Auch die mögliche Herleitung des „Karnevals“ aus dem Lateinischen „carne vale“ passt in diese Interpretation: „Fleisch, lebe wohl“. Denn in der Fastenzeit aßen die Menschen früher 40 Tage lang kein Fleisch, keine Eier und keine Milchprodukte.

Dass die fünfte Jahreszeit genau am 11.11. um 11:11 Uhr beginnt, ist ebenfalls nicht eindeutig geklärt. Im Mittelalter stand die Zahl Elf für Jux und Narretei – im christlichen Glauben auch für die Sünde. Gefestigt hat sich die Zahl, seitdem sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts der sogenannte „Elfer-Rat“ etablierte, der bis heute die Organisationskomitees in den verschiedenen Karnevalsvereinen bildet.

Einen Auszug der vielen Fastnachts-Umzüge und Kinder-Fasching-Partys in der Region findet Ihr hier!