Allgemein /17. September 2017

Großer ELTERN Versicherungs-Check

Jede neue Lebenssituation bringt auch einen entsprechenden Vorsorgebedarf mit sich. Ob Heirat, Scheidung, Geburt oder Kauf einer Immobilie usw. Es gibt immer wieder Situationen im Leben einer Familie, wo die Eltern ihre bestehenden Versicherungen auf den Prüfstand stellen sollten.

Die Zeitschrift ELTERN hat in einer umfangreichen Untersuchung die Mehrleistungen gesetzlicher Krankenkassen für Familien verglichen. Bei welcher Versicherung Paare mit Kindern und Kinderwunsch optimal aufgehoben sind, zeigt das Magazin in seiner aktuellen Oktober-Ausgabe und stellt die Top-Anbieter vor. Dafür hat ELTERN insgesamt 76 bundesweit tätige und regionale Krankenkassen erstmalig auf ihre Zusatzleistungen in den Kategorien „Paare mit Kinderwunsch“, „In der Schwangerschaft und danach“ und „Familien mit Kindern“ getestet.

Wie sehr sich Krankenkassen mit freiwilligen Leistungen für Familien spezialisieren, zeigt sich am Beispiel Kinderwunschbehandlung. Einige Kassen zahlen die komplette Behandlung – gesetzlich vorgeschrieben ist die Übernahme von 50 Prozent der Kosten. Andere beteiligen sich bei der Behandlung älterer Frauen und Männer. Mit der richtigen Kassen-Wahl können Paare mit Kinderwunsch nicht nur bessere Leistungen erreichen, sondern auch mehrere Tausend Euro sparen. Zu den Siegern in dieser Kategorie gehören die „BKK VBU“, die „AOK plus“ sowie die „IKK Brandenburg und Berlin“.

Für Schwangere hingegen sind vor allem Zusatzleistungen wie Extra-Ultraschalls oder Hebammenrufbereitschaft interessant. Zudem bewertete ELTERN Versicherungen positiv, die in kritischen Situationen wie bei einer drohenden Frühgeburt gute Versorgung anbieten. Bei den Extras für Schwangere überzeugten „DAK-Gesundheit“, „HEK – Hanseatische Krankenkasse“, „BKK Euregio“ und „AOK Sachsen-Anhalt“.

Eine gute Krankenkasse für Eltern mit Kindern zahlt die erweiterten Kindervorsorge- und Jugenduntersuchungen. Zudem übernehmen einige Kassen auch bei älteren Kindern Rooming-in-Kosten oder die Aufwendungen für eine Haushaltshilfe. Zu den besten Kassen in dieser Kategorie zählen „Securvita“, „IKK gesund Plus“ und „AOK Baden-Württemberg“ und „AOK Sachsen-Anhalt“.

Wer Kinder hat oder plant, sollte die freiwilligen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen genau prüfen. Weil der Vergleich wegen vieler Sonderregelungen und Bestimmungen sowie variierender Beitragssätze nicht einfach ist, hilft ELTERN jetzt mit dem großen Versicherungs-Check.

 

 

 

Übrigens: Gut zu wissen

Mehr Zeit für die Kinder bedeutet in der Regel weniger Geld für die Familie. Insbesondere junge Eltern bekommen das in der Elternzeit zu spüren, wenn von heute auf morgen weniger Einkommen zur Verfügung steht. In dieser Zeit können sie darauf angewiesen sein, ihre privaten Lebens- und Rentenversicherungen an die veränderte Situation anzupassen. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben, Ihre Altersvorsorge durch die Elternzeit zu bringen.

 

1. Beitragsfreistellung

Eine Versicherung beitragsfrei zu stellen bedeutet, dass die Versicherung grundsätzlich bestehen bleibt, allerdings keine Beiträge mehr eingezahlt werden. Oft ist eine Beitragsfreistellung erst nach einer gewissen Mindestlaufzeit des Vertrages, zum Beispiel frühestens nach zwei bis drei Jahren, möglich. Versicherungskunden sollten aber darauf achten, dass durch weniger Einzahlungen auch die ursprünglich vereinbarten Leistungen sinken. Das gilt für den Todesfallschutz als auch für die spätere Renten- bzw. Kapitalauszahlung.

 

2. Beiträge stunden

Viele Versicherungsunternehmen sind bereit, die Beiträge für einen Lebensversicherungsvertrag zu stunden. Das heißt, der Kunde kann seine Zahlungen aufschieben. Nach Ablauf der Stundung muss der Versicherte die Beiträge verzinst nachzahlen. Gelegentlich verrechnet das Versicherungsunternehmen sie auch mit späteren Leistungen.

 

3. Versicherungssumme herabsetzen

Um die regelmäßigen Versicherungsbeiträge zu verringern, kann der Versicherte die Versicherungssumme herabsetzen. Dabei darf jedoch ein bestimmter Mindestbetrag nicht unterschritten werden.

 

4. Dynamische Tarife einfrieren

Hat der Verbraucher jährlich steigende Beiträge und Leistungen vereinbart, so kann er diesen dynamischen Tarif einfrieren. Das bedeutet, der Beitrag und die Versicherungssumme steigen nicht weiter, sondern bleiben auf der erreichten Höhe. Nach zweimaligem Aussetzen der Dynamisierung geht das Recht verloren, die Versicherungssumme ohne neue Gesundheitsprüfung anzuheben.

 

5. Überschüsse mit Beiträgen verrechnen

Die Überschussanteile können mit den laufenden Beiträgen verrechnet werden, was die Kosten deutlich verringert. Allerdings ist eine solche Umstellung nicht bei allen Verträgen möglich, Versicherungskunden sollten sich hier an ihren Versicherer wenden. Die Überschüsse mit den Beiträgen zu verrechnen lohnt sich außerdem nur, wenn der Lebensversicherungsvertrag schon einige Jahre bestanden hat.

 

Quellenangabe: „obs/Gruner+Jahr, ELTERN“ und GDV