Allgemein /22. September 2016

Familienwagen gesucht!

In einem schicken Cabriolet oder zweisitzigem Sportwagen ist kaum Platz für Kindersitz und Kinderwagen. Deshalb muss häufig ein Familienauto her. Bei der großen Auswahl auf dem Automarkt haben werdende und frischgebackene Eltern die Qual der Wahl. Um trotzdem schnell den passenden Familienwagen zu finden, sollten Eltern beim Kauf einige wichtige Punkte berücksichtigen.

So sollte ein Familienauto sein

Bei vielen Familien fällt die Wahl auf einen Kombi, Van oder SUV. Und das hat einen guten Grund: Das Platzangebot dieser Modelle ist deutlich größer als das anderer Autos und genau das ist es, was Familien vor allem benötigen. Es beginnt mit dem Platz auf der Rückbank für den Kindersitz und endet mit dem Kofferraumvolumen für Ausflüge oder Urlaubsreisen. Der Kofferraum sollte so groß sein, dass er problemlos das nötige Gepäck und den Kinderwagen transportieren kann. Damit das Einladen nicht schon zum Kraftakt wird, sollte die Ladekante des Autos nicht höher als 67 cm sein.

Neben dem Platzangebot ist die Zugänglichkeit zu den Kindersitzen ein wichtiges Merkmal eines Familienautos. Praktisch sind hier Modelle mit Schiebetüren, denn sie erlauben das problemlose Hineinbeugen und Herausheben des Kindes, ohne sich zwischen Sitz und Tür quetschen zu müssen. Apropos: Flexibilität ist auch im Wageninneren gewünscht. Wenn sich die Rückbank bei Bedarf umklappen oder der Mittelsitz wegklappen lässt, um einem kleinen Spieltisch Platz zu machen, ist der Wagen auch für längere Autofahrten bestens gerüstet.

Sicherheit sollte beim Kauf eines Familienautos oberste Priorität haben. Je nach Alter fahren die Kleinen in der Babyschale oder im Kindersitz im Auto mit. Diese(r) muss sicher befestigt werden, damit er im Falle eines Unfalls das Kind schützt. Das standardisierte ISOFIX-System ist heute in fast allen Automodellen integriert und ermöglicht die schnelle und sichere Befestigung des Kindersitzes mit einem Klick. Allerdings sind nicht alle Kindersitze für alle Automodelle geeignet und umgekehrt. Für ein maximales Maß an Sicherheit sollte beides aufeinander abgestimmt sein. Wer sein Kind in der Babyschale auf dem Beifahrersitz transportieren möchte, sollte außerdem darauf achten, dass sich der Beifahrer-Airbag für diese Fahrten manuell deaktivieren lässt.

Neuwagen vs. Gebrauchtfahrzeug

Ob es ein Neu- oder Gebrauchtwagen sein soll, hängt in den meisten Fällen von den finanziellen Möglichkeiten ab. Gerade junge Familien haben oft ein beschränktes Budget und sind froh, wenn sie beim Autokauf sparen können. Umfragen zufolge bevorzugen viele Eltern (vor allem Mütter) ein gebrauchtes Fahrzeug, dessen größter Vorteil sicherlich der Preis ist. So können Eltern für den gleichen Preis, den sie für einen neuen Kleinwagen bezahlen würden, einen Gebrauchten einer höheren Fahrzeugklasse – mit entsprechend mehr Platz und auch Komfort – erhalten. Der Wertverlust ist zudem deutlich geringer als bei einem Neuwagen, andererseits ist das Risiko von Verschleißerscheinungen oder Defekten bei einem gebrauchten Fahrzeug größer als bei einem Neuwagen. Beim Kauf eines Gebrauchtwagens bei einem Autohändler, gibt dieser eine Garantie von mindestens einem Jahr. Bei Privat(ver)käufen ist allerdings Vorsicht geboten.

Ein Neuwagen ist zwar teurer, dafür können sich die Kunden sowohl die Farbe als auch die Ausstattung selbst aussuchen und nach ihren Bedürfnissen zusammenstellen. Sie können relativ sicher sein, dass der Wagen in puncto Sicherheit und Technik auf dem neusten Stand der Dinge ist und in der nächsten Zeit keine Defekte zu erwarten sind. Die gesetzlich vorgeschriebene Garantie beträgt mindestens zwei Jahre. Eine Alternative zu Neu- und Gebrauchtwagen sind Jahreswagen, die deutlich günstiger sind als Neuwagen und dafür nur einige hundert oder wenige tausend Kilometer gefahren sind. Meistens handelt es sich hierbei um Ausstellungs-, Dienst- oder Ersatzwagen von Autohändlern. Diese bieten für ihre Fahrzeuge häufig eine günstige 0%-Finanzierung an. Dennoch kann es sich lohnen, die Angebote verschiedener Händler zu vergleichen und auch bei der Hausbank ein Angebot für einen Autokredit einzuholen.