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Jahreswechsel ganz langweilig

Geschrieben am Mittwoch den 11. Januar 2012 um 04:37 von Hans-Peter

Unserer zweitältesten Tochter ist langweilig. Alle Freundinnen sind verreist oder verabredet, sie kam wohl etwas zu spät mit ihrem Ansinnen, Silvester nicht in unserer Tristesse verbringen zu müssen. Kleine Kinder zu Hause, die bei Böllern weinen, laden nicht unbedingt zu großem Silvesterball ein.

Oma und Opa machen es richtig, die sind beim Silvesterball und können folglich ausnahmsweise mal nicht einspringen. Also hatten meine zauberhafte Frau und ich beschlossen, einfach zu Hause zu bleiben, das Jahr war unruhig genug. Für teures Geld gekaufte Kalbslende, die sich als Schweinefilet zum Kalbspreis herausstellte, war die letzte Unruhe vor der Jahreswende. Alles, was jetzt kam, war für Töchterchen langweilig. Bleigießen – langweilig. Lecker essen - langweilig. Film schauen – langweilig. Und die große Schwester mit Heimweh im Ausland unterwegs.

Irgendwie war es dann aber doch nicht so schlimm. Gegen frühen Abend beobachtete ich Töchterchen, wie sie ächzend den Inhalt ihres Kleiderschrankes, in wochenlanger mühseliger Arbeit getragene Wäsche, als gepreßten Wäschesack aus ihrem Zimmer in der dritten Etage in den Keller wuchtete (ungefähr das doppelte ihres Lebendgewichtes – der faule Esel trägt sich auf einmal tot, pflegte mein Ex-Schwiegervater zu sagen). Es kann aber immerhin der gute Vorsatz für das neue Jahr vermutet werden, nur mit sauberer Wäsche zu starten (nur wer bitte soll am 31.12. ab 22 Uhr noch vier Maschinen waschen?), warum sonst sollte der Schrank jetzt komplett leer sein?

Die Kleinen im Bett, wir gossen Blei, schauten einen ruhigen, gemütlichen Film (langweilig), öffneten eine Flasche gut behüteten Champagner (darf sie nicht mit trinken, langweilig), trafen um Mitternacht fröhliche Nachbarn (naja erträglich), waren fröhlich und verursachten endgültiges Entsetzen beim Töchterchen, als unsere Party gegen halb eins in der Früh langsam zu Ende ging. Immerhin war uns aus Erfahrung sicher, um sieben Uhr morgens ist die Nacht zu Ende. Meine beste Ehefrau von allen war noch so schlau und stellte für die Kleinen die Müsli-Teller vorbereitet auf den Tisch, nur die Milch müssen sie sich noch dazu tun. Man muß wissen, mit fünfeinhalb Jahren ist unser Kleiner schon recht selbständig in diesen Dingen.

Neujahrs-Morgen, ca. neun Uhr. Stimmen aus dem Kinderzimmer, leise, Spielgeräusche. Trappeln auf der Treppe, Stimmen. Ich gehe langsam mal schauen, in der Küche stehen die Müsli-Schalen, brav leer gegessen, nur die Milch hatten sie vergessen hinzu zu schütten (muss ja richtig lecker gewesen sein, brrr). Und dabei überhaupt nicht nach uns geplärrt! Das neue Jahr fängt mal richtig gut an!!! Ich war seit langem nicht mehr so ausgeruht an einem Morgen. Laßt uns nochmal Blei gießen, vielleicht kommt noch mehr Glück dazu J. 

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