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Papa goes Facebook

Geschrieben am Dienstag den 13. März 2012 um 08:00 von Hans-Peter

Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.

Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

Sokrates, griechischer Philosoph (um 469 vChr - 399 vChr).

Auch wenn Sie es mir nicht glauben wollen, Sokrates soll dies schon vor 2.413 Jahren gesagt haben. Oder irgendwann davor, aber nicht vor 469 v.Chr.

Heutzutage ist der Vorwurf unverändert, so scheint mir. Nur die Mittel ändern sich drastisch, die Jugendlichen benutzen die Straßenbahn und trinken Dosenbier in unserem Kurpark. Was bekanntlich aber mit dem mangelndem Beschäftigungsprogramm der Stadt zu tun hat. Also ist die Jugend unschuldig. Soweit dazu.

Aber woher soll man(n) als guter Vater überhaupt wissen, was die Jugend so treibt? „Papa, ich übernachte bei der Soundso und wir gehen nicht weg“, flötete einst unsere damals vierzehnjährige Tochter. Wir als gutgläubige Eltern staunten nicht schlecht, als wir dann die Soundso und unsere Tochter, errötend, mit einem Kuchen abends um 21 Uhr auf der Fußgängerzone erwischten. Mit Jungs, wohlgemerkt.

Heutzutage verabreden die jungen Menschen sich, ich berichtete in meinem ersten Buch darüber, via Facebook. Manchmal funktioniert das mit den Einladungen nicht ganz, dann stehen tausende ungewollte Gäste vor dem Haus und wollen auch Geburtstag feiern. Das ist aber ein anderes Kapitel.

Wir als gute Väter aber wollen einfach auch bei Facebook sein und dann könnte man ja mal schauen, was das Töchterchen so treibt (neudeutsch: „Postet“). Also habe ich mich ganz locker über alle innere Schranken hinweg angemeldet und prostituiere jetzt mein Inneres an mir völlig unbekannte Menschen. Und mache brav eine „Freundschaftsanfrage“ an meine Tochter.

Und dann? Freundschaftsanfrage abgelehnt!

Naja, nichts zu machen. Aber immerhin habe ich hier bei Facebook jetzt viele Freunde in meinem Alter gefunden. Aus Ländern, in die ich nie reisen würde, kommen Freundschaftsanfragen. Ach ist das spannend … die Kinder schreien nach Nahrung, aber ich muss noch eben kurz eine Freundschaftsanfrage beantworten, aus Ungurukukuuaiii … wo auch immer das ist.

Übrigens, bei dem Lehrer unserer Tochter hat die ganze Klasse an seiner Freundschaftsanfrage notgedrungen teilgenommen – mir fehlt aber das Druckmittel der schlechten Noten. 

 

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