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Ein Leben mit Kindern ist voller Überraschungen, Unwägbarkeiten und Unsicherheiten. Frei nach Karl Valentin sollten wir nicht zögern und uns gegenseitig befragen. Wir werden dabei entdecken, wie überraschend und vor allem wie wegweisend die Antworten ausfallen können.

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Wenn Papa kocht

Geschrieben am Freitag den 10. Februar 2012 um 02:22 von Hans-Peter

In unserem noch weit verbreiteten Sittenbild herrscht das Rollenverständnis „Mama kocht, Papa isst“. Kinder essen indessen grundsätzlich immer, solange es schmeckt. Letzteres wiederum hängt nicht unbedingt mit den tollen Rezepten zusammen, die Mama oder Papa ausprobieren

(„Kinder, heute gibt es geraspelte Aubergine an Filet-Krümeln mit asiatischer Paste und orientalischem Cous-Cous“ – da kommt keines aus dem Kinderzimmer, glauben Sie es mir), sondern einfach nur an den einfachen Geschmacks-Rezeptoren der Kinderzunge (Pommes, Nudelsauce rot und tot, oder zur Abwechslung Nudelsauce tot und rot, Pommes).

Wenn ich also mal mit kochen dran ist, ab und an ist das Sittenbild bei uns verzerrt, gebe ich mir höchste Mühe, den Schulter-Schluß zwischen Kinder-Geschmack und meinem Anspruch an gesunder Kost zu erreichen.

Zum Beispiel gibt es bei mir Nudeln nur als BEILAGE. Ätsch, das funktioniert! Nach drei Tagen Hunger essen die Kinder auch die Hauptgerichte und das Gemüse, glauben Sie mir!

Aber was tun, wenn der leibliche Vater der älteren Töchter, bei uns auf Besuch, in den Küchen-Kampf zieht? Ich fühle mich wie in einer Koch-Show im dritten Programm. Selbstverständlich gelingt es mir nicht wie ihm, den Löffel mit der Brühe artistisch ausgereift aus einem 3/4-Meter Höhe in das Risotto zu gießen, den zischenden Dampf zu zelebrieren und damit beim Publikum johlende Zustimmung zu erzeugen. Ich koche nämlich zu selten Risotto, also keine Übung. Und wenn ich einen dreistündigen Braten mit sechs Beilagen mache, schaut keiner zu. Nur nach dem Nachtisch wird gefragt, am besten eine Fertigpackung Eiscreme. Shit happens …

Meine Kleinen aber halten zu mir, auch wenn meine Koch-Show eher erbärmlich ist. So also neulich, als ich auf die Schnelle zur Kröpfung verurteilt war und auf Bratkartoffeln mit klein geschnipselten Gemüse-Maultaschen umschwenken musste: mein kleiner Sohnemann, mittlerweile mit fünfeinhalb Jahren perfekt artikulierend, bestaunte das Geschmurgel und Gebrutzel und lachte mich auch nicht für meine lächerlichen Show-Versuche mit dem Pfannenwender aus. Nein, als ich „fertig“ ausrief und ihn zwecks Essens-Ruf ins Treppenhaus schickte, sekundierte er gehorsam und geriet in Dialog mit den Geschwistern. Diese wollten nämlich im Moment alles mögliche tun, aber nicht Folge leisten. Auf ihre Frage, was es denn gäbe, antwortete er mit stolzer Brust „Papa hat was leckeres gekocht – es ist fettig“.

Na Mahlzeit…

 

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