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Wissenswertes über Fieber bei Kindern

Was genau ist Fieber?

Fieber ist die Reaktion des Körpers auf einen krankhaften Erreger und NICHT, wie viele junge Eltern meinen, die Krankheit selbst, die es zu bekämpfen gilt. Bakterien oder Viren sind über die Nasen- oder Mundschleimhaut in die Blutbahn gelangt und ein gesundes Immunsystem zeigt mit Fieber seine Abwehrreaktion. Ab 38,5 Grad Celsius haben die Eindringlinge kaum noch eine Chance sich auszubreiten oder sogar zu vermehren. Gleichzeitig springt unsere körpereigene Antikörper-Produktion an und beginnt damit, den Erreger zu vernichten.

Kinder können auch wahrend der Zahnungs- und Wachstumsperiode fiebern, auch hier gilt: viel Wasser oder Tee trinken lassen.

Übersicht der Fiebertemperaturen

37,5 – 38,5 Grad Celsius = leichte Erhöhung
38,5 – 40,0 Grad Celsius = deutliches Fieber
40,0 -  41,0 Grad Celsius = hohes Fieber

Gemessen wird, auch wenn dies den Kindern unangenehm sein kann, im After. Es ist nach wie vor die zuverlässigste Methode. Leichter fällt es mit einem Entspannungsritual, oder die Aussicht auf eine Belohnung – sich Zeit lassen. Die Stirn- und Ohrmessungen haben hohe Versagerraten, die Achselhöhle ist immer niedriger in der Temperatur.

Viele Eltern geben zu früh fiebersenkende Medikamente. Dadurch bekommt das Immunsystem keine Möglichkeit sich zu entwickeln. Fieberhafte Infekte trainieren das Abwehrsystem, denn ein fittes Immunsystem ist enorm wichtig für das weitere Leben.

Besonders Paracetamol wird gerne als Fiebersenkung gegeben, leider hat dieses Medikament Nebenwirkungen. Laut ISAAC Studie (2008) wiesen die Kinder, die im ersten Lebensjahr Paracetamol zur Fiebersenkung bekamen, ein etwa 46 % höheres Risiko im Alter von 6-7 Jahren an Asthma zu erkranken. Dies gilt auch für Heuschnupfen.

Im Jahre 1987 wurde bereits von Prof. Dr. Ulrich Abel (Krebsforschungszentrum Heidelberg) festgestellt, dass Menschen, die in ihrer Jugend kein Fieber, oder deren fieberhafte Infektionen mit Medikamenten unterdrückt wurden, im Alter ein höheres Krebsrisiko haben, als die, die Fiebern „durften“.

In meiner Praxis höre ich oft von der Angst vor dem Fieberkrampf. Dieser kann im Alter von 0,5 – 5. Lebensjahr auftreten und nur bei sehr hohem Fieber, bzw. wenn zu schnell auf- oder abgefiebert wird. Zunächst einmal ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren. Das Kind wird auf die Seite gedreht, damit es gegebenenfalls erbrechen kann. Ist der Anfall schnell vorbei, sollte das Kind nach dem ersten Krampf dem Arzt vorgestellt werden. Bei längeren Krämpfen ist der Notarzt zu rufen!

In der Regel gibt es keine Folgen für die Gesundheit. Fieberkrämpfe verursachen KEINE Epilepsie, im Gegenteil: in seltenen Fällen (2-4%) wird eine Epilepsie durch den Fieberkrampf erkannt. Es gibt keine Hinweise auf dauerhafte Hirnschäden, Entwicklungsverzögerungen oder Intelligenzeinschränkungen durch Fieberkrämpfe.

Dazu gibt es Studien. Mehr unter www.patientenleitlinie.de/Fieber_Kindesalter.de

Mit all diesen Informationen sollte die verfrühte Gabe von fiebersenkenden Mitteln sorgfältig abgewogen werden. Häufig ist die beste Therapie Bettruhe und die Begleitung durch naturheilkundliche Mittel. In der Homöopathie gibt es kraftvoll unterstützende Mittel wie Belladonna oder Aconitum, die zuverlässig wirken. In der Behandlung von fieberhaften Infekten haben sich ebenfalls Tees aus Holunder- und Lindenblüten bewährt. Wenn ein Verlangen nach Saurem vorliegt, gerne auch warmes Zitronenwasser.

Aus Großmutters Schatzkiste ist uns der Wadenwickel überliefert. Buchtipp: „Wickel und Co., bärenstarke Hausmittel für Kinder, von Ursula Uhlemayr. Wadenwickel sind sehr effektiv, brauchen aber auch etwas Zeit, aber die sollte für ein krankes Kind immer da sein, denn Mamas oder Papas Streicheleinheiten können durch nichts ersetzt werden.

 

Homöopathie

Heilpraktikerin Elizabeth von Jacobs (Jahrgang 1965) ist zertifizierte klassische Homöopathin (BkHD), zertifizierte Entspannungstherapeutin und betreibt seit Januar 2009 eine Praxis für klassische Homöopathie in Königstein i. Ts.

"Meine Behandlungsschwerpunkte sind schwierige Fälle, die an der Schulmedizin scheitern, beispielsweise chronischen Krankheiten wie Allergien oder Krebs (miasmatische Krebstherapie). Über die Jahre habe ich die klassische Homöopathie mit vielen anderen Elementen ergänzt, so dass ich eine ganzheitliche und sehr individuelle Behandlung anbiete."

Bitte beachten!

Homöopathie ersetzt keine Erste Hilfe! Eine homöopathische Hausapotheke ersetzt nicht den ärztlichen Rat oder Behandlung. Sie wird in Fällen angewendet, bei welchen Sie eine Eigenbehandlung auch mit Hausmitteln gewagt hätten. Bei Fragen zu dem Thema, können Sie sich gerne an unsere Expertin Frau von Jakobs wenden. 

Ebenso besteht die Möglichkeit sich bei den monatlichen Abendveranstaltung zum Thema „"Die homöopathische Hausapotheke"“ oder in den Arbeitskreisen zum Thema Homöopathie in ihrer Praxis zu informieren.

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