taunus4family - Das Familienportal aus dem Taunus

Newsletter März 2011

In dieser Ausgabe lesen Sie: 

  • Gewinnspiel mit taunus4family
  • Bildungspaket
  • Hilfsprogramm für Hauptschüler
  • Stipendium für Erzieherinnen aus Migrantenfamilien
  • Immer weniger Schüler in Hessen
  • Schlecht Noten - Gutes Geschäft
  • Kinderfrage - eine Vernunftsentscheidung?
  • Goldene Zeitung für Erzieher
  • Gut zu wissen!
  • Highlights aus unserem aktuellen taunus4family Terminkalender

Aktuelle Infos für Familien aus dem Taunus

Sollten Sie Kritik oder Anregungen haben, freuen wir uns über ein Feedback. In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß mit Infos aus der Familienpolitik, zu Veranstaltungen für Familien und dem Leben rund um und im Taunus.

Herzliche Grüße,
Eva Tiedke-Trimborn, Herausgeberin

 

Gewinnspiel mit taunus4family - Gutschein für die Oper Frankfurt

Gewinnspiel mit taunus4family

Große Werke für kleine Leute

In der "Oper für Kinder" der Oper Frankfurt können junge Zuschauer ab sechs Jahren (und deren Eltern) richtiges Musiktheater im Holzfoyer mit vielen Sängern, Puppen und Gästen aus der Welt des Theaters erleben. Die Kinder sprechen bei diversen Veranstaltungen mit Sängern, Musikern und vielen anderen Mitarbeitern des Opernhauses. Dabei werden viele Fragen ausgiebig beantwortet und erläutert. Neben den Sängern der Oper Frankfurt sind auch die Dramaturgin Deborah Einspieler, die die Texte verfasst, und Labbo, der "dienstälteste Putzlappen der Oper Frankfurt", mit dabei.

Die Oper Frankfurt und taunus4family laden Dich ein, einen ersten Einblick in die Arbeit des Musiktheaters zu erhalten. Die ersten Einsender mit der richtigen Antwort auf unsere Preisfrage erhalten je zwei Freikarten für die nächste Vorstellung "Tristan und Isolde" am 12. April 2011 um 16 Uhr. Viel Glück!


Bildungspaket

Im Februar 2011 wurde das Bildungspaket auf den Weg gebracht. Die Hartz-IV-Sätze für Kinder bleiben 2011 unverändert. Allerdings bekommen Kinder aus Hartz-IV-Familien bzw. Familien mit geringem Einkommen rückwirkend ab dem Januar  2011 ein sogenanntes Bildungspaket (Antrag bis 30.04.11!). Anspruchsberechtigt sind Kinder und Jugendliche aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld,  Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen. Einen Anspruch haben Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 25 Jahren. Leistungen zum Mitmachen in Kultur, Sport und Freizeit erhalten nur Kinder, die noch nicht 18 Jahre alt sind.

Durch das Bildungspaket erhält jedes dieser Kinder Zugang zu Vereinen in den Bereichen Sport, Spiel und Kultur, zu Ferienfreizeiten und zu außerschulischer Bildung. Zuschüsse zur Verfügung für mehrtägige Klassenfahrten, eintägige Schulausflüge, 100 Euro im Jahr für Schulmaterialien, die Übernahme der Schülerbeförderungskosten. Bei Bedarf werde auch eine angemessene Lernförderung unterstützt, ebenso die Mittagsverpflegung in Schulen und Kindergärten, die Mitgliedschaft in Vereinen oder auch der Besuch in Theater, Zoo und Musikschulen.

Bei den Leistungen des Bildungspakets handelt es sich vorwiegend um Sach- bzw. Dienstleistungen. Das soll sicherstellen, dass sie unmittelbar bei den Kindern ankommen. Infoblätter sowie die Anträge für die Leistungen liegen in den Sozialämtern und den Jobcentern aus. Das Jobcenter ist zuständig für Familien, die Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder Sozialgeld beziehen. Nicht zuständig sind die Jobcenter für Familien, die Sozialhilfe, Wohngeld oder den Kinderzuschlag bekommen. Hier muss man sich bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung, im Rathaus oder beim Bürgeramt erkundigen, wo die Anträge auf Leistungen aus dem Bildungspaket gestellt werden können. 


Hilfsprogramm für Hauptschüler

Wie bringt man möglichst viele Hauptschülerinnen und -schüler in Lohn und Brot? Die Ausbildungschancen von Hauptschülern verbessern, soll das Sonderprogramm "Ausbildungsstellen für Hauptschüler/innen" des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Das Programm sieht Zuschüsse für Arbeitgeber vor, die bis Ende März eines Jahres betriebliche Ausbildungsverträge mit Jugendlichen abschließen die höchstens einen Hauptschulabschluss erlangen.

Ziel des Förderprogramms ist es, die Chancen von Hauptschülerinnen und Hauptschülern auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen. Betriebe sollen dazu motiviert werden, Jugendliche, die den Hauptschulabschluss anstreben, direkt im Anschluss an die Schulentlassung in Ausbildung zu nehmen und so diesen Jugendlichen den Übergang in eine duale Berufsausbildung ohne "Warteschleife" ermöglichen. Doch die Nachfrage von Betrieben hält sich in engen Grenzen, zumindest bisher. Die seit Wochen laufende Radiowerbung hierfür findet kaum Resonanz. Die hessischen Unternehmerverbände sind grundsätzlich gegen einen Zuschuss für die Einstellung von Lehrlingen.

Die Antragsfrist endet am 31. März 2011. Mehr Info unter http://www.rp-kassel.hessen.de/Ausbildungsprogramme.


Gewinnspiel mit taunus4family - Stipendium für Erzieher aus Migrantenfamilien

Stipendium für Erzieher aus Migrantenfamilien

Seit dem gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz ab 2013 werden überall in Deutschland händeringend Erzieher gesucht.Die Klassenzimmer sind voll mit Einwandererkindern. In den Lehrerzimmern dagegen findet sich kaum ein Migrant oder ein Abkömmling eines solchen. Nicht viel anders sieht es in den Kindergärten aus.

Die Hertie-Stiftung will dazu beitragen, dass der Beruf unter Mädchen, aber auch unter Jungen aus Migrantenfamilien Interesse findet. Mit einem berufsorientierten Seminar für Schüler oder pädagogisch erfahrene Quereinsteiger unter dem Titel "Fit für die Kita!" vom 24. bis zum 27. März im Haus der Jugend in Frankfurt will sich die Stiftung an das Thema herantasten. Bisher konnten Lehramtsstudenten mit ausländischen Wurzeln ein Stipendium bekommen. Mit einem Stipendienprogramm für angehende Erzieherinnen aus Migrantenfamilien will die Hertie-Stiftung zur Beseitigung des Missstandes beitragen. Sie kann dabei auf erste gute Erfahrungen mit einem Lehramtsstipendium für Migranten zurückgreifen, das sie 2008 unter dem Titel "Horizonte" zusammen mit der Goethe-Universität und dem hessischen Kultusministerium aufgelegt hat.

Gedacht ist an ein Bildungsstipendium von 550 Euro pro Semester und eine einmalige Zahlung von 750 Euro für einen Computer.

Oft erkennen Institutionen wie die Hertie-Stiftung gesellschaftliche Probleme schneller als die zuständigen staatlichen Stellen. Zumindest können sie leichter experimentieren und unkonventionelle Lösungen ausprobieren. Mehr Info unter http://www.ghst.de/unsere-themen/vorschule-und-schule/fit-fuer-die-kita/.


Immer weniger Schüler in Hessen

An Hessens allgemeinbildenden Schulen drücken immer weniger Pennäler die Schulbank. Wegen des demografischen Wandels und der Schulzeitverkürzung bis zum Abitur werden es in den nächsten Jahren voraussichtlich noch weniger, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Im Vergleich zum vergangenen Schuljahr ging die Zahl der Schüler um 1,6 Prozent zurück. Zum sechsten Mal in Folge ist die Zahl der Schulkinder gesunken - um 8400 auf etwa 660.000 im laufenden Schuljahr. Die Zahl der Schulkinder in Hessen wird bis 2025 deutlich abnehmen, einzige Ausnahme ist die Stadt Frankfurt.Dagegen klettern die Schülerzahlen an integrierten Gesamtschulen jetzt schon seit vier Jahren am Stück. Sie trotzten dem negativen Trend.Während es besonders an Grund-, Haupt- und Realschulen leerer wird, konnten auch die Gymnasien zum ersten Mal seit 1988 keine Zuwächse mehr verzeichnen. Nicht nur an den allgemeinbildenden, auch an den beruflichen Schulen wird es leerer. Die Zahl der Auszubildenden, die an den 117 Berufsschulen im Land lernen, ist auf den tiefsten Stand seit 60 Jahren gefallen. Die Schulklassen werden in den nächsten Jahren damit deutlich kleiner werden. Auf der anderen Seite stehen dann mehr Lehrer zur Verfügung. Bis zum Ende der Legislaturperiode (2013) sollen 2.500 neue Lehrer-Jobs geschaffen werden. Allein im kommenden Jahr werden 500 neue Lehrer eingestellt. Damit will die Landesregierung eine "105-prozentige Lehrerversorgung" erreichen, so des Hessischen Kultusministeriums. Die "demografische Rendite", die Ersparnis durch geringere Schülerzahlen, helfe an dieser Stelle.


Schlechte Noten - Gutes Geschäft

Schlechte Noten - Gutes Geschäft

Notendruck, Schulauslese, mangelhafte Förderung: Ein harter Schulalltag lässt den Trend zur Nachhilfe steigen und beschert Instituten Millionen-Umsätze. Jeder achte Schüler paukt noch nach der Schule privat mit einem Nachhilfelehrer weiter. Bundesweit bekommen mehr als eine Million Schüler Nachhilfe- ungefähr jeder siebte Schüler. Die individuelle Förderung ist eigentlich die Aufgabe der Schulen, die aber nicht mit den notwendigen personellen und materiellen Ressourcen ausstattet sind.

In Ländern wie Kanada oder den Niederlanden sei private Nachhilfe viel weniger verbreitet. In Deutschland beginnt das Geschäft mit den Schulproblemen dagegen schon in den ersten Klassen. Sie ist auch längst nicht mehr eine zeitlich begrenzte Ausnahmeerscheinung für leistungsschwächere Schüler, sondern hat sich vielmehr zu einem etablierten, privat finanzierten Unterstützungssystem neben dem öffentlichen Schulsystem entwickelt. Die Anbieter lassen sich einiges einfallen: Das Angebot in Rhein-Main reicht von „Geld-zurück-Garantie“ über „All inclusive“ bis zum ganzheitlichen Lernen. Viele Eltern staunen, was für ein großer und unübersichtlicher Markt da entstanden ist. Eine Erfolgsgarantie kann es bei Nachhilfe nie geben. Entscheidend sind vor allem die Motivation des Kindes und die Fähigkeit des Nachhilfelehrers. Um Eltern bei der Suche nach einer Nachhilfeschule zu unterstützen, vergibt der TÜV Rheinland seit 2006 ein Qualitätssiegel. Siehe auch: http://www.cleverefrauen.de/html/downloadauswahl.htmt.

Empfehlenswerter wäre es, die Förderangebote an den regulären Schulen auszuweiten und so zu verbessern, dass sich Eltern die Nachhilfe sparen können. So ist auch eine Chancengerechtigkeit im Bildungssystem gegenüber Kindern möglich, die sich außerschulische Förderung nicht leisten können.


Kinderfrage - eine Vernunftsentscheidung?

Kinder sind für die Gesellschaft wichtig, doch der Einzelne kann kaum vernünftige Gründe fürs Kinderkriegen nennen. Denn sie kosten Mutter und Vater Geld und Kraft, machen Lärm und Schmutz. Karriere und Einkommen leiden, wenn man sich Zeit für den Nachwuchs nimmt

Keinerlei finanzielle Sorgen jetzt und in Zukunft, ein liebevoller und verlässlicher Partner, eine gute und verlässliche Kinderbetreuung bis zum Teenageralter, ein sicherer Arbeitsplatz und garantiert flexible und verlässliche Arbeitszeiten – selbst wenn sie das alles kriegen könnten, würde ein gutes Drittel der Kinderlosen in der Republik noch immer keinen Gedanken an Nachwuchs verschwenden. Das hat das Meinungsforschungsinstitut forsa herausgefunden, als es im Auftrag der Zeitschrift "Eltern" mehr als 1000 Kinderlose zwischen 25 und 45 befragt hat.

Grundsätzlich jedoch ist Familie als Lebensmodell sehr attraktiv. Und so ist es nicht erstaunlich, dass knapp die Hälfte der Kinderlosen sich wünscht, diese Entscheidung einfach überhaupt nicht treffen zu müssen – und dass die Kinderfrage einfach wieder zu einer Gefühlsentscheidung würde: Über eine ungeplante Schwangerschaft würden sich jedenfalls laut Umfrage 48 % der Frauen und 44 % der Männer freuen. Bis in den Oktober sind vielfältige Aktionen und Berichte zur Initiative "Zum Glück: Familie!" rund ums Kinderkriegen  von ELTERN und ELTERN family mit freundlicher Unterstützung von Opel geplant. Wenn dann noch Politik und Wirtschaft Rahmenbedingungen schaffen, auf die man sich länger als eine Wahlperiode verlassen kann, kann ja nichts mehr schiefgehen....


Gut zu wissen!

Mehr Vater fürs Kind

Schon jetzt stammt ein Drittel aller Kinder aus nichtehelichen Beziehungen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgericht von 2010 ist das Sorgerecht in seine jetzigen Form verfassungswidrig. Aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist der Anspruch eines leiblichen Vaters auf den Umgang mit seinem Kind ein Grundrecht- auch wenn beide Seiten nach der Geburt keinen Kontakt hatten. Die Straßburger Richter rügten die deutsche Rechtsprechung, bei der nach bislang geltendem Recht bei der Trennung eines nicht verheirateten Elternpaares das Sorgerecht automatisch der Mutter zufällt. Kontakt also nur dann, wenn auch eine sozial-familiäre Beziehung zu den Kindern besteht. Der Vater kann deshalb bislang kein eigenes Sorgerecht gegen den Willen der Mutter durchsetzen.

Nun muss die Politik das Sorgerecht reformieren. Es geht nicht um die Institution Ehe, sondern um das Wohl des Kindes.


Highlights aus unserem aktuellen taunus4family Terminkalender

Ausstellung: Vom Ei zum Küken, 17. Internationale Kinder- und Jugendtheaterfestival, Burgfestspiele Bad Vilbel u.v.m.

Mehr dazu unter www.taunus4family.de/termine.html