taunus4family - Das Familienportal aus dem Taunus

Newsletter April 2011

In dieser Ausgabe lesen Sie: 

  • Gewinnspiel mit taunus4family
  • Kurswechsel im Kampf gegen Kinderpornographie
  • Streit um geplante Bildungsreform in Hessen
  • Längeres Elterngeld erstmal vom Tisch
  • Mehr Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern
  • Fachkräftemangel - Duale Ausbildung als Brücke ins Studium
  • Bundeszertifikat für Kindertagespflege
  • Gut zu wissen!
  • Highlights aus unserem aktuellen taunus4family Terminkalender

Aktuelle Infos für Familien aus dem Taunus

Sollten Sie Kritik oder Anregungen haben, freuen wir uns über ein Feedback. In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß mit Infos aus der Familienpolitik, zu Veranstaltungen für Familien und dem Leben rund um und im Taunus.

Herzliche Grüße,
Eva Tiedke-Trimborn, Herausgeberin

 

Gewinnspiel mit taunus4family - Gutschein für die Oper Frankfurt

Gewinnspiel mit taunus4family

Bildung, die Spaß macht

Außerschulische Bildung, die Spaß macht?! Ja! Über die Volkshochschule ist das möglich. Ob Sie oder Ihr Nachwuchs Lust auf berufliche Weiterbildung haben oder sich in Elterngesprächsgruppen über Themen des Zusammenleben in der Familie austauschen möchten oder einfach nur einen Trommel-Workshop besuchen möchte, es gibt hier kaum etwas, was es nicht gibt.

Die VHS Hochtaunus und taunus4family laden Dich ein, Euch ein, sich das Angebot näher anzuschauen und mitzumachen! Der Einsender mit der richtigen Antwort auf unsere Preisfrage gewinnt einen Rabattgutschein im Wert von 25 Euro für einen beliebigen Kurs in der VHS Hochtaunus. Viel Glück! 


Kurswechsel im Kampf gegen Kinderpornographie

Überraschend einigte sich die Bundesregierung darauf, Kinderpornos im Netz künftig zu löschen und nicht durch die Internetprovider zu sperren, wie das Sperrgesetz es bisher vorsah. Das Gesetz der schwarz-roten Vorgängerregierung zu den Internetsperren war in der Vergangenheit auf erhebliche Kritik gestoßen.

Im Gegensatz zum Löschen werden kinderpornografische Webseiten beim Sperren nicht endgültig entfernt, sondern die jeweilige Anfrage nur auf einen anderen Server umgeleitet, der die IP-Adresse nicht mehr übersetzt. Dieses Verfahren ist relativ leicht zu umgehen, indem man auf einen anderen DNS-Server wechselt, der die Internet-Adresse wieder in die ursprüngliche Zahlenfolge übersetzt. Eines der Argumente für das Sperren war auch, dass viele kinderpornografische Websites auf Servern im Ausland lägen, auf die man in Deutschland keinen direkten Einfluss habe. Das Bundeskriminalamt hatte auch lange ein Problem darin gesehen, eine erfolgreiche Quote beim Löschen zu erreichen. Zuletzt konnten aber binnen zwei Wochen 93 Prozent der gemeldeten Inhalte gelöscht würden, nach vier Wochen sogar 99 Prozent. Dass BKA weist aber daraufhin, dass die Internetseiten trotz der Löschbemühungen viel zu lange aufrufbar seien. Beispielsweise könnten noch eine Woche danach rund 40 Prozent der Webseiten aufgerufen werden und sie wiesen sehr hohe Zugriffszahlen auf, bis sie letztlich aus dem Internet verschwänden. Das BKA hatte deshalb eine Sperre der Webseiten bis zu deren Löschung vorgeschlagen.


Streit um geplante Bildungsreform in Hessen

Die von der Landesregierung vorgesehene Reform des Schulsystems ist bei Experten, Lehrer- und Elternvertretern umstritten. Die Ansichten über die von Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) geplante Selbständigkeit der Schulen, über den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Schülern (Inklusion) sowie die Einführung einer Mittelstufenschule für Haupt- und Realschüler gingen bei einer Anhörung im Landtag am Donnerstag weit auseinander. Die Repräsentanten von Städten und Landkreisen forderten mehr Geld. So seien beispielsweise für den gemeinsamen Unterricht mit behinderten Schülern umfangreiche Umbauten notwendig, die je Schule leicht in die Millionen gehen könnten. Daher werde wenigstens ein Stufenplan zur Verwirklichung benötigt. Ohne Finanzierung würden Erwartungen geweckt, die nicht eingehalten werden könnten. Auch die im Gesetz geplante Einführung des sogenannten qualifizierenden Realschulabschlusses wird kritisiert.Ihn sollen Schüler bei durchweg guten Noten erreichen können. Aus Sicht der Wirtschaft sei das unnötig, da dieser Abschluss keinen erkennbaren Mehrwer bietet. Eher sollte eine Berufs- und Studienorientierung im Schulgesetz aufgenommen werden, da viele Firmen über Bewerber klagen, die keine klaren Berufsvorstellungen hätten.

Fehlendes Geld drohe jedoch ein Dauerargument für die Stagnation im Bildungswesen zu werden.


Gewinnspiel mit taunus4family - Stipendium für Erzieher aus Migrantenfamilien

Längeres Elterngeld erstmal vom Tisch

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat die geplante Verlängerung der Babypause für Väter gestrichen. Anders als im Koalitionsvertrag vereinbart, wird es eine Ausweitung des Elterngeldes vorerst nicht geben. Geplant war eigentlich, dass Eltern künftig 16 Monate statt bislang 14 Monate von den Zahlungen profitieren können. Gegenwärtig kann ein Elternteil zwölf Monate nach der Geburt eines Kindes mit der Arbeit aussetzen und erhält dafür zwischen 65 und 67 Prozent des Nettoeinkommens vom Staat. Nimmt auch der andere Partner eine Auszeit, wird das Elterngeld zwei weitere Monate finanziert. Laut einer neuen Berechnung des Statistischen Bundesamts steigen fast 24 Prozent aller Väter nach der Geburt eines Babys kurzzeitig aus dem Job aus. In Bayern, Berlin und Sachsen seien es sogar 30 Prozent.

Bereits nach der Sparklausur im vorigen Jahr waren diese Pläne eigentlich zu den Akten gelegt worden. Es gab danach sogar zusätzliche Kürzungen, die Schröder teilweise selbst vorgeschlagen hatte. So wird anders als früher das Elterngeld auf das Arbeitslosengeld II angerechnet und nicht mehr zusätzlich ausgezahlt, der Satz wurde für mittlere Einkommen von 67 auf 65 Prozent des letzten Nettoeinkommens gekürzt und das Elterngeld für ganz Reiche gestrichen. Eine Weiterentwicklung des Elterngeldes sei im Moment aus finanziellen Gründen nicht darstellbar, heißt es. Wenn sich das Wachstum jedoch weiter positiv entwickelt und auch die Steuereinnahmen steigen, stehen die Chancen für eine Ausweitung des Elterngeldes bis 2013 gut. Sicherlich ein Wahlkampfthema für die nächste Runde....


Schlechte Noten - Gutes Geschäft

Mehr Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern

Immer mehr Kinder haben psychische Schwierigkeiten und werden wegen Verhaltensauffälligkeiten ärztlich behandelt. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der jungen Patienten, die nicht wegen einer angeborenen Behinderung behandelt werden, am Sozialpädiatrischen Zentrum in Höchst überproportional gestiegen.

Der Grund für die Zunahme der psychosozialen Störungen wird in den gesellschaftlichen Veränderungen gesehen. Neue Familienstrukturen wie Alleinerziehende, Geschiedene mit geteiltem Sorgerecht und sogenannte Patchworkfamilien belasten die Kinder. Ihnen fehlen häufig klare Strukturen in ihrem Alltag. Aber auch Eltern, die ihren Kindern zu viele Angebote machten oder zu früh zu viel verlangten, förderten deren Entwicklung nicht. Die Aufgabe in der Zukunft sei es, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu unterstützen."Das Sprechen mit den Eltern bringt mehr als unzählige Therapien", so Gehrke, die Leiterin des SPZ in Höchst.


Fachkräftemangel - Duale Ausbildung als Brücke ins Studium

Die im internationalen Leistungsvergleich guten Noten in den Naturwissenschaften ermuntern deutsche Schüler noch lange nicht, ein entsprechendes Studium aufzunehmen. Gerade technisch Hochqualifizierte sucht man auf dem deutschen Arbeitsmarkt oft vergeblich. VDI-Präsident Bruno Braun erklärte, dass damit nicht nur Umsatz und Marktanteil verloren gingen, sondern vor allem Entwicklungspotential.

Unternehmen werden inzwischen immer kreativer, um Schulabgänger den Beruf des Ingenieurs schmackhaft zu machen. Sie sprächen Schüler und Schulen an, finanzierten berufsbegleitende Studien oder böten familienfreundliche Arbeitsplätze. Er wies aber gleichzeitig daraufhin, dass die Schulen den Unterricht stärker auf Technik ausrichten müssten. Was den allgemeinbildenden Schulen nicht gelingt, können offenbar zumindest teilweise die Berufsschulen und die gewerbliche Bildung nachholen. Über die Lehre wird auch vielen Realschülern und Hauptschülern noch der Weg u einem akademischen Abschluss eröffnet. Das sich der Lehre anschließende berufsbegleitende Studium werde in der der Wirtschaft sehr geschätzt und daher immer stärker gefördert. Ein duales Studium integriert eine Berufsausbildung oder eine Berufstätigkeit mit einem Studium. Dieses Konzept kommt vielen zugute. Die Studierenden wenden das Gelernte in der Praxis an und sammeln wertvolle, substantielle Berufserfahrungen. Unternehmen haben über die Studierenden unbürokratischen Zugang zu Hochschulen, zu Forschungsprojekten und neuen Methoden. Und auch die Hochschulen profitieren, denn die Studierenden sind eine Brücke in die Praxis und bringen Fragen aus der Wirtschaft mit – eine Bereicherung für jeden Hochschullehrer. Mehr Info unter: www.studium-ratgeber.de/duales-studium-anlaufstellen.php


Bundeszertifikat für Kindertagespflege

Zwölf neue Tagesmütter und -väter im Main-Taunus-Kreis haben gerade das Bundeszertifikat für Kindertagespflege erhalten. Und sie haben gut zu tun: Die Nachfrage steigt weiter an.

Das Zertifikat des Bundesverbands für Kindertagespflege ist die höchste Ausbildungsstufe, die in diesem Beruf erreicht werden kann. Der Kreis (MTK) bietet seit 2009 diese höchste Qualifizierung der Tagespflege an. Die Trägerschaft hat im vergangenem Jahr die Katholische Familienbildungsstätte Taunus übernommen. Jährlich werden zwei Grundkurse für die Einsteiger und zwei Aufbaukurse für bereits aktive Tagespflegepersonen angeboten. Vermittelt werden pädagogische, psychologische, gesundheitliche und rechtliche Grundkenntnisse sowie erste praktische Erfahrungen. Die Teilnahme ist jeweils kostenlos. Mit ihrer Bereitschaft und ihrem Engagement tragen die Tagespflegemütter/und väter dazu bei, dass Eltern im MTK Familie und Beruf noch besser miteinander vereinen können. Neben dem Bundeszertifikat erhalten qualifizierte Tagespflegepersonen auch mehr Geld. Weitere Infos über Tel. 06192 201 1519.


Gut zu wissen!

Gericht entscheidet über die Schulwahl

Maßstab für die Entscheidung, welchem der beiden Elternteile die alleinige Entscheidungsbefugnis für die Frage des Schulbesuchs übertragen wird, ist das Wohl des Kindes.Besteht ein gemeinsames Sorgerecht der Eltern, müssen Eltern auch nach der Trennung weiterhin gemeinsam Verantwortung für ihre Kinder tragen. Zwar hat derjenige Elternteil, bei dem das Kind lebt, die alleinige Entscheidungsbefugnis in Angelegenheiten des täglichen Lebens. In Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind, müssen die Eltern jedoch weiterhin kooperieren und gemeinsam eine Entscheidung treffen (§ 1687 BGB). Gelingt ihnen das nicht, müssen die Gerichte entscheiden. Zu den Entscheidungen, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind und die die Eltern gemeinsam zu treffen haben, gehören die Wahl des Kindergartens, die Auswahl der Schule und der weiterführenden Schule, die Entscheidung über die Ausbildung und medizinische Maßnahmen, die mit Komplikationen oder Nebenwirkungen verbunden sein können, wie zum Beispiel Operationen oder eine längerfristige medikamentöse Behandlung.


Highlights aus unserem aktuellen taunus4family Terminkalender"

Die Häschenschule", Ausstellung: Vom Ei zum Küken, Idsteiner Hexenmarkt, Großes Familienlesefest in der Fasanerie, Kinderkulturreihe in der Krebsmühle, Insektenführung im Schloss Freudenberg u.v.m.

Mehr dazu unter www.taunus4family.de/termine.html