taunus4family - Das Familienportal aus dem Taunus

Newsletter Juli 2011

In dieser Ausgabe lesen Sie: 

  • Gewinnspiel mit taunus4family
  • Oberschule, Mittelstufenschule oder Stadtteilschule
  • Begrenzte Zulassung der PID
  • Die Angst der Mittelschicht
  • Kampf gegen Kindesmissbrauch - EU-Richtlinie setzt Maßstäbe
  • Woher sollen all die Erzieher kommen?
  • Gut zu wissen!
  • Highlights aus unserem aktuellen taunus4family Terminkalender

Aktuelle Infos für Familien aus dem Taunus

Sollten Sie Kritik oder Anregungen haben, freuen wir uns über ein Feedback. In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß mit Infos aus der Familienpolitik, zu Veranstaltungen für Familien und dem Leben rund um und im Taunus.

Herzliche Grüße,
Eva Tiedke-Trimborn, Herausgeberin

 

Gewinnspiel mit taunus4family - Familienführung mit den Frankfurter Stadtevents

Gewinnspiel mit taunus4family

Frankfurt mit Kinderaugen entdecken und erleben

Mit der Hirschkuh fing alles an. So zumindest erzählt es die Legende. Rund um den Römerberg findet man noch viele andere Tierdarstellungen, die einiges über die Geschichte der Stadt verraten. Da gibt es Fische, Adler, Hunde, Katzen, Ochsen und sogar den einen oder anderen Löwen. Doch warum verzieren diese Tiere das Frankfurter Stadtbild und welche Geschichte haben sie zu erzählen?

Für kleine Frankfurt-Fans gibt es in den zahlreichen Kindertouren vieles zu entdecken. Die Frankfurter Stadtevents und taunus4family laden Euch ein, sich das Angebot näher anzuschauen und mitzumachen!

Die ersten Einsender mit der richtigen Antwort auf unsere Preisfrage erhalten je zwei Freikarten für die nächste Kinderführung am 31. Juli 2011 um 11 Uhr. 


Oberschule, Mittelstufenschule oder Stadtteilschule

In kaum einem anderen Land der Erde ist das Schulsystem so unübersichtlich wie in Deutschland. Insgesamt gibt es in Deutschland 2500 Lehrpläne, rund 100 Schultypen, G8 und G9. Und allein 17 verschiedene Verfahren, um zu testen, wie gut Kinder im Vorschulalter Deutsch sprechen. Es grenzt an ein Wunder, dass überall diesselben Grundrechenarten gelten.

Wenn es nach den Vorstellungen der Bundes-CDU geht soll es demnächst statt Gymnasium, Haupt- und Realschule nur noch Gymnasium und Oberschulen geben. Die hessische Landesregierung aus CDU und FDP hat gerade das Schulgesetz geändert: Sie will das dreigliedrige Schulsystem behalten und künftig zusätzlich Mittelstufenschulen einführen. Hier werden Haupt- und Realschulen zusammengelegt.

Die Debatte um die Hauptschule scheint noch nicht beendet. Das letzte Wort soll der Bundesparteitag im November haben. Mehr Info in der aktuellen Kolumne.


Gewinnspiel mit taunus4family - Begrenzte Zulassung der PID

Begrenzte Zulassung der PID

Der Bundestag beschloss diesen Monat mit einer Mehrheit von 326 zu 260 Stimmen, dass genetische Test an Embryonen in bestimmten Fällen zulässig sind. Paare, die einen Kinderwunsch haben, dürfen die Präimplantationsdiagnostik (PID) zur Auswahl von Embryonen mit Einschränkungen nutzen.

Voraussetzung dafür ist, dass wegen der genetischen Veranlagung der Ei- und Samenzellen spendenden Paare eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine schwerwiegende Erbkrankheit beim Kind oder für eine Tot- oder Fehlgeburt besteht. Damit wird die Untersuchung von Embryonen, die der BGH bereits zugelassen hatte, beschränkt und ein rechtlicher Rahmen vorgegeben. Nunmehr gilt, dass die PID grundsätzlich verboten bleibt und unter den oben genannten Voraussetzungen ausnahmsweise zulässig, wenn die Paare sichvorher beraten haben lassen und eine Ethikkommission der Untersuchung im konkreten Fall zugestimmt hat. Auch darf die PID-Untersuchung nur an medizinischen Zentren mit einer entsprechenden Erlaubnis vorgenommen werden.

Die Zulassung der PID war landesweit heftig und kontrovers diskutiert worden.


Die Angst der Mittelschicht

Die Mitte der Bevölkerung wird in Deutschland nicht nur kleiner, auch die Lebensbedingungen innerhalb der Mittelschicht unterscheiden sich immer stärker. Ihre Probleme sind vielfältig. Unbezahlbare Wohnungen, immer mehr Sparmaßnahmen, fehlende berufliche Perspektiven für Kinder,  die Angst steigere sich, ebenso die Wut. Sie fürchtet sozialen Abstieg, verliert Vertrauen in die Zukunft und sucht, sich von der Unterschicht abzuschirmen. 

In Deutschland stieg die Anzahl der Privatschulen von 1991 bis heute auf fast 3000. Privatschulen liegen stärker im Trend denn je. Und sie boomen nicht nur seit dem Pisa-Schock. 

Gute Schulbildung soll den Kindern beruflichen Erfolg und den sozialen Status sichern. Die Kämpfe in der Verteidigungsfront gegen Abstiege und Abstiegsängste, werden in Mittelschichten vor allem im Feld der Bildung geführt. Und man könne zugespitzt sagen, Bildung ist das Nadelöhr zur Erhaltung der Mittelschicht. Der soziale Klassenkampf werde heute in den Schulen ausgetragen. In Deutschland besuchen rund 650 000 Schüler  Privatschulen. In Hessen sind es so viel Kinder und Jugendliche wie nie zuvor. Derzeit werden rund 42 900 Schüler an den 140 allgemein bildenden Schulen in privater Trägerschaft unterrichtet. Das sind 6,5 Prozent aller hessischen Schüler.

 


Gewinnspiel mit taunus4family - Kampf gegen Kindesmissbrauch

 

Kampf gegen Kindesmissbrauch – EU-Richtlinie setzt Maßstäbe

In der Auseinandersetzung über die Frage beim Kampf gegen Missbrauch von Kindern einigten sich die Mitgliedsstaaten in Brüssel auf verstärkte Präventionsmaßnahmen, vereinheitliche Strafrahmen und eine künftige europäische Vorschrift: Kinderpornographie im Internet ist im Grundsatz zu löschen, entsprechende Internetseiten sollen aber auch gesperrt werden dürfen. Damit bleibt die Entscheidung in den Händen der einzelnen EU-Länder.

Der deutliche Fokus auf das Löschen von Kinderpornographie wird als ein großer Erfolg gewertet. In der Internet-Branche ist das Aus für Netzsperren gegen Kinderpornografie ebenfalls auf große Zustimmung gestoßen. Nun würden kinderpornografische Darstellungen im Netz weltweit direkt an der Quelle gelöscht, statt sie in Deutschland hinter Stoppschildern zu verstecken. Das Argument, dass das Löschen von Bildern auf Servern im Ausland nicht erfolgreich sein könne, sei widerlegt. Inzwischen ist mit Hilfe internationaler Netzwerke von Beschwerdestellen eine Erfolgsquote von mehr als 99 Prozent erreicht worden und damit sei  deutlich gemacht worden, dass "Löschen statt sperren" in der Praxis funktioniere. 

Nach Ansicht der Opposition muss die hessische Landesregierung mehr für die Verbesserung der dringend notwendigen Beratung und Prävention tun.


Woher sollen all die Erzieher kommen?

Die Räume sind längst fertig, offiziell eingeweiht und eröffnet, nur das Personal fehlt. Händeringend suchen Kitas seit Monaten nach Fachkräften. Doch der Markt ist leer gefegt. Und das bekommen besonders schmerzlich die zu spüren, die bei der Bezahlung eine oder zwei Tarifgruppen unter ihren Konkurrenten in der Nachbarschaft liegen. 

Die Katholische Kirche hat es besonders schwer, da die evangelischen Gemeinden ohnehin schon einen etwas besseren Tarif zahlen. Ein bis zwei Tarifgruppen höher – das ist bei einem so geringen Einkommen, wie es Erziehern zugestanden wird, ein handfestes Argument bei der Stellenwahl, zumal es sich die Fachkräfte derzeit aussuchen können, für wen sie arbeiten. Dass die Katholiken es ganz besonders schwer haben auf dem umkämpften Erzieherinnen-Markt, liege allerdings nicht nur am Geld, sondern an den hohen Anforderungen, die die Kirchenleitung vorgibt: Ohne Taufschein geht gar nichts. Falls verheiratet dann bitte kirchlich getraut, nicht geschieden und der Partner muss Christ sein.

Hier stolpert die Kirche über ihre eigenen Ansprüche und Vorschriften.


Gut zu wissen!

Kein Anspruch auf Familienversicherung

Verheiratet Eltern können nicht verlangen, dass ihre Kinder in der kostenlosen Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse versichert werden, wenn ein Elternteil besser verdient und deshalb privat versichert ist. Im Gegensatz zu unverheirateten Paaren müssen sie ihre Kinder immer beim Höher-Verdienenden mitversichern: Das Bundesverfassungsgericht hat bekräftigt, dass die Regelungen über die Familienversicherung Ehepaare insgesamt nicht schlechter stellen als ledige Paare. Letztere könnten zum Beispiel die Krankenkassenbeiträge der Kinder nicht bei der Einkommenssteuer geltend machen.


Highlights aus unserem aktuellen taunus4family Terminkalender"

Sommercafé 2011, Burfestspiele Bad Vilbel, Classic for Kids, Familienmusikal "Mein Freund Wickie", Opernspiele, Kindersommerfest im Tower Café, Volker Rosin Konzer u.v.m.

Mehr dazu unter www.taunus4family.de/termine.html