taunus4family - Das Familienportal aus dem Taunus

Newsletter Januar 2011

In dieser Ausgabe lesen Sie: 

  • Gewinnspiel mit taunus4family
  • Bildungspaket & Co.
  • Die Krippenlüge
  • Weniger Elterngeld aber mit 17 ans Steuer
  • Entwurf für neues Kinderschutzgesetz
  • Immer mit der Ruhe - Ritalin
  • Giftiges Spielzeug
  • Familienfreundlichkeit in Betrieben nimmt zu
  • Gut zu wissen!
  • Highlights aus unserem aktuellen taunus4family Terminkalender

Aktuelle Infos für Familien aus dem Taunus

Sollten Sie Kritik oder Anregungen haben, freuen wir uns über ein Feedback. In diesem Sinne wünschen wir viel Spaß mit Infos aus der Familienpolitik, zu Veranstaltungen für Familien und dem Leben rund um und im Taunus.

Herzliche Grüße,
Eva Tiedke-Trimborn, Herausgeberin

 

Gewinnspiel mit taunus4family - Gutschein für einen Kinderkunstwerkstatt-Kurs

Gewinnspiel mit taunus4family

Buntes Spektrum an Möglichkeiten

Kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche zählt zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Kinderkunstschule in Königstein und taunus4family laden alle Eltern und ihre Kinder ein, ihre Fantasie und Kreativität im künstlerischen Schaffen unter fachlicher Anleitung auszuprobieren und über sich hinauszuwachsen.

Das Angebot bietet ein buntes Spektrum an Möglichkeiten zur eigenen kreativen Entfaltung. Geben Sie Ihren Kindern und sich selbst Zeit zum Malen, Bauen, Erfinden, Comics zeichnen, Töpfern, Tanzen und Theater spielen... Zeit, die Welt in eigenen Formen zu entdecken und mit zu gestalten. Einfach mitmachen und einen Gutschein gewinnen für einen beliebigen Kurs in der Kunstwerkstatt Königstein! Viel Glück!


Die Krippenlüge

Alle ein- bis dreijährigen Kinder haben ab Sommer 2013 Anspruch auf Betreuung in einer Krippe. Doch die deutschen Kommunen verzeichnen 2010 ein Rekorddefizit: Der wirtschaftliche Aufschwung kommt bei ihnen nicht an, die Sozialausgaben steigen. Nimmt man die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden zusammen, ergibt sich für 2010 ein gesamtstaatliches Etatdefizit von 88,75 Milliarden Euro oder 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Das ist aber nur das eine Problem. Das andere sind die Länder. Sie übernahmen das Krippenausbau-Programm zwar in ihre Gesetze, ohne aber entsprechende finanzielle Regelungen für die Kosten aufzustellen, die den Kommunen daraus entstehen. Der Deutsche Städtetag hat errechnet, dass jeden Monat 8000 bis 11.500 neue Plätze entstehen müssten, um das Ziel von 750.000 noch zu erreichen. Und wenn zudem der Anteil der Eltern, die einen Krippenplatz suchen, weiterhin so rasant steigt wie zuletzt, dann könnten wesentlich mehr Plätze nötig sein. Das Deutsche Jugendinstitut hat inzwischen einen Bedarf von 39 Prozent statt der ursprünglichen 35 errechnet. Die knappen Plätze sind so begehrt, dass manche Krippen seitenlange Wartelisten haben. Wer sein Kind nicht für sieben, acht oder zehn Stunden täglich anmeldet, hat da kaum eine Chance. In manchen Städten ist deshalb die Praxis verbreitet, dass Eltern für deutlich mehr Betreuungszeit bezahlen als sie tatsächlich nutzen.


Gewinnspiel mit taunus4family - Bildungspaket fü r Kinder

Bildungspaket für Kinder

Seit letztem Jahr wird in Arbeitsgruppen um einen Kompromiss zum Thema Neuberechnung der Hartz-IV-Regelsätze gerungen. Näher gekommen ist man sich beim geplanten Bildungspaket für Kinder: Der Kreis der Empfänger soll über die Hartz-IV-Familien hinaus auf die Kinder von Wohngeld-Empfängern ausgeweitet werden und somit rund 200.000 mehr Jungen und Mädchen zugute kommen.

Doch das derzeit geplante Paket für Hartz-IV-Empfänger enthält lt. Opposition zu wenig, was den Kindern wirklich nützt. Es verspricht ein kostenloses Mittagessen in der Schule - doch vielerorts gibt es noch immer keine Küche und kein reguläres Programm am Nachmittag. Das Paket enthält Gutscheine für außerschulische Nachhilfestunden - während die Schulen weiterhin zu wenig Förderangebote, Pädagogen und Psychologen haben.

Auch die neuen Ganztagsschulen können ihre Angebote oft nur halbherzig umsetzen, weil ihnen Geld und Personal fehlen. Die Programme am Nachmittag sind oft zu unverbindlich und selten gut mit dem Unterricht am Vormittag verknüpft. Wo "Ganztagsschule" draufsteht, sitzen häufig doch wieder nur Halbtagsschüler drin. Die Schulen auszubauen und zu stärken, dauert seine Zeit und lässt sich nicht auf eine enge Zielgruppe wie die Hartz-IV- und die Wohngeld-Empfänger beschränken. Doch die Krux ist, dass es ja bei Hartz IV um individuelle Ansprüche und Hilfe geht, die sofort spürbar sein soll. Infrastruktur stärken und Leistungen da erbringen, wo die Kinder sind. Die Opposition fordert deshalb, den Lehrern mehr Sozialarbeiter an die Seite zu stellen. Vernünftig wäre es, wenn die Regierung in ihr Bildungspäckchen einen weiteren Gutschein legte: einen Gutschein für ein zweites, echtes Bildungspaket, ein Ganztagsschulpaket. Pack- und Lieferzeit: noch 2011.

Denn gute Bildungspolitik ist die beste Sozialpolitik.


Weniger Elterngeld aber mit 17 ans Steuer

Das vertrauliche Papier trägt den schlichten Titel "Die Grundpfeiler unserer Zukunft stärken" und hat lediglich sieben Seiten. Die aber haben es in sich, denn bis 2014 sollen mehr als 80 Milliarden Euro eingespart werden. Für die Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze hat sie noch nicht die nötige Mehrheit zusammen. Dagegen bekommen Bürger und Unternehmen die Auswirkungen des Sparpaketes zu spüren: Strom und Flugreisen werden teurer, außerdem kürzt der Staat Sozialleistungen wie z.B. das Elterngeld: Der Höchstbetrag soll drastisch gesenkt werden. Bisher beträgt das Elterngeld 67 Prozent des wegfallenden Nettoeinkommens, maximal aber 1800 Euro. Es soll zwar bei den 67 Prozent bleiben. Maximal werden aber künftig nur noch rund 1200 Euro gezahlt. "Dadurch wird nicht nur die zukünftige Finanzierung des Elterngeldes gesichert, sondern vor allem auch die Unterstützung von Erwerbstätigen im unteren und mittleren Einkommensbereich gesichert", lautet die Begründung in dem Papier. Hartz-IV-Empfänger sollen gar kein Elterngeld mehr erhalten (bisher 300 Euro). Alle Änderungen des Sparpaketes können Sie hier nachlesen.

 


Entwurf für Kinderschutzgesetz

Entwurf für neues Kinderschutzgesetz

Lea-Sophie, fünf Jahre alt, verhungerte und verdurstete. Bremen: Die Leiche von Kevin, zwei Jahre alt, wird im Kühlschrank seines Vaters gefunden.... die Liste solcher Geschichten ist lang.

Familienministerin Schröder will den Schutz von Kindern in Deutschland umfassend verbessern. Das Bundeskinderschutzgesetz stärkt dazu alle Akteure: von den Eltern über den Kinderarzt oder die Hebamme bis hin zum Jugendamt oder dem Familiengericht. Schon ganz früh soll begonnen werden, die Kinder zu schützen durch den Einsatz von Familienhebammen. Ärzte sollen keine Probleme wegen Verletzung der Schweigepflicht mehr bekommen können, wenn sie bei Verdacht auf Misshandlung eines Kindes die Behörden alarmieren. Bessere Zusammenarbeit der Jugendämter: Wenn Eltern umziehen, sollen alle Informationen zum dann zuständigen Jugendamt übermittelt werden, damit sie nicht mehr versuchen können, sich der Kontrolle des Amtes zu entziehen. Fachliche Standards werden Pflicht: Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe werden zur Entwicklung, Anwendung und Evaluation fachlicher Standards verpflichtet. Diese Anforderungen werden mit öffentlicher Förderung und Finanzierung freier Träger verknüpft. Erweitertes Führungszeugnis, besserer Schutz: Wer mit jungen Menschen arbeitet, zum Beispiel als Betreuer, trägt eine besondere Verantwortung. Arbeitgeber im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sollen sich künftig noch besser über einschlägige Vorstrafen von Bewerbern und Beschäftigten informieren können. Das Gesetz soll am 1. Januar 2012 in Kraft treten.


Immer mit der Ruhe - Ritalin

Die Kinder können sich kaum konzentrieren, sie kippeln, rutschen vom Stuhl, müssen sich ständig mitteilen und finden sich in ihren Unterrichtsmaterialien nicht zurecht: Wenn ihre Mitschüler schon schreiben, suchen sie noch das richtige Heft. Andere sind aufsässig und halten sich nicht an Regeln, fangen Streit an, schlagen ihre Sitznachbarn oder sogar Lehrer, tyrannisieren Schwächere.

Die Diagnose lautet immer wieder ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitäts-Syndrom). Das Medikament, das oft dagegen verschrieben wird, ist Ritalin. Nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss die Arzneimittelrichtlinie so geändert, dass die Diagnose ADS oder ADHS nicht mehr allein aufgrund einzelner Symptome gestellt werden kann. Nur Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin oder Kinder- und Jugendpsychiatrie dürfen die Kinder quasi zuerst begutachten und gegebenenfalls verhaltenstherapeutisch behandeln. Verschrieben werden darf Ritalin dann auch nur im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie. Bei einer längerfristigen Behandlung mit Ritalin verlangt die neue Richtllinie nun außerdem eine regelmäßige Einnahmepause, um zu überprüfen, ob auf das Medikament verzichtet werden kann. Weitere Info hier.


Giftiges Spielzeug

Giftiges Spielzeug

Egal ob Holzeisenbahn, Plüschtier oder Puppe - mehr als 80 Prozent der getesteten Spielzeuge für unter Dreijährige waren mit gesundheitsgefährdenden Schadstoffen belastet, zwei Drittel davon sogar stark oder sehr stark. In zehn Prozent der Fälle hatte das Spielzeug mechanische Sicherheitsmängel. Auch Markenprodukte wie Brio, Eichhorn, Fisher Price, Sigikid oder Steiff hätten den Test nicht bestanden. Einige der gefundenen Stoffe gelten als krebserregend, andere können Allergien auslösen oder hormonähnliche Wirkungen haben. Bei Einkauf von Spielzeug sei leider auf Prüfsiegel wenig Verlass, sagt die Stiftung Warentest. Alle getesteten Produkte hatten das CE-Zeichen, mit dem der Hersteller angibt, dass alle EU-Richtlinien eingehalten werden. Doch selten wird nachgeprüft, ob dies wirklich stimmt.

Ab dem 20.07.2011 sollen in der Europäischen Union neue Regeln zur Spielzeugsicherheit wirksam werden. Die chemischen Vorgaben werden aber erst 2013 wirksam. Die Länder dringen nun darauf, dass sich die  Bundesregierung auf EU-Ebene dafür stark macht, dass die Anforderungen für Chemikalien nicht erst 2013, sondern sobald wie möglich gelten. Spielzeug wird aber künftig auch sicherer, wenn die Hersteller mehr Verantwortung tragen. Wenn sie ihren Lieferanten genaue Vorgaben machen und sie verstärkt kontrollieren oder aufhören, sich nur am lückenhaften Gesetz festzuhalten.


Familienfreundlichkeit in Betrieben nimmt zu

Flexible Arbeitszeiten, Betriebs-Kindergärten, Stillräume. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird ein zunehmend wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Arbeitgebers, was die Untersuchung "Barometer Familienfreundlichkeit" bei der Befragung von Führungskräften, Beschäftigten und Mitarbeitern von Personalabteilungen ergeben hat. Junge Frauen und Männer wünschten sich vor allem die zeitliche und örtliche Flexibillisierung der Arbeit sowie die Möglichkeit, Freistellungen und Elternzeit in Anspruch nehmen zu können. Gewünscht würden andere Arbeitszeitmodelle, mehr Möglichkeiten für Heim- und Telearbeit sowie Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Es muss nicht immer gleich ein Betriebskindergarten sein, manchmal genüge auch schon mehr Rücksichtsnahme aller Beteiligten oder die Organisation eines Betreuungsnetzwerks für den Nachwuchs von Mitarbeitern.

Von der Politik muss im Gegenzug eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen, wie der Gestaltung der Elternzeit, der flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen und flexibleren Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen kommen. Die Ergebnisse der Studie, die jährlich aktualisiert wird, soll Unternehmen und Politik eine Hilfestellung auf dem Weg zu einer familienfreundlichen Gesellschaft sein.


Gut zu wissen!

Neues Archiv für Familiengeschichten

Seit dem späten 19. Jahrhundert werden alle Neugeborenen, Hochzeiten und Sterbefälle von Staats wegen registriert. 1874 richtete Preußen die ersten Standesämter ein. Zwei Jahre später gab es sie flächendeckend im gesamten Deutschen Reich. Leben, lieben und sterben in Hessen: Die ältesten Unterlagen im mittelhessischen Neustadt sind damit mehr als 130, die jüngsten mindestens 30 Jahre alt.Die Lebensdaten aller Menschen des Landes finden sich künftig auf mehreren hundert Regalmetern. Anfang Januar wurde in Neustadt das Personenstandsarchiv Hessen eröffnet, in dem sämtliche Daten zu Geburten, Hochzeiten und Todesfällen verwahrt werden. Wer etwas über seinen Stammbaum wissen will, kann hier ab sofort Familienforschung betreiben. Früher durften nur direkte Nachkommen oder Ehepartner die Bücher einsehen. Nach einer Gesetzesänderung 2009 können das alle, die einen "wissenschaftlichen Forschungszweck oder andere berechtigte Belange glaubhaft machen". Dann stehen ihnen anderthalb Kilometer voller Familiengeschichten offen.


Highlights aus unserem aktuellen taunus4family Terminkalender

Kasperle im Zauberwald, Kinderkultureihe in der Krebsmühle, Knigge-Kurs für Kinder, Malparty in der Kunstwerkstatt, Zirkus Charles Knie, Oper für Kinder, Familientouren für Groß und Klein u.v.m.

Mehr dazu unter www.taunus4family.de/termine.html