Die Lust am Leben – und was Hormone damit zu tun haben

Das Mobile der Hormone…

 

steuert und beeinflusst unser ganzes Leben, unseren Gehirnstoffwechsel und somit unser allgemeines Wohlbefinden und Denkvermögen, unseren Energiehaushalt, unser Immunsystem und unseren Fettstoffwechsel. Für die zahlreichen Hormone, die unser Körper produziert, sind Tausende von Rezeptoren überall in unserem Körper verteilt. Jede Rezeptorenstelle hat die Fähigkeit, den Stoffwechsel tief greifend zu verändern.

Hormone sind die Regisseure unseres Körpers. Sie können uns auch vor vielen Erkrankungen, wie z.B. Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Osteoporose, Demenz, entzündlichen Gelenkerkrankungen, Diabetes Asthma, Adipositas, Migräne, Fibromyalgie, Arthritis, Krebs, Myome, Zysten, Endometrios, ADHS und anderen Krankheiten schützen. Was die Natur aber ganz sicher eingerichtet hat, dass jede Frau die lange genug lebt, irgendwann in die gefürchteten Wechseljahre kommt. Der weibliche Körper stellt sich um, verabschiedet sich von der Fruchtbarkeit und verursacht damit ein gewisses Hormonchaos. Familie, (Ehe-)Partner und das Umfeld leiden meist mit.

 

Was ist mit der Menopause?

Wechseljahre läuten nicht das Ende der Weiblichkeit ein, lösen aber bei vielen Frauen Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Melancholie, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung, unerklärliche Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, plötzlichen Angstzuständen, Schwindel, Schlafstörungen, Herzrasen, Schweißausbrüchen, Brustspannen, Libidomangel, Haarausfall, Gelenkbeschwerden, häufigen Infekten und schmerzhaften, starken oder unregelmäßigen Regelblutungen. Jede zehnte Frau unterzieht sich deswegen einer standardisierten konventionellen Hormon Ersatz= Replacement Therapie „HRT“, wenn ihr Körper die Östrogenproduktion herunterfährt.

So wie Akupunktur, Homöopathie, Meditation und andere Konzepte mittlerweile von der Bevölkerung akzeptiert werden, ist jedoch auch die jahrzehntelang verschriebene Hormonersatztherapie, die weitaus mehr Nebenwirkungen als gesundheitliche Vorteile mit sich bringt, in den letzten Jahren in die Kritik gekommen. Allgemein bekannt ist , dass künstliche Hormone zu Thrombosen, Zellwachstum, Krebserkrankungen und Schlaganfall führen können. Das beruht zumal auf dem Unvermögen des Körpers, diese Hormone zu erkennen, zu verarbeiten und auszuscheiden.

 

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Herkömmliche Therapieansätze

Bei Therapiebeginn wird keine Hormonbestimmungen bei der Frau durchgeführt. Alle Patientinnen erhalten die gleiche (hohe) Medikation (Dosis) und es werden synthetische Hormone verabreicht.

Haben sie sich noch nie gefragt, warum bei Frauenärzten normalerweise so gut wie nie der Spiegel der Hormone gemessen wird, aber dennoch den meisten Patientinnen die gleichen Hormone verordnet werden? Das ist fast so ähnlich, wie allen Diabetikern (Zuckerkranken) die gleiche Insulindosis zu geben – ohne vorherige Messung! Der Hormonspiegel jedes Menschen ist jedoch einzigartig, es gibt keine Standarddosis, die immer und für jeden Patienten passt.

 

Unterschied zwischen bioidentischen und synthetischen Hormonen

Bei synthetischen Hormonen handelt sich um veränderte hormonähnliche Substanzen bzw. Medikamente mit Hormonwirkung. Sie unterscheiden sich biochemisch zwar nur gering von den körpereigenen Hormonen, aber diese kleinsten Veränderungen sind entscheidend dafür, dass sie keine „Generalschlüssel“ mehr sind.

 

Hormone ja – aber bitte bioidentisch!

Bioidentischen Hormone werden aus natürlichen Produkten gewonnen, meistens aus Soja oder einem Extrakt der Yamswurzel, und im Labor hergestellt. Sie entsprechen jedoch in ihrer chemischen Struktur zu 100% den körpereigenen Hormonen. Bioidentisch bedeutet, dass seine biochemische Struktur identisch ist mit dem biologischen Original des Hormons in unserem Körper. Hormone arbeiten nach dem „Schlüssel-Schloss-Prinzip“, d.h. das Hormon – der Schlüssel – passt exakt in die richtige Andockstelle (= Rezeptor) im Körper – dem Schloss – um die biologisch richtigen Funktionen auszulösen. Sie haben in der richtigen Darreichungsform – begleitet mit einem erfahrenen Ärzt(in)/Heilpraktiker(in) – praktisch keine Nebenwirkungen. Bioidentische Hormone werden nur so viel wie nötig und solange wie nötig gegeben.

Die Messung des Hormon-Blutspiegels ist über eine Blutentnahme möglich oder über die Diagnostik im  Speichel. Im Speichel liegen die Hormone in freier aktiver Form vor. Im Blut dagegen sind sie an Trägereiweiße gekoppelt.

 

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Warum ist die Therapie mit bioidentischen Hormonen eher unbekannt?

Seit mehr als fünfzig Jahren sind naturidentische Hormone erhältlich. Dass die Behandlung mit natürlichen, naturidentischen Hormonen so wenig bekannt ist, liegt an mehreren Gründen:

  • Im Studium, in der Ausbildung und auch in anschließenden Weiterbildungen erfahren Ärzte/Ärztinnen nur wenig über die Naturheilkunde und die Therapie mit bioidentischen Hormonen.
  • Am wirtschaftlichen Interesse der Pharmaindustrie. Alles, was in der Natur vorkommt, kann und darf nicht patentiert werden und ist damit für diesen Industriezweig uninteressant. Also werden die Stoffe, die in der Natur vorkommen, im Labor der Pharmaindustrie so künstlich zu synthetischen Hormonen verändert. Nur so können sie patentiert und mit großem Gewinn als synthetische Hormone vermarktet werden.

 

Die bioidentische Methode nach Rimkus

Der deutsche Gynäkologe Dr. med. Volker Rimkus aus Frankfurt hat sich fast 30 Jahren intensiv mit der Therapie mit natürlichen Hormonen beschäftigt. Seine Methode, die sogenannte Rimkus®Methode ist von den Ergebnissen am überzeugendsten und beruht auf der Messung des Hormonspiegels im Blut.

Zur Therapie werden schwerpunktmässig individuell hergestellte Kapseln mit naturidentischen Hormonen (=Rimkus®Kapseln) auf ärztliches Rezept in speziell qualifizierten Apotheken angefertigt. Die Dosierung wird laufend überprüft (alle 3–6 Monate) und den Blutwerten entsprechend angepasst.

 

Warum sind natürliche Hormone verschreibungspflichtig?

Natürliche Hormone sind sehr wirkungsvolle Botenstoffe und können bereits mit kleinsten Dosierungen große Wirkungen hervorrufen. Deswegen sind sie apotheken- und verschreibungspflichtig. Die Verschreibung ist ausschließlich dem Arzt vorbehalten. Patienten können auf der Therapeutenliste des Hormon-Netzwerkes Behandler finden, die qualifiziert nach der Rimkus®Methode behandeln.

 

Alles, was gegen die Natur sei, habe auf Dauer keinen Bestand – sagte schon Charles Darwin, Vater der Evolutionsthearie.

Es ist eine wichtige Überlegung, wie wir uns entscheiden älter zu werden und welche vorsorgende und fürsorgliche Maßnahme wir ergreifen wollen. Die bioidentische Hormonersatztherapie stellt hier einen wichtigen und guten Baustein dar.

 

 

Dr. med. Michaela Ludwig

 

In Zusammenarbeit mit Dr. med. Michaela Ludwig
Fachärztin für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Homöopathie

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