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Weihnachts-Kehraus: nach der Landung

Geschrieben am Samstag den 31. Dezember 2011 um 08:59 von Hans-Peter

Wir schreiben den zweiten Weihnachtsfeiertag 2011, die Nerven sind aufgezehrt und die Teilnehmer des Wahnsinns dem eigenen Zermürbungskrieg zum Opfer gefallen. Erstes spürbares Anzeichen: Schlaf bis 8 Uhr morgens, völlig unüblich.

Meine beste Ehefrau von allen muss jetzt das Geld für die schon verschenkten Gaben einsammeln gehen und hat um 9 Uhr in der Früh einen Auftrag zu bearbeiten. Die zwei Kleinen motiviere ich mühselig mit etwas Ritterburg und dem Versprechen, nach dem Spaziergang zum Teich, Enten füttern, einen Film schauen zu dürfen. Die zweitälteste Tochter verschwindet vor Einbruch der Arbeit schnell zu einer Freundin und wird den größten Teil des restlichen Tages nicht mehr gesehen.

Am Teich sind selbst die Enten weihnachtsmüde, scheinbar von gestern noch überfüttert, fehlt nur noch, dass sie Kiel-oben treiben. Das bewerfen mit Brotstücken beeindruckt sie jedenfalls nicht. Auch nicht, dass meine Kleinste, die gerade „stubenrein“ erzogen wird, heulend vor ihnen in ihre Strumpfhose pieselt. Meine Frage, warum sie nichts sagt, führt zu einer Art Treibjagd für das Wild im Wald um uns herum, jedenfalls ist das Geheul ähnlich eines Halali und weithin hörbar. Und wenig tröstbar, jedenfalls nicht bei 8°C an einem zweiten Weihnachtsfeiertag.

Zu Hause bemalen wir noch schnell die Christbaum-Kugeln, die ich als Bastelsatz letztes Jahr der zweitältesten Tochter geschenkt hatte und diese jetzt den Kleinen zu Weihnachten. Immerhin, nicht direkt in die Tonne geworfen. Danach reinigen wir die Kleinen und alles, was sie berührt haben. Jetzt noch ein Reste-Essen, wir haben noch für eine Kompanie Raclette-Mampf übrig. Meine Androhung, aus dem dann noch verbleibenden Rest einen Auflauf zu machen, führt bei meiner renitenten Mitbewohnerin zu nacktem Ekel, und der Spruch „die Kinder in Afrika wären froh …“ zieht sowieso nicht mehr (tat er das damals eigentlich?)

Später werden wir noch einen Weihnachtsfilm genießen. Egal, wie dämlich der ist und ob er von sprechenden Elchen ohne jeden sinnvollen Inhalt handelt, Hauptsache, die Kinder sind EINMAL am Tag für eine Weile ruhig.

Und morgen gibt es einen Auflauf – er ist schon vorbereitet …

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