<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Zum Thema Familienpolitik &#8211; taunus4family</title>
	<atom:link href="https://www.taunus4family.de/aktuell/familienpolitik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.taunus4family.de/aktuell/familienpolitik/</link>
	<description>Ihr Familienportal für die Taunus-Region</description>
	<lastBuildDate>Wed, 24 Jun 2026 07:48:32 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Social Media: Warum Politik und EU die Verantwortung nicht länger abwälzen dürfen</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/social-media-warum-politik-und-eu-die-verantwortung-nicht-laenger-abwaelzen-duerfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 16:36:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=54399</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kinder schützen statt Eltern belehren? TikTok, Instagram, Snapchat und Co. gehören für viele Kinder und Jugendliche längst zum Alltag. Gleichzeitig warnen Experten vor Suchtmechanismen, Cybermobbing, problematischen Inhalten und dem enormen Einfluss der Algorithmen …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/social-media-warum-politik-und-eu-die-verantwortung-nicht-laenger-abwaelzen-duerfen/">Social Media: Warum Politik und EU die Verantwortung nicht länger abwälzen dürfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Kinder schützen statt Eltern belehren?</h2>
<p>TikTok, Instagram, Snapchat und Co. gehören für viele Kinder und Jugendliche längst zum Alltag. Gleichzeitig warnen Experten vor Suchtmechanismen, Cybermobbing, problematischen Inhalten und dem enormen Einfluss der Algorithmen auf junge Menschen. Doch während die deutschen Kultusminister vor allem auf Aufklärung, Medienbildung und die Verantwortung der Eltern setzen, gehen andere Länder von Australien, Kanada bis Frankreich, Dänemark, Norwegen usw. inzwischen deutlich weiter und sprechen Social-Media-Verbote aus. Die entscheidende Frage lautet: Welcher Weg ist der richtige? Und ist diese Debatte nicht eher eine Scheindebatte? Die Mehrheit der Deutschen befürwortet ein Verbot sozialer Medien für Minderjährige.</p>
<h2>Die EU verschärft die Regeln &#8211; aber ohne echte Verbote</h2>
<p>Mit dem Digital Services Act (DSA) hat die Europäische Union große Plattformen verpflichtet, Minderjährige besser zu schützen. Personalisierte Werbung für Kinder soll eingeschränkt, Privatsphäre-Einstellungen verbessert und Risiken für junge Nutzer reduziert werden.</p>
<p>Was jedoch ausbleibt, sind klare Verbote besonders problematischer Funktionen. Endlos-Scrollen, Likes als Belohnungssystem, algorithmische Feeds und Push-Benachrichtigungen gehören weiterhin zum Geschäftsmodell vieler Plattformen. Genau diese Mechanismen sorgen aber dafür, dass Kinder möglichst lange online bleiben.</p>
<h2>Deutschland setzt auf Medienkompetenz</h2>
<p>In Deutschland liegt der Fokus derzeit auf Medienbildung. Kinder sollen lernen, soziale Medien kritisch zu nutzen. Schulen sollen digitale Kompetenzen vermitteln, Eltern stärker eingebunden werden.</p>
<p>Das klingt sinnvoll &#8211; und ist es grundsätzlich auch.</p>
<p>Doch viele Familien fragen sich: Warum sollen ausgerechnet Eltern und Lehrkräfte die Folgen eines Systems auffangen, das von milliardenschweren Technologiekonzernen entwickelt wurde, um Aufmerksamkeit möglichst lange zu binden?</p>
<p>Ein Zehjähriger muss schließlich auch nicht erst lernen, wie er sich gegen gefährliche Verkehrssituationen schützt &#8211; dafür gibt es Ampeln, Zebrastreifen und Tempolimits.</p>
<h2>Die Verantwortung liegt nicht nur am Küchentisch</h2>
<p>Natürlich brauchen Kinder Orientierung, Regeln und Begleitung. Doch kein Verkehrsminister würde allein auf Verkehrserziehung setzen und gleichzeitig auf Ampeln, Tempolimits oder Sicherheitsgurte verzichten.</p>
<p>Genau das passiert jedoch häufig bei sozialen Medien: Die Politik erklärt Eltern, wie sie ihre Kinder schützen sollen, während Plattformen weiterhin von möglichst langen Nutzungszeiten profitieren.</p>
<p>Viele Fachleute fordern deshalb deutlich strengere Vorgaben:</p>
<p>* wirksame Alterskontrollen,<br />
* automatische Schutzmodi für Minderjährige,<br />
* Einschränkungen von Suchtmechanismen,<br />
* mehr Transparenz bei Algorithmen,<br />
* und empfindliche Strafen bei Verstößen.</p>
<h2>Wer spricht für die Kinder?</h2>
<p>Die aktuelle Debatte um Social-Media-Verbote wirft eine weitere Frage auf: Welche Lobby haben eigentlich die betroffenen Kinder und Jugendlichen?</p>
<p>Die meisten geplanten Altersbeschränkungen richten sich an junge Menschen zwischen etwa 10 und 16 Jahren. Eine Altersgruppe, die weder wählen darf noch über eine starke politische Interessenvertretung verfügt. Während Politiker (die Social Media auch aktiv nutzen!) Wirtschaftsverbände, Unternehmen oder Seniorenorganisationen ihre Anliegen aktiv in politische Prozesse einbringen können, fehlt Kindern häufig eine vergleichbar starke Stimme.</p>
<h2>Medienbildung ist wichtig &#8211; aber kein Ersatz für Schutz</h2>
<p>Kinder brauchen digitale Kompetenzen. Sie müssen lernen, Chancen und Risiken sozialer Medien einzuordnen. Das steht außer Frage.</p>
<p>Doch Medienbildung allein kann kein Ersatz für wirksame Schutzmaßnahmen sein. Ein Zehnjähriger sollte nicht erst lernen müssen, wie er sich gegen manipulative Algeorithmen wehrt, die selbst viele Erwachsene kaum durchschauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Unser Fazit</strong></p>
<p>Die EU und Deutschland haben das Problem erkannt und erste Schritte eingeleitet. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass Politik und Gesellschaft derzeit vor allem auf Unterricht, Aufklärung und die Verantwortung der Eltern setzen. Das ist wichtig &#8211; aber nicht ausreichend!</p>
<p>Wenn Kinder im digitalen Raum wirksam geschützt werden sollen, müssen die Plattformen selbst stärker in die Pflicht genommen werden. Denn Kinderschutz darf nicht allein Aufgabe von Familien und Schulen sein, sondern muss dort beginnen, wo die Risiken entstehen: bei den Geschäftsmodellen der Social-Media-Konzerne.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/social-media-warum-politik-und-eu-die-verantwortung-nicht-laenger-abwaelzen-duerfen/">Social Media: Warum Politik und EU die Verantwortung nicht länger abwälzen dürfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie Kinder sicher durch die Social-Media-Welt begleitet werden können</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/wie-kinder-sicher-durch-die-social-media-welt-begleitet-werden-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Dec 2025 06:05:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=52846</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es gibt zahlreiche gewichtige Gründe, die Nutzung sozialer Medien bei Kindern und Jugendlichen kritisch zu begrenzen. Dazu zählen nachweisliche Beeinträchtigungen der Konzentrationsfähigkeit, die frühe Konfrontation mit Gewalt- und Pornografieinhalten, Cybermobbing sowie die digitale …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/wie-kinder-sicher-durch-die-social-media-welt-begleitet-werden-koennen/">Wie Kinder sicher durch die Social-Media-Welt begleitet werden können</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="0" data-end="80">Es gibt zahlreiche gewichtige Gründe, die Nutzung sozialer Medien bei Kindern und Jugendlichen kritisch zu begrenzen. Dazu zählen nachweisliche Beeinträchtigungen der Konzentrationsfähigkeit, die frühe Konfrontation mit Gewalt- und Pornografieinhalten, Cybermobbing sowie die digitale Anbahnung sexuellen Missbrauchs. Insbesondere junge Mädchen geraten unter massiven Druck durch idealisierte Körperbilder, während Jungen sich häufig kaum von digitalen Spielen lösen können. Wie ausgeprägt die Abhängigkeit ist, zeigt sich oft erst, wenn digitale Geräte zeitweise entzogen werden: Viele Kinder reagieren darauf mit Unruhe, Aggression oder Hilflosigkeit – ein Leben ohne permanente digitale Zugänge ist für sie kaum vorstellbar.</p>
<h3 data-start="0" data-end="80">Jugendschutz oder Verbot? Wie Kinder online wirklich geschützt werden können</h3>
<p data-start="82" data-end="489">Wenn es um Kinder und Social Media geht, wird die Diskussion schnell emotional. Viele Eltern wünschen sich klare Regeln &#8211; manche sogar ein komplettes Verbot. Die Sorgen sind berechtigt: Kinder und Jugendliche stoßen online immer häufiger auf Inhalte, die sie überfordern, verängstigen oder nachhaltig schädigen können. Doch die Frage bleibt: Ist ein pauschales Social-Media-Verbot wirklich die beste Lösung?</p>
<h3 data-start="491" data-end="532">Warum der Handlungsbedarf so groß ist</h3>
<p data-start="534" data-end="1090">Die digitale Welt hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Frei zugängliche Pornografie, extremistische Inhalte, Gewaltverherrlichung oder problematische Körperbilder sind nur wenige Klicks entfernt. Die Zahl der problematischen Online-Fälle ist laut Aufsichtsgremien stark gestiegen &#8211; und mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz nimmt nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Missbrauchs weiter zu. Kinder geraten oft ungewollt in diese Inhalte hinein. Medienkompetenz allein reicht hier nicht aus, vor allem bei jüngeren Kindern.</p>
<h3 data-start="1092" data-end="1165">Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag: Verantwortung neu verteilt</h3>
<p data-start="1167" data-end="1649">Mit der Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags wurde in Deutschland ein wichtiger Schritt getan. Statt Verbote in den Mittelpunkt zu stellen, setzt die Reform auf wirksame Schutzmechanismen und klare Pflichten für Plattformanbieter. Altersverifizierungs- und Alterseinschätzungssysteme sollen sicherstellen, dass Kinder nur altersgerechte Inhalte sehen. Plattformen, die sich dem entziehen, können künftig auch finanziell unter Druck geraten &#8211; etwa über Zahlungsdienste.</p>
<p data-start="1651" data-end="1861">Für Eltern bedeutet das mehr Unterstützung im Alltag: Schutz-Einstellungen sollen zentral über Betriebssysteme von Smartphones oder Spielekonsolen steuerbar sein, ohne mühsames Durchklicken jeder einzelnen App.</p>
<h3 data-start="1863" data-end="1913">Blick nach Australien: Social Media erst ab 16</h3>
<p data-start="1915" data-end="2394">International wird das Thema noch grundsätzlicher diskutiert. In Australien ist kürzlich ein Social-Media-&#8218;Verbot&#8216; für unter 16-Jährige in Kraft getreten &#8211; mit breiter Zustimmung in der Bevölkerung. Jugendliche unter 16 dürfen keine eigenen Konten mehr auf zehn großen Plattformen besitzen, zu denen Instagram, Tiktok, Facebook, Youtube, X und andere gehören. Das zeigt, wie groß der Wunsch nach klaren Grenzen ist. Gleichzeitig macht das Beispiel deutlich: Ein Verbot allein löst die strukturellen Probleme nicht. Inhalte verschwinden dadurch nicht, Verantwortung wird nicht automatisch übernommen &#8211; und Jugendliche finden oft Umgehungswege.</p>
<h3 data-start="2396" data-end="2442">Verbot oder Schutz? Eine ehrliche Abwägung</h3>
<p data-start="2444" data-end="2843">Pauschale Verbote können kurzfristig entlasten und ein Gefühl von Sicherheit geben. Langfristig greifen sie jedoch zu kurz und gehen oft an der Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen vorbei. Sie entlasten vor allem die Plattformen, statt sie in die Pflicht zu nehmen. Wirklicher Schutz entsteht dort, wo Verantwortung übernommen wird &#8211; von Anbietern, Gesetzgebern und Erwachsenen gleichermaßen.</p>
<h3 data-start="2845" data-end="2877">Was Kinder wirklich brauchen</h3>
<p data-start="2879" data-end="3249">Ein moderner Jugendschutz setzt auf mehrere Bausteine: klare Regeln für Plattformen, technische Schutzmechanismen, klare Regeln für den Schulaltagg, einfache Steuerungsmöglichkeiten für Eltern und begleitende Medienbildung. Kinder sollen am digitalen Leben teilhaben können, ohne dabei Schaden zu nehmen. Dafür braucht es keine einfache „Alles-oder-nichts“-Lösung, sondern kluge, durchsetzbare Maßnahmen.</p>
<p data-start="3251" data-end="3480" data-is-last-node="" data-is-only-node=""><strong>Für Familien heißt das: nicht blind verbieten, aber auch nicht wegsehen. Sondern gemeinsam daran arbeiten, digitale Räume sicherer zu machen &#8211; damit Kinder geschützt aufwachsen und trotzdem Teil der digitalen Welt bleiben können.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/wie-kinder-sicher-durch-die-social-media-welt-begleitet-werden-koennen/">Wie Kinder sicher durch die Social-Media-Welt begleitet werden können</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Japan als Familie entdecken – zwischen Tradition und modernem Stadtleben</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/japan-als-familie-entdecken-zwischen-tradition-und-modernem-stadtleben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 17:19:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=52752</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es beginnt oft schon im Flugzeug, wenn die Kinder mit großen Augen aus dem Fenster schauen und man selbst spürt, dass diesmal etwas ganz Besonderes bevorsteht. Eine Reise nach Japan fühlt sich an …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/japan-als-familie-entdecken-zwischen-tradition-und-modernem-stadtleben/">Japan als Familie entdecken – zwischen Tradition und modernem Stadtleben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es beginnt oft schon im Flugzeug, wenn die Kinder mit großen Augen aus dem Fenster schauen und man selbst spürt, dass diesmal etwas ganz Besonderes bevorsteht. Eine Reise nach Japan fühlt sich an wie das Betreten einer neuen Welt &#8211; eine Welt, in der Neonlichter mit jahrhundertealten Tempeln koexistieren, in der höfliche Gesten den Alltag prägen und in der jede Mahlzeit zu einem kleinen Fest wird.<br />
<br data-start="680" data-end="683" />Wenn man dann mit der Familie durch Tokios leuchtende Straßen geht, in einem stillen Tempel dem Rascheln der Bambusblätter lauscht oder gemeinsam die erste echte Schüssel Ramen probiert, wird klar: Japan hat die einzigartige Fähigkeit, Generationen zu verbinden. Es ist ein Land, das staunen lässt, das inspiriert und das Familien zusammen noch ein Stück näher bringt. Genau deshalb ist eine Japanreise mit Kindern nicht nur ein Urlaub &#8211; sondern eine Erinnerung fürs Leben.</p>
<h2 data-start="1163" data-end="1257"><strong data-start="1165" data-end="1257">Japan mit Kindern entdecken – Ein Reiseerlebnis voller Kultur, Natur und Familienmomente</strong></h2>
<p data-start="1259" data-end="1699">Japan fasziniert Familien mit seiner Mischung aus alter Kultur, modernem Lebensstil und herzlicher Gastfreundschaft. Eine Reise hierher mit Kindern eröffnet eine Welt voller Kontraste: leuchtende Städte, ruhige Tempel, köstliches Essen und Erlebnisse, die Groß und Klein miteinander verbinden. Familien, die Abenteuer lieben und kulturelle Eindrücke schätzen, finden in Japan die perfekte Kombination aus Lernen, Spaß und neuen Erfahrungen.</p>
<h2><strong data-start="1704" data-end="1748">Eine Japanreise, die Familien begeistert</strong></h2>
<p data-start="1750" data-end="2427">Eine <a href="https://www.djoser.de/familienreisen/japan/" target="_blank" rel="noopener">Japan Reise mit Kindern</a> bietet die Möglichkeit, die Höhepunkte dieses außergewöhnlichen Landes auf entspannte und abwechslungsreiche Weise zu erleben. Die klassische Route führt von Tokio über Kyoto bis nach Osaka &#8211; ergänzt durch Tagesausflüge nach Kamakura, Kawaguchiko und Nara. Unterwegs übernachten Familien in komfortablen, kinderfreundlichen Unterkünften, darunter auch eine Nacht in einem traditionellen Ryokan, das einen authentischen Einblick in die japanische Lebensweise bietet. Dank des hervorragend organisierten Bahnnetzes lassen sich die Distanzen mühelos bewältigen, und jede Station öffnet ein neues Kapitel voller Kultur, Natur und Familienaktivitäten.</p>
<h2 data-start="2429" data-end="2479"><strong data-start="2432" data-end="2479">Tokio &#8211; wo Tradition auf Technologie trifft</strong></h2>
<p data-start="2481" data-end="3169">Tokio ist der ideale Startpunkt für Familien. Die Stadt pulsiert vor Energie und bleibt dabei erstaunlich geordnet, sicher und kinderfreundlich. Jedes Viertel erzählt eine eigene Geschichte: In Harajuku erlebt man farbenfrohe Mode und kreative Shops, während Akihabara mit Elektronik, Anime und Videospielen Kinderherzen höher schlagen lässt.<br data-start="2823" data-end="2826" />Ein besonderes Highlight ist der Tsukiji-Fischmarkt. Zu sehen, wie Sushi zubereitet wird oder wie beeindruckend große Thunfische verarbeitet werden, bleibt Kindern lange im Gedächtnis. Gleichzeitig bietet Tokio unzählige Parks, interaktive Museen und ruhige Schreine, die zeigen, wie eng Natur und Tradition in Japan miteinander verwoben sind.</p>
<h2 data-start="3171" data-end="3225"><strong data-start="3174" data-end="3225">Kyoto – Geschichte, Ruhe und zeitlose Schönheit</strong></h2>
<p data-start="3227" data-end="3775">Nach Tokios lebendigem Trubel bietet Kyoto eine wohltuende Balance. Die Stadt gilt mit ihren tausenden Tempeln, Schreinen, Bambuswäldern und Gärten als das Herz des traditionellen Japans. Besonders der Arashiyama-Bambuswald begeistert Kinder &#8211; die hohen grünen Säulen wirken fast wie ein magischer Ort.<br data-start="3529" data-end="3532" />Beim Spaziergang durch enge Gassen mit Teehäusern, Steinlaternen und kleinen Geschäften scheint die Zeit langsamer zu fließen. Kyoto verbindet modernen Komfort mit jahrhundertealter Schönheit und hinterlässt bei Familien einen tiefen Eindruck.</p>
<h2 data-start="3777" data-end="3820"><strong data-start="3780" data-end="3820">Japanische Alpen &amp; ländlicher Charme</strong></h2>
<p data-start="3822" data-end="4440">Abseits der großen Städte öffnen die japanischen Alpen ein Fenster in das ruhige Landleben. Orte wie Takayama mit ihren traditionellen Holzhäusern, kleinen Märkten und Berglandschaften zeigen Kindern eine komplett andere Seite Japans. Zwischen Bergen, Spazierwegen und klarer Luft können Familien durchatmen und die Natur auf eine entspannte Weise erleben.<br data-start="4178" data-end="4181" />Die Route führt oft weiter nach Hiroshima &#8211; ein wichtiger Ort, der älteren Kindern Geschichte sensibel und eindrucksvoll näherbringt. Im Süden präsentieren Nagasaki und Fukuoka eine weitere Facette des Landes, geprägt von Kreativität, Kultur und Gemeinschaft.</p>
<h2 data-start="4442" data-end="4503"><strong data-start="4445" data-end="4503">Kulinarische Erlebnisse für kleine und große Entdecker</strong></h2>
<p data-start="4505" data-end="5000">Japans Küche ist ein Erlebnis für den Geschmackssinn und oft überraschend kinderfreundlich. Nudeln, Reisgerichte, Sushi, gegrilltes Fleisch, Tempura oder Udon &#8211; die Vielfalt macht es leicht, etwas Passendes zu finden. Ein besonderer Teil der Reise ist das gemeinsame Probieren: kleine Restaurants, offene Küchen und die Möglichkeit, beim Zubereiten zuzusehen oder sogar selbst Sushi zu rollen. Besonders Tokio bietet unzählige kulinarische Orte, die Essen zu einem spannenden Abenteuer machen.</p>
<h2 data-start="5002" data-end="5042">Fazit &#8211; Eine Reise, die verbindet</h2>
<p data-start="5044" data-end="5626">Das Reisen mit Kindern in Japan ist überraschend unkompliziert. Züge sind sauber, schnell und zuverlässig, Bahnhöfe hervorragend organisiert. Dadurch wird jede Etappe entspannt und angenehm &#8211; selbst lange Distanzen fühlen sich leicht an.<br data-start="5281" data-end="5284" />Parks und Gärten bieten ideale Pausen vom Sightseeing. Sie sind sichere, ruhige Orte zum Spazieren, Entdecken und Kraftschöpfen. Genau diese Mischung aus Kultur, Natur und Organisation macht Japan zu einem idealen Reiseziel für Familien. Hier entstehen Momente, die bleiben &#8211; und Erinnerungen, die eine ganze Familie ein Leben lang begleiten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/japan-als-familie-entdecken-zwischen-tradition-und-modernem-stadtleben/">Japan als Familie entdecken – zwischen Tradition und modernem Stadtleben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>App ‚freii‘ hilft Jugendlichen und Eltern, Medien bewusster zu nutzen</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/app-freii-hilft-jugendlichen-und-eltern-medien-bewusster-zu-nutzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2025 18:39:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=52069</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele Jugendliche in Deutschland verbringen im Schnitt rund sieben Stunden pro Tag vor Bildschirmen. Die neue Web-App „freii“ setzt genau hier an: In einer 21-tägigen Challenge können Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern ihr …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/app-freii-hilft-jugendlichen-und-eltern-medien-bewusster-zu-nutzen/">App ‚freii‘ hilft Jugendlichen und Eltern, Medien bewusster zu nutzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Jugendliche in Deutschland verbringen im Schnitt rund sieben Stunden pro Tag vor Bildschirmen. Die neue Web-App „freii“ setzt genau hier an: In einer 21-tägigen Challenge können Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern ihr Nutzungsverhalten reflektieren. Ziel ist es, den Umgang mit digitalen Medien wie TikTok oder Instagram bewusster zu gestalten und die Bildschirmzeit in ein gesundes Verhältnis zur übrigen Freizeit zu bringen.</p>
<h2><strong>Was ist <em>freii</em>?</strong></h2>
<ul>
<li><em>freii</em> ist eine Web-App des Zentrums für Suchtprävention <strong>Villa Schöpflin</strong> (Lörrach), entwickelt zur Unterstützung von Kindern/Jugendlichen und ihren Familien im bewussteren Umgang mit digitalen Medien.</li>
<li>Zielgruppe sind Jugendliche zwischen <strong>ca. 11-15 Jahren</strong> (Klasse 6-8 bzw. später Klasse 7-8), sowie <strong>Eltern und andere Erziehende</strong>.</li>
</ul>
<h2><strong> </strong><strong>Was macht <em>freii</em> / wie funktioniert die App?</strong></h2>
<ul>
<li>Die App kombiniert <strong>Wissensvermittlung</strong>, <strong>Selbstreflexion</strong> und <strong>praktische Aufgaben / Challenges</strong>, also nicht bloß Theorie, sondern mit aktiven Elementen.</li>
<li>Jugendliche können einen von mehreren „Guides“ (virtuelle Begleiter) wählen, die sie durch das Programm führen.</li>
<li>Es gibt tägliche Aufgaben (Challenges), die allein oder mit anderen bewältigt werden können. Ziel ist, ein ausgewogeneres Mediennutzungsverhalten zu fördern.</li>
<li>Für Eltern/Erziehende gibt es einen separaten Bereich mit Infos und Tipps zur Medienerziehung.</li>
</ul>
<h2><strong>Wo steht das Projekt aktuell?</strong></h2>
<ul>
<li><em>freii</em> ist noch <strong>in der Entwicklungs-/Evaluationsphase</strong>. Es wird geprüft, wie gut es angenommen wird und wie praktikabel die Umsetzung ist.</li>
<li>Es wurde eine <strong>Machbarkeitsstudie</strong> durchgeführt, unter anderem in mehreren Bundesländern: Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Chancen und mögliche Herausforderungen</strong></h2>
<p><strong>Chancen:</strong></p>
<ul>
<li>Jugendliche erhalten spielerisch und niedrigschwellig Zugang zu Wissen über Mediennutzung und mögliche Risiken.</li>
<li>Eltern bekommen Unterstützung und Tools, um das Gespräch über Mediennutzung in der Familie zu führen.</li>
<li>Der präventive Ansatz kann helfen, Online-Zeit bewusster zu gestalten und problematische Nutzung früh zu erkennen.</li>
</ul>
<p><strong>Herausforderungen:</strong></p>
<ul>
<li>Ob die Jugendlichen und Eltern motiviert bleiben, das Ganze durchzuhalten (Challenge-Formate brauchen kontinuierliche Teilnahme).</li>
<li>Unterschiedliche Ausgangsbedingungen: Zugang zu Geräten, unterschiedliche Medienkompetenz in Familien.</li>
<li>Wie stark der Effekt tatsächlich sein wird — darauf richtet sich die Evaluation.</li>
<li>Datenschutz, technische Zugänglichkeit, Barrierefreiheit könnten relevant sein.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die App wurde wissenschaftlich begleitet und ihr Nutzen im Rahmen einer vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Studie untersucht. Ab dem 22. September steht eine öffentliche Betaversion bereit, die bereits vollständig nutzbar ist. Bei Bedarf können die Entwickler bei technischen Problemen noch nachbessern, erklärt Projektleiter Daniel Ott. Mit „freii“ soll ein praxisnaher Beitrag zu mehr digitaler Balance entstehen – nicht belehrend, sondern mit alltagstauglichen Impulsen für Familien und Schulen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/app-freii-hilft-jugendlichen-und-eltern-medien-bewusster-zu-nutzen/">App ‚freii‘ hilft Jugendlichen und Eltern, Medien bewusster zu nutzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Richtungswechsel beim Social Media Konsum für Kinder?</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/richtungswechsel-beim-social-media-konsum-fuer-kinder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2025 09:01:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=51728</guid>

					<description><![CDATA[<p>Forscher fordern strengere Regeln für Social Media Nervosität, Schlafprobleme, Suchtgefahr – Social-Media-Plattformen können die Psyche junger Menschen belasten. Zwar ist der direkte Beweis für Ursache und Wirkung noch nicht erbracht, doch Wissenschaftler warnen …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/richtungswechsel-beim-social-media-konsum-fuer-kinder/">Richtungswechsel beim Social Media Konsum für Kinder?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-start="71" data-end="127"><strong data-start="71" data-end="125">Forscher fordern strengere Regeln für Social Media</strong></h2>
<p data-start="129" data-end="603">Nervosität, Schlafprobleme, Suchtgefahr – Social-Media-Plattformen können die Psyche junger Menschen belasten. Zwar ist der direkte Beweis für Ursache und Wirkung noch nicht erbracht, doch Wissenschaftler warnen vor möglichen irreversiblen Schäden und fordern schnelles Handeln nach dem Vorsorgeprinzip. Das würde bedeuten, dass Plattformen wie TikTok, Instagram oder Telegram Altersgrenzen konsequent durchsetzen, personalisierte Werbung für Minderjährige stoppen und Funktionen einschränken, die suchtähnliches Verhalten fördern. Die Autoren betonen, dass soziale Medien auch positive Effekte haben können, etwa für politische Teilhabe oder die Vernetzung marginalisierter Gruppen. Deshalb setzen sie auf eine Doppelstrategie: Risiken minimieren, Chancen erhalten.</p>
<h2 data-start="173" data-end="527">Jugend ohne Likes und Follower</h2>
<p data-start="173" data-end="527">Während in Deutschland noch über Altersgrenzen für soziale Medien gestritten wird, macht Australien Nägel mit Köpfen: Ab 10. Dezember dürfen Jugendliche unter 16 Jahren keine Social-Media-Konten mehr haben – auch Plattformen wie YouTube sind betroffen. Verstöße durch Anbieter wie TikTok können mit Strafen von bis zu 28 Millionen Euro geahndet werden.</p>
<p data-start="529" data-end="995">Vorreiter ist die renommierte Hale School in Perth. Dort sind Smartphones bereits für Schüler bis zur 7. Klasse verboten – auch außerhalb des Schulgeländes, freiwillig unterstützt von den Eltern. Stattdessen nutzen die Schüler „Dumbphones“, einfache Tastenhandys ohne Internetzugang. Ziel ist es, Kinder vor den negativen Folgen von Social Media wie Mobbing, ungeeigneten Inhalten und Abhängigkeit zu schützen und ihre zwischenmenschliche Kommunikation zu fördern.</p>
<p data-start="997" data-end="1298">Die Maßnahme findet bei den Eltern breite Zustimmung: 93 % befürworten eine Ausweitung des Verbots auf höhere Klassen. Der Schulleiter bezeichnet es nicht als Einschränkung, sondern als „Aufschub“: Die digitale Welt laufe nicht weg, aber Kindheit brauche Zeit ohne ständige Online-Präsenz.</p>
<p data-start="1300" data-end="1597">Trotz hoher Zustimmung in Australien und Deutschland gibt es auch Skepsis, ob sich solche Verbote technisch lückenlos durchsetzen lassen. Doch in Perth zeigt sich: Mit klaren Regeln und Unterstützung der Eltern kann es gelingen, Kindern ein weitgehend bildschirmfreies Aufwachsen zu ermöglichen.</p>
<h2 class="p1"><span class="s1">Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche</span></h2>
<p data-start="417" data-end="754">Die Forscher der <span class="s1">Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina haben zentrale Empfehlungen an die Politik: Sie </span>schlagen ein Mindestalter von 13 Jahren vor. Bis 15 Jahren soll eine Nutzung nur mit elterlicher Zustimmung möglich sein. Für unter 16-Jährige empfehlen sie Einschränkungen wie kein Livestreaming, keine Pushnachrichten, keine endlosen Feeds und nur altersgerechte Inhalte. Zudem fordern sie ein Smartphone-Verbot an Schulen bis zur 10. Klasse, mehr digitale Bildung, Aufklärungskampagnen und eine bessere Altersverifikation – etwa über das geplante EU-Digital-Identitätswallet. Ziel ist, Risiken zu senken, ohne die positiven Seiten digitaler Teilhabe zu verlieren.</p>
<p class="p1"><span class="s1">❌ Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">👨‍👩‍👧 Nutzung durch 13- bis 15-Jährige nur mit gesetzlich geregelter elterlicher Zustimmung</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">🔁 Altersabhängige Einschränkung suchterzeugender Funktionen (z. B. Endlos-Scrollen) </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">📇 Einführung der EUDI-Wallet als datenschutzkonformer Altersnachweis</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">📵 Smartphone Verbot an Schulen bis einschließlich Klasse 10</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">🧠 Digitaler Bildungskanon in Kitas und Schulen</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span><span class="s1">👉 Das Diskussionspapier „Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ ist <a href="https://lnkd.in/dXBJyAU2" target="_blank" rel="noopener">𝗵𝗶𝗲𝗿</a> verfügbar: </span></p>
<h2>Mutprobe für die Politik: Kinder schützen, Konzernen trotzen</h2>
<p>Fast alle Schulen (ca. 94 %) haben eigene Regeln: In Hessen und einigen anderen Bundesländern gilt ab dem Schuljahr 2025/26: Grundsätzliches Handy- und Smartwatch-Verbot auf dem Schulgelände. Lehrkräfte dürfen Ausnahmen machen, z. B. für den Unterricht. Für die Bundesregierung ist dies ein seltener Moment, um den Schutz junger Menschen im Netz entscheidend voranzubringen – mit dem Rückhalt der Wissenschaft und einem klaren Fahrplan. Doch der Gegenwind wird heftig sein: Die großen Plattformen leben davon, Nutzerprofile zu sammeln, Aufmerksamkeit zu fesseln und diese in Werbegeld zu verwandeln. Wer an diesem Fundament der „Aufmerksamkeitsökonomie“ rüttelt, greift ins Herz ihres Geschäftsmodells. Dass die Tech-Eliten enge Drähte bis ins Weiße Haus pflegen, macht die Auseinandersetzung nicht leichter. Aber wer jetzt zurückweicht, signalisiert: Die Interessen der Konzerne wiegen schwerer als das Wohl einer ganzen Generation.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/richtungswechsel-beim-social-media-konsum-fuer-kinder/">Richtungswechsel beim Social Media Konsum für Kinder?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitale Medien im Unterricht – Fluch oder Segen?</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/digitale-medien-im-unterricht-fluch-oder-segen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2025 16:16:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=50439</guid>

					<description><![CDATA[<p>Meine Kinder verbringen Stunden vor ihrem Smartphone, in Social Media, beim Chatten oder beim Scrollen durch Newsfeeds. Vielleicht überlegen sie manchmal, ihre Bildschirmzeit zu reduzieren, doch schon der Gedanke daran, offline zu sein, …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/digitale-medien-im-unterricht-fluch-oder-segen/">Digitale Medien im Unterricht – Fluch oder Segen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Kinder verbringen Stunden vor ihrem Smartphone, in Social Media, beim Chatten oder beim Scrollen durch Newsfeeds. Vielleicht überlegen sie manchmal, ihre Bildschirmzeit zu reduzieren, doch schon der Gedanke daran, offline zu sein, löst Stress aus. Denn die digitale Welt bietet so unzählige Möglichkeiten: Wir können uns vernetzen, informieren und unterhalten&#8230;</p>
<p>Obwohl die Digitalisierung des Schulunterrichts in Deutschland in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht hat und die Geräte auch in den Schulen omnipräsent sind, gibt es derzeit Tendenzen, diesen Prozess zu überdenken oder anzupassen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Im Augenblick gibt es jedoch noch keine einheitlichen Regelungen – jede Schule entscheidet selbst über den Umgang mit Smartphones und Smartwatches.</p>
<h2>Lernhilfe oder Lernfalle?</h2>
<p>Bildungsvergleichsstudien werfen Zweifel an der Effektivität digitaler Unterrichtsmedien auf. Ein wenig beachteter OECD-Bericht aus Mai 2024, basierend auf PISA-Daten, zeigt: Während der gezielte Einsatz digitaler Medien den Lernerfolg leicht fördern kann, ist ihr Ablenkungspotenzial erheblich. Besonders auffällig: Je intensiver Schüler digitale Geräte außerhalb des Unterrichts nutzen, desto schlechter schneiden sie ab. Fast könnte man meinen, die Bildungsprobleme ließen sich durch schlichtes Abschalten der Bildschirme lösen.</p>
<p>Digitale Endgeräte sind weder per se gut noch schlecht – ihre Lernwirksamkeit hängt vom gezielten Einsatz ab. Klar, die Zeiten haben sich geändert, aber die Entwicklungsschritte der Kinder nicht. Bei Kindern im Grundschulalter haben andere Sachen Vorrang, zum Beispiel Persönlichkeitsentwicklung. Forschung zeigt, dass Tablets Lehr- und Lernprozesse unterstützen können, insbesondere dort, wo analoge Medien keine Alternative bieten. Lernplattformen erleichtern Diagnostik und individuelle Förderung, und Medienkompetenz lässt sich nur durch praktische Anwendung vermitteln. Smartphones können zwar ebenfalls für Lernzwecke genutzt werden, doch in der Verbotsdebatte geht es um die negativen Auswirkungen exzessiver Nutzung, insbesondere durch übermäßigen Medienkonsum und virtuelle soziale Interaktionen. Diese können die Gesundheit belasten und den schulischen Bildungsauftrag beeinträchtigen.</p>
<h2>Ab wann ist das erste Handy sinnvoll?</h2>
<p>Pädagogische Fachleute empfehlen, dass der geeignete Zeitpunkt für die Anschaffung eines Smartphones dann erreicht ist, wenn das Kind über die nötige Reife für einen verantwortungsbewussten Umgang mit diesem Gerät verfügt. Dabei sollten individuelle Faktoren wie der Schulweg, die Selbstständigkeit und die Medienkompetenz berücksichtigt werden. Zudem ist es wichtig, dass das Kind die Risiken des Internets versteht und weiß, wie es sich davor schützen kann. Diese Reife erreichen die meisten Kinder in der Regel im Alter von etwa 12 Jahren. Für jüngere Kinder kann ein einfaches „Notfallhandy“ nützlich sein, etwa für den Schulweg. Medienkompetenz sollte früh gefördert werden – doch das erste Handy hat im Klassenzimmer nichts zu suchen.</p>
<h2>In solchen Fällen bleibt als letzte Konsequenz nur der Entzug der Geräte</h2>
<p>Es ist unbestritten, dass Medienkonsum und digitale Kommunikation im Unterricht nichts zu suchen haben. Die Realität sieht jedoch anders aus: Da Filme und Musik während des Unterrichts schwer konsumierbar sind, nutzen Schüler ihre Handys vor allem für Spiele und soziale Medien wie WhatsApp, Instagram oder TikTok, um mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen erhält täglich über 200 Nachrichten – über 50 davon während der Schulzeit, wenn auch nicht immer direkt im Unterricht. Immerhin schaltet rund die Hälfte ihr Handy während der Stunde aus. Doch reicht das aus, oder ist ein generelles Verbot notwendig?</p>
<p>Wenn Kinder und Jugendliche nicht erkennen, dass unterrichtsfremdes Spielen den Lernprozess stört, bleibt als letzte Konsequenz nur der Entzug der Geräte – eine naheliegende Maßnahme. Wer das vermeiden möchte, kann auf andere erzieherische Mittel setzen, etwa Ermahnungen, schriftliche Verweise, temporären Unterrichtsausschluss oder Gespräche mit den Erziehungsberechtigten.</p>
<h2><strong>Menschen sind keine Multitasking-Wunder</strong></h2>
<p>Viele Handynutzer unterschätzen, wie sehr ihre Aufmerksamkeit leidet, wenn sie mehrere Dinge gleichzeitig tun – ein Irrglaube, der auf dem Mythos des Multitaskings beruht. Der Zürcher Neuropsychologe Lutz Jähnke bringt es auf den Punkt: Menschen sind schlicht nicht dafür gemacht, mehrere anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen. Social Media neben dem Unterricht zu nutzen, ist daher eine Illusion.</p>
<p>Jugendliche suchen sich permanent Nischen, um evtl. Verbote zu umgehen. Ein weiteres Problem ist der Missbrauch digitaler Geräte zum Schummeln. Mit einer ChatGPT-Plus-Lizenz für 20 Dollar im Monat und einem schnellen Blick unter die Schulbank lassen sich mühelos Antworten auf jede Lehrerfrage abrufen.</p>
<h2>Länder im Vergleich</h2>
<p>In einigen europäischen Ländern haben sie der UNESCO Empfehlung Tagen folgen lassen. Die Niederlande hat Mobiltelefone vollständig von den Schulhöfen verbannt. Frankreich und Italien verfolgen schon seit Jahren eine restriktive Politik. In Ländern, in denen Handys grundsätzlich verboten sind, entfällt das Problem der unerlaubten Nutzung. <strong>Das Land Hessen und Baden-Württemberg ändern ihr Schulgesetz und möchten einheitliche Regeln zu Mobiltelefonen, Smartwatches und anderen digitalen Geräten an den Schulen einführen. Der Gesetzentwurf schließt die private Nutzung von Smartphones in Grundschulen aus. In weiterführenden Schulen kann die Nutzung für bestimmte Jahrgangsstufen, Zeiten oder Räume durch die Schulordnung erlaubt werden.</strong></p>
<p>In Australien hingegen dürfen Jugendliche ihre Geräte behalten, jedoch soll der Zugang zu Social Media für Unter-16-Jährige gesperrt werden. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt bei den Plattformbetreibern, die gleichzeitig Maßnahmen gegen das Suchtpotenzial ergreifen sollen – eine Herausforderung, da ihr Geschäftsmodell auf Belohnung und Nutzerbindung basiert. Der US-Gesundheitsdienst forderte 2024 Warnhinweise, da soziale Medien psychische Schäden bei Jugendlichen verursachen können. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass die Trump-Administration diesen Vorschlag unterstützt.</p>
<h2>Ohne Handy steigen das allgemeine Wohlbefinden und die sozialen Fähigkeiten</h2>
<p data-start="0" data-end="378">Schulen haben die Möglichkeit, die Nutzung von Handys auf dem Schulgelände zu untersagen. Studien zeigen, dass Smartphones ablenken, das soziale Miteinander beeinträchtigen und Mobbing begünstigen können. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für Suchtverhalten sowie psychische Probleme wie Angststörungen, Depressionen und Essstörungen, insbesondere bei Mädchen in der Pubertät.</p>
<p data-start="380" data-end="702">Für leistungsschwächere Schüler kann ein Handyverbot zu besseren Lernerfolgen führen. Untersuchungen belegen zudem, dass eine Reduzierung virtueller Sozialkontakte das Wohlbefinden und soziale Verhalten positiv beeinflusst. Ein solches Verbot kann daher aus kinder- und jugendschutzrechtlicher Perspektive sinnvoll sein.</p>
<p data-start="704" data-end="1052" data-is-last-node="" data-is-only-node="">Allerdings sollten Schulen eine ausgewogene Lösung finden und die Schulgemeinschaft – einschließlich Schülervertretungen und Eltern – in den Entscheidungsprozess einbinden. Zentral geregelte Verbote können zwar Lehrkräfte entlasten, aber auch das Gefühl von Autonomie und Selbstbestimmung einschränken und in der Praxis schwerer durchzusetzen sein.</p>
<h2 data-start="704" data-end="1052">Sich selbst kritisch hinterfragen</h2>
<p>Das zentrale Ziel der Schule ist der Unterricht – doch dieser läuft nicht immer reibungslos. Laut dem Schulbarometer der Bosch-Stiftung berichten vier von fünf Schülern von häufigen Unterrichtsstörungen, während zwei von fünf angeben, nicht ausreichend unterstützt zu werden. Diese beiden Aspekte sind entscheidend für die Unterrichtsqualität und sollten im Fokus stehen, anstatt Debatten über Verbote zu dominieren. Ohne eine gesellschaftliche Einigung führt die Diskussion über Medienkonsum außerhalb des Unterrichts nur zu Unsicherheit. Um erfolgreich zu lernen, müssen sich Schüler auf den Unterricht konzentrieren – und Handys haben darin keinen Platz.</p>
<p>Gleichzeitig sollten wir unser eigenes Verhalten reflektieren: Oft liegt das Handy während des gemeinsamen Abendessens neben dem Teller, und selbst im Bundestag sind viele Abgeordnete online, während ein Redner spricht. Der kanadische Psychologe Albert Bandura bewies bereits vor 60 Jahren, wie stark Menschen durch Vorbilder lernen – das Medienverhalten unserer Kinder ist ein klassisches Beispiel dafür.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>FAZIT</p>
<p>Uneinheitliche Regelungen können Verwirrung und Ungerechtigkeiten verursachen. Ohne klare Leitlinien fehlt vielen Schulen die nötige Orientierung. Ein möglicher Kompromiss wäre eine bundesweite Mindestregelung, die grundlegende Prinzipien wie ein Handyverbot im Unterricht, aber eine erlaubte Nutzung in den Pausen festlegt. Gleichzeitig könnten Schulen weiterhin individuelle Anpassungen vornehmen.</p>
<p>Ein Verbot ersetzt jedoch nie die Medienbildung. Nicht das Smartphone an sich ist gut oder schlecht, entscheidend ist, wie es genutzt wird!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/digitale-medien-im-unterricht-fluch-oder-segen/">Digitale Medien im Unterricht – Fluch oder Segen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Trend: Vom Regulierungsbedarf zum Handyverbot</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/trend-vom-regulierungsbedarf-zum-handyverbot/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 10:25:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=49840</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie ferngesteuert verbringen sie Stunden damit, auf ihren Smartphones zu wischen, zu scrollen und zu tippen&#8230; Die Diskussion über ein mögliches Handyverbot in Schulen und Kitas bleibt ein kontroverses Thema. Obwohl Bund und …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/trend-vom-regulierungsbedarf-zum-handyverbot/">Trend: Vom Regulierungsbedarf zum Handyverbot</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Wie ferngesteuert verbringen sie Stunden damit, auf ihren Smartphones zu wischen, zu scrollen und zu tippen&#8230;</h3>
<p>Die Diskussion über ein mögliches Handyverbot in Schulen und Kitas bleibt ein kontroverses Thema. Obwohl Bund und Länder seit 2019 im Rahmen des inzwischen ausgelaufenen Digitalpakts Schule erheblich in die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen investiert haben, zeigen aktuelle Ergebnisse, dass die digitalen Kompetenzen vieler Achtklässler in Deutschland im Vergleich zu vor zehn Jahren deutlich abgenommen haben. Viele Schüler beherrschen lediglich grundlegende Bedienungen wie Klicken und Wischen.</p>
<p>Lehrer, Erzieher und Psychologen äußern eindringliche Warnungen vor den negativen Auswirkungen sozialer Medien auf die kindliche Entwicklung und sprechen sich auch deshalb für ein Handyverbot in Schulen und Kitas aus. Ist das übertrieben?</p>
<p>Nein, denn immer mehr Länder ergreifen Maßnahmen, um die Handynutzung in Schulen einzuschränken. Viele Pädagogen und Eltern plädieren für klare Regeln im Umgang mit Smartphones und Smartwatches in Bildungseinrichtungen.</p>
<h2>Irland und Australien</h2>
<p>In Irland hat eine ganze Stadt getestet, welche Auswirkungen der freiwillige Verzicht auf Smartphones bis zur siebten Klasse hat. Die Ergebnisse zeigen positive Effekte auf das Wohlbefinden und das Sozialverhalten der Schüler. Studien belegen zudem, dass ein Handyverbot in Schulen den Lernerfolg steigern kann, insbesondere bei leistungsschwächeren Schülern. Darüber hinaus bewegen sich Kinder in den Pausen mehr, die soziale Interaktion nimmt zu, und Cybermobbing wird reduziert. Diese Entwicklungen liefern überzeugende Argumente dafür, Smartphones und andere Geräte aus Schulen und Kitas fernzuhalten.</p>
<p>Australien plant ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren, mit Ausnahmen für Bildungsangebote und Messenger-Dienste wie WhatsApp und Facebook sowie YouTube. Laut Kommunikationsministerin Michelle Rowland beruht der Gesetzesvorschlag auf alarmierenden Erkenntnissen: Ein Drittel der 14- bis 17-Jährigen habe nachweislich schädliche oder traumatisierende Inhalte konsumiert, darunter Videos von tödlichen Unfällen, Suiziden und Gewaltverherrlichung. Kinder seien zudem auf sozialen Plattformen sexueller Belästigung ausgesetzt, litten unter starken Aufmerksamkeitsdefiziten und würden durch manipulierte Bilder, die sie bloßstellen, erpresst.</p>
<p>Die von wenig reflektierten Influencern verbreiteten Schönheitsideale und Verschwörungstheorien treffen auf eine ohnehin fragile Psyche und führen zu verzerrtem Selbstbild, Magersucht und Desinformation. Cybermobbing-Fälle endeten teils tragisch mit Suiziden. Unterrichtseinheiten zur Medienkompetenz könnten allein keinen ausreichenden Schutz bieten, so Rowland.</p>
<p><strong><br />
Auch in Deutschland wird intensiv darüber diskutiert, wie Kinder und Jugendliche in einer zunehmend digitalen Welt aufwachsen sollten.</strong></p>
<h2>Studien zeigen alarmierende Folgen</h2>
<p>Die negativen Auswirkungen übermäßigen Handykonsums sind durch zahlreiche Studien gut belegt. Kinder- und Jugendpsychiater weisen darauf hin, dass persönliche Krisen junger Menschen oft im Zusammenhang mit der Nutzung sozialer Medien stehen. Plattformen wie TikTok und Instagram werden ein hohes Suchtpotenzial zugeschrieben, da sie gezielt darauf ausgelegt sind, Nutzer möglichst lange an die Geräte zu binden.<br />
Darüber hinaus zeigen Studien Zusammenhänge zwischen intensivem Handykonsum und psychischen Belastungen wie Angststörungen, Depressionen und Essstörungen. Eine unkontrollierte Nutzung führt zudem zu Zielkonflikten im Alltag, beispielsweise beim Erledigen von Hausaufgaben oder in Bezug auf geregelte Schlafenszeiten.</p>
<h2>Das Ende der Kindheit</h2>
<p>Die Situation ist alarmierend: Viele Jugendliche verbringen stundenlang wie hypnotisiert mit Wischen, Scrollen und Tippen auf ihren Smartphones. Laut der aktuellen Postbank-Digitalstudie verbringen deutsche Jugendliche durchschnittlich 71 Stunden pro Woche im Internet. Davon entfallen lediglich vier Stunden auf bildungs- und schulbezogene Aktivitäten. Doch was passiert in den verbleibenden 67 Stunden?</p>
<h2>Argumente gegen ein Handyverbot</h2>
<p>Auch hier gibt es entschiedene Gegner eines Handyverbots. Sie verweisen auf die potenziell emanzipatorische Kraft sozialer Medien: Kinder, die im realen Leben keine Freunde finden, könnten über Social Media Gleichgesinnte oder Selbsthilfegruppen entdecken. Zudem bieten Plattformen wie TikTok oder YouTube nützliche Inhalte wie Bastelanleitungen oder Mathe-Tutorials.</p>
<p>Nikita White von Amnesty International, eine Gegnerin des Verbots, unterstreicht die Bedeutung eines „Gefühls der Zugehörigkeit“ und argumentiert, dass Kinder ein Recht darauf hätten, sich „online auszudrücken und Informationen zu suchen“. Doch warum sollte ein zehnjähriges Kind das Bedürfnis oder gar das Recht haben, sich in sozialen Medien auszudrücken?</p>
<h2>Argumente für ein Handyverbot</h2>
<p>Was die „Informationen“ betrifft: Australien verbietet weder Computer noch den Zugang zu Wikipedia oder die Nutzung von Suchmaschinen gemeinsam mit den Eltern. Es gibt also keinen Grund zur Sorge, dass australische Kinder plötzlich ihre Zeit mit dem Schnitzen von Holzfiguren verbringen, während Gleichaltrige in anderen Ländern durch die digitale Welt mit grenzenlosem Wissen versorgt werden.<br />
Im übrigen können Lerninhalte genauso gut über die Accounts der Eltern zugänglich gemacht werden, sodass dies kein zwingendes Argument für Social-Media-Zugänge für Kinder unter 16 Jahren ist. Ebenso ist es fragwürdig, Kinder mit sozialen Problemen auf Internetplattformen zu verweisen, damit sie sich dort in einem Paralleluniversum aus Avataren und Gleichgesinnten verlieren. Ein solches Szenario ist kaum eine nachhaltige Lösung.</p>
<p>Schon Grundschüler sind in Chatgruppen aktiv – Mobbing inklusive. So tauschte eine Gruppe von zwölf Berliner Zehnjährigen an einem einzigen Nachmittag und bis tief in die Nacht rund 500 Nachrichten aus. Darunter fanden sich KI-generierte Reels von Krokodilen, süßen Katzen und sogar tödlichen Autounfällen. Das wird als „Teilhabe“ bezeichnet – aber woran genau? Wie eine Autorin der „taz“ treffend schrieb, empfinden viele Social-Media-Nutzer das Gefühl eines „Brain Rot“ – eines geistigen Verfalls, verursacht durch endlose Feeds und perfekt abgestimmte Algorithmen, die den Verstand langsam zersetzen.</p>
<h2>Mehrheit für ein Handyverbot</h2>
<p>In Deutschland befürwortet Umfragen zufolge eine große Mehrheit ein Social-Media-Verbot: 82 Prozent sind der Meinung, dass Medien einen negativen Einfluss auf Kinder und Jugendliche haben. Wäre ein Verbot umsetzbar? Gesichtserkennung und eine automatisierte Profilauswertung könnten bei der Durchsetzung helfen.</p>
<p>Viele Schulen haben in ihren Schulordnungen bereits Regelungen eingeführt, die einem Handyverbot nahekommen. Doch es ist bekannt, wie schwierig und zeitaufwendig die Durchsetzung solcher Regeln oft ist. Ein allgemeines, gesetzlich verankertes Handyverbot an Schulen und Kitas würde Lehrern und Erziehern ermöglichen, sich bei Konflikten mit uneinsichtigen Schülern oder Eltern auf klare gesetzliche Vorgaben zu berufen. Dies könnte so manche Diskussion vereinfachen oder ganz vermeiden.</p>
<h2>Kultusministerien beraten</h2>
<p>Nach dem Vorschlag des hessischen Kultusministers Armin Schwarz (CDU), die Handynutzung an Schulen einheitlich zu regeln – sei es auf Landes- oder Bundesebene –, hat sich die Kultusministerkonferenz kürzlich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Schwarz strebt ein Smartphone-Verbot an Grundschulen an und fordert klare, altersgerechte Richtlinien für die Nutzung in der Sekundarstufe I und II. Auch in Kitas, insbesondere in solchen mit angeschlossenem Hort für Grundschulkinder, wird über den angemessenen Umgang mit Smartwatches, Smartphones und GPS-Trackern diskutiert, mit denen Eltern ihre Kinder orten können.</p>
<h2>Leben, Realität und die Interessen der Konzerne</h2>
<p>In Brüssel wird derzeit über die Festschreibung eines „Rechts auf analoges Leben“ diskutiert. Ist der immense Gruppendruck, den soziale Medien unter Kindern erzeugen, wirklich ein Argument dafür, sie frühzeitig in die digitale Welt einzuführen? Oder sollte daraus nicht vielmehr der Schluss gezogen werden, dass Staat, Schulen und Eltern umso entschlossener handeln müssen, um die damit verbundenen Gefahren abzuwenden?</p>
<p>Digitalkonzerne profitieren von dieser frühen Gewöhnung an ihre Plattformen und Technologien. Sie fördern eine Vernetzung, die suggeriert, dass eine Rückkehr ins prädigitale Zeitalter unmöglich sei. Doch allein die Existenz der digitalen Welt bedeutet nicht, dass man in jedem Alter und in jeder Form an ihr teilhaben muss. Ein bewusster und kontrollierter Umgang ist durchaus möglich – und notwendig.</p>
<h2>Digitalkompetenz ohne Social Media</h2>
<p>Kindern kann Digitalkompetenz vermittelt werden, ohne dass sie selbst aktiv in sozialen Medien vertreten sein müssen – ähnlich wie sie bereits früh über die Gefahren von Alkohol aufgeklärt werden, lange bevor sie ihn konsumieren dürfen.</p>
<p>Die Digitalkonzerne verfolgen jedoch ein anderes Ziel: Sie wollen ihre Produkte so tief in den Alltag, die Körper und die Psyche ihrer Nutzer integrieren, dass sie als untrennbarer Bestandteil des modernen Menschen erscheinen. Doch wenn die Zahlen der Postbank-Studie – durchschnittlich zehn Stunden Internetnutzung pro Tag – auch nur annähernd zutreffen, bleibt wenig Raum für Erfahrungen in einer Realität ohne permanente digitale Einbettung. Wenn Zehnjährige nicht lernen, dass ein echtes Gespräch mehr ist als ein Chat, ein Kompliment mehr als ein Like, Spielen sich vom Gaming unterscheidet und die Realität weit über die Summe aller Reels hinausgeht, könnten entscheidende Kindheitserfahrungen unwiederbringlich verloren gehen.</p>
<h2>Überlegungen zur Social-Media-Nutzung unter Sechzehn</h2>
<p>Stichhaltige Argumente für eine Social-Media-Präsenz von Kindern unter sechzehn sind abgesehen von der Feststellung, dass „es eben so ist“, nur schwer zu finden. Die Tatsache, dass Kinder trotz eines Verbots bei Freunden ins Netz gelangen könnten, taugt ebenso wenig als Gegenargument, wie die Möglichkeit, zu Hause Alkohol zu konsumieren, ein Alkoholverbot für Jugendliche infrage stellt.</p>
<p>Es führt kein Weg an der grundlegenden Diskussion vorbei, welche Werte und Erfahrungen eine gute Kindheit ausmachen und welche Gefahren ihr entgegenstehen – losgelöst von den Interessen der Plattformbetreiber.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren und das Fernhalten solcher Geräte aus Lernorten wären ein klares politisches und pädagogisches Signal.<strong> Ziel sollte es sein, dass wir die Kontrolle über soziale Medien behalten – und nicht die sozialen Medien über unsere Kinder. </strong>Ein möglicher Ansatzpunkt im deutschen Recht ist der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Deutschland sollte sich nicht verschließen, sondern dieser internationalen Bewegung folgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/trend-vom-regulierungsbedarf-zum-handyverbot/">Trend: Vom Regulierungsbedarf zum Handyverbot</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Startkapital für jedes Kind: Für mehr Finanzbildung</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/startkapital-fuer-jedes-kind-fuer-mehr-finanzbildung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Nov 2024 06:37:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=49372</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ab dem sechsten Lebensjahr sollen Kinder monatlich Fondsanteile im Wert von zehn Euro erhalten &#8211; so der Vorschlag. Bis zum 18. Geburtstag würde sich ein staatlich finanziertes Startkapital von 1560 Euro ansammeln. Bei …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/startkapital-fuer-jedes-kind-fuer-mehr-finanzbildung/">Startkapital für jedes Kind: Für mehr Finanzbildung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab dem sechsten Lebensjahr sollen Kinder monatlich Fondsanteile im Wert von zehn Euro erhalten &#8211; so der Vorschlag. Bis zum 18. Geburtstag würde sich ein staatlich finanziertes Startkapital von 1560 Euro ansammeln. Bei einer angenommenen durchschnittlichen jährlichen Rendite von vier Prozent könnte dieser Betrag bis zum 18. Lebensjahr auf etwa 2000 Euro anwachsen. Mit Erreichen der Volljährigkeit hätten die Jugendlichen dann die freie Verfügung über dieses Geld ohne Zweckbindung.</p>
<p><strong>Lohnt sich diese Förderung tatsächlich?</strong></p>
<p>Knapp die Hälfte des Vermögens in Deutschland wird nach wie vor konservativ in Sparbüchern oder auf Tagesgeldkonten angelegt – oder bleibt ungenutzt. Der Anteil des Kapitals, das an der Börse investiert wird, liegt hierzulande bei lediglich 27 Prozent, was nur halb so viel ist wie in den USA und auch im Vergleich zu vielen anderen Ländern deutlich zurückfällt. Investitionen in Aktien und Anleihen wären entscheidend für eine solide private Altersvorsorge. Doch vielen Deutschen fehlt es nicht nur an der Bereitschaft, sondern auch am Verständnis der Chancen und Risiken des Kapitalmarktes.</p>
<p>Eine solide Finanzbildung befähigt Menschen dazu, informierte Entscheidungen über ihre Finanzen zu treffen – was gerade in einer immer komplexer werdenden Finanzwelt von großer Bedeutung ist.</p>
<h2>Aktienfond für die Finanzbildung und die Altersvorsorge</h2>
<p>Die Mitglieder des Sachverständigenrats werben schon seit Längerem dafür und schlagen vor, ein Kinderstartgeld einzuführen, um die Finanzkompetenz der Bevölkerung zu fördern und eine stärkere Aktienkultur in Deutschland zu etablieren. Der Vorschlag zielt vor allem darauf, die Finanzbildung zu verbessern und auch Familien mit geringen Einkommen den Aufbau von Vermögen zu ermöglichen. Die Idee sieht vor, dass die Bundesregierung monatlich zehn Euro pro Kind im Alter von sechs bis 17 Jahren in einen Aktienfonds investiert. Laut den Ökonomen könnte ein solches Programm praktische Erfahrungen mit den Kapitalmärkten vermitteln.</p>
<p>Die Wirtschaftsweisen gehen davon aus, dass die Finanzmärkte in Deutschland durch eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung gestärkt werden. Das könnte nicht nur dem Wachstum aufhelfen, sondern auch die persönliche Altersvorsorge der Menschen stärken. Das Kinderstartgeld würde die im Jahr 2021 eingeführte nationale Finanzbildungsstrategie der Bundesregierung sinnvoll ergänzen. Langfristig schätzen die Experten die jährlichen Kosten des Programms auf etwa 1,5 Milliarden Euro.</p>
<p>Nach dem nun detailliert ausgearbeiteten Vorschlag würden zunächst die Eltern entscheiden, in welchen der staatlich vorausgewählten Fonds die monatliche Förderung für ihre Kinder investiert wird. Ab dem 15. Lebensjahr sollen dann die Jugendlichen selbst über die Form der Geldanlage bestimmen können. Frühestens ab dem 18. Lebensjahr wäre eine Auszahlung möglich. Idealerweise, so hofft der Sachverständigenrat, würden die Jugendlichen auch nach ihrem 18. Geburtstag weiterhin in den Aktienfonds investieren, um langfristig eine private Altersvorsorge aufzubauen. Durch die monatliche Zahlung von zehn Euro von ihrem sechsten bis zu ihrem 18. Lebensjahr erhielte jedes Kind insgesamt 1440 Euro vom Staat. Diese Zahlung soll jedoch an die Inflation angepasst werden, um den realen Wert zu sichern. Der Rat schlägt zudem eine schrittweise Einführung vor, beginnend mit Kindern, die das sechste Lebensjahr erreichen. Im ersten Jahr würden rund 760.000 Kinder von der Förderung profitieren, und die Kosten würden bis 2037 auf etwa 1,5 Milliarden Euro pro Jahr ansteigen, beginnend mit 91 Millionen Euro im ersten Jahr.</p>
<p>Zur Verbesserung der Altersvorsorge hatte der Rat neben dem Kinderstartkapital auch vorgeschlagen, dass Deutschland einen öffentlich verwalteten Pensionsfonds nach dem Vorbild skandinavischer Länder auflegt. In einen solchen Pensionsfonds könnte auch das Startkapital für die junge Generation eingezahlt werden.</p>
<h2>Verankerung des Themas im Schulunterricht</h2>
<p>Die Bildung von Kindern ist in der Tat primär die Aufgabe von Eltern und Schulen, wobei beide Institutionen eine entscheidende Rolle dabei spielen, Kinder auf das Leben vorzubereiten. Dennoch wird das Thema &#8222;Finanzielle Bildung&#8220; oft nur am Rande behandelt oder gar nicht in den Schulunterricht integriert, obwohl es für das spätere Leben von großer Bedeutung ist.</p>
<ul>
<li><strong>Frühe und breite Wissensvermittlung</strong><br />
Schulen bieten allen Kindern, unabhängig von ihrer familiären Situation, die Möglichkeit, finanzielle Grundkenntnisse zu erwerben, die nicht alle Eltern vermitteln können.</li>
<li><strong>Vorbereitung auf reale Herausforderungen</strong><br />
Finanzielle Bildung in der Schule hilft Jugendlichen, fundierte Entscheidungen in Bezug auf Budgetierung, Sparen und Investieren zu treffen, und schützt vor späteren finanziellen Problemen.</li>
<li><strong>Förderung von Eigenverantwortung</strong><br />
Frühe finanzielle Bildung stärkt die Fähigkeit junger Menschen, Verantwortung für ihre Finanzen zu übernehmen und langfristig für ihre Zukunft vorzusorgen.</li>
<li><strong>Generationsübergreifende Vermittlung</strong><br />
Schulische Finanzbildung kann Wissen über mehrere Generationen hinweg weitergeben, indem Kinder es an ihre Eltern und zukünftige Generationen weitertragen.</li>
<li><strong>Verankerung im Lehrplan</strong><br />
Regelmäßiger Unterricht über Finanzthemen bietet einen strukturierten Rahmen, um finanzielle Verantwortung ähnlich wie in anderen Fächern zu fördern und zu vertiefen.</li>
</ul>
<h2>Haben alle Kinder die gleichen Chancen?</h2>
<p>In Deutschland leider nicht. Kinder aus einkommensschwachen Familien haben hier wesentlich schlechtere Bildungschancen – und damit auch geringere Aussichten auf einen erfolgreichen Berufsabschluss. Aktuell gibt es mehr junge Menschen ohne Berufsabschluss als je zuvor. In Deutschland gelten 17 Prozent der 20- bis 34-Jährigen als ungelernte Arbeitskräfte. Sie tragen ihr Leben lang ein erheblich höheres Risiko, arbeitslos zu werden. Der Bildungserfolg hängt oft auch stark davon ab, aus welchem familiären Umfeld man stammt und über wie viele finanzielle Mittel die Eltern verfügen – das ist eine unbestreitbare Realität.</p>
<p>Es gab schon CDU Vorschläge, jedem Kind zum 18. Geburtstag 10.000 Euro als Startkapital zur Verfügung zu stellen. Dieses Geld könnten junge Menschen dann für ein Studium, eine Unternehmensgründung oder als Altersvorsorge verwenden.</p>
<p>Diese Idee ist nicht neu: Schon vor rund einem Jahr brachte die SPD den Vorschlag eines sogenannten Grunderbes von 20.000 Euro für alle 18-Jährigen ins Gespräch. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bekräftigt die Sinnhaftigkeit eines solchen Startkapitals, da es die &#8222;Vermögensungleichheit schneller und spürbar verringern&#8220; könnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Den größten Effekt hat die Leistung nur, wenn Kinder dabei auch tatsächlich lernen, mit dem Geld umzugehen. Kapitalmarkt- und Börsenspiele sollten in die Lehrpläne aufgenommen werden. Die Lehrkräfte sollten besser in Wirtschafts- und Finanzfragen ausgebildet werden. Das kann zum einen über die Schule erfolgen, was die Wirtschaftsweisen auch vorschlagen, muss zum Großteil aber von den Eltern geleistet werden.</p>
<p>Eltern aus Haushalten mit niedrigem Einkommen haben aber meist selbst nicht das Wissen und nicht die Muße, sich dieses anzueignen, um es an ihre Kinder weiterzugeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/startkapital-fuer-jedes-kind-fuer-mehr-finanzbildung/">Startkapital für jedes Kind: Für mehr Finanzbildung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Friedens- und sicherheitspolitische Bildung an Schulen</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/friedens-und-sicherheitspolitische-bildung-an-schulen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Nov 2024 17:20:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=49676</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erich Kästner schrieb vor fast 100 Jahren einst in seinem Gedicht “Jahrgang 1899”: “Dann holte man uns zum Militär, bloß so als Kanonenfutter. In der Schule wurden die Bänke leer, zu Hause weinte …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/friedens-und-sicherheitspolitische-bildung-an-schulen/">Friedens- und sicherheitspolitische Bildung an Schulen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erich Kästner schrieb vor fast 100 Jahren einst in seinem Gedicht “Jahrgang 1899”:</p>
<p><strong>“Dann holte man uns zum Militär,<br />
</strong><strong>bloß so als Kanonenfutter.<br />
</strong><strong>In der Schule wurden die Bänke leer,<br />
</strong><strong>zu Hause weinte die Mutter.”</strong></p>
<p>Kästner schrieb dieses Gedicht als Mahnung und als Erinnerung an jene, die im Ersten Weltkrieg kämpften, ohne Einfluss auf dessen Ausbruch zu haben.</p>
<p>Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die jüngsten Kämpfe in Israel und Palästina haben die Sicherheitslage in Europa nachhaltig verändert und das sicherheitspolitische Themen wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Integration geflüchteter Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine in deutsche Schulen verdeutlicht, dass Fragen von Frieden und Sicherheitspolitik spätestens seit dem 24. Februar 2022 auch in den Klassenzimmern in Deutschland präsent sind. Deutschland soll &#8222;kriegstüchtig&#8220; und &#8222;wehrhaft&#8220; werden – doch der Bundeswehr mangelt es nicht nur an Nachwuchs. Es fehlt auch weitgehend an systematischen Informationen über den Stand der Friedens- und sicherheitspolitischen Bildung an Schulen.</p>
<h2>Friedensbildung und Sicherheitspolitische Bildung</h2>
<p>Sicherheitspolitische Bildung war bisher kein oder zumindest kein bedeutender Bestandteil des schulischen Lehrplans. Seit den 80er-Jahren spielt sie auch in der Erziehungswissenschaft keine zentrale Rolle und verfügt in den einschlägigen Fachgesellschaften über kein eigenes Ressort. Während sicherheitspolitische Bildung hauptsächlich von der Bundeswehr vermittelt wird, ist die Friedensbildung auf eine Vielzahl unterschiedlicher Akteure verteilt, darunter kirchliche Träger, politische Stiftungen und staatliche Institutionen. Ein entscheidender Unterschied liegt in der Zuständigkeit: Die Sicherheitspolitische Bildung fällt unter das Verteidigungsministerium, während die Friedensbildung auf Länderebene den Kultusministerien untergeordnet ist.</p>
<p>Welche Inhalte Schülerinnen und Schüler zu Friedensbildung und Sicherheitspolititscher Bildung vermittelt bekommen, hängt häufig vom Engagement einzelner Personen und Institutionen ab. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung bildet die Grundlage, das Mittel und das Ziel. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Rolle der Bundeswehr als Parlamentsarmee: Sie dient dem Staat, indem sie die Entscheidungen der Regierung ausführt, jedoch keine eigenen trifft. Auf dieser Basis lässt sich die Friedens- und sicherheitspolitische Bildung fundiert begründen, und dieses Wissen sollte allen Schülerinnen und Schülern in Deutschland vermittelt werden.</p>
<h2>Einsatzort Klassenzimmer: Die Bundeswehr in Schulen</h2>
<p>Im Jahr 1958 entsandte der erste Generalinspekteur der Bundeswehr, Adolf Heusinger, erstmals Jugendoffiziere in Schulen, um der Bevölkerung die Notwendigkeit des NATO-Beitritts und die damit verbundene Wiederbewaffnung näherzubringen.</p>
<p>Aktuell haben die Kultusminister von fünf Bundesländern Vereinbarungen mit der Bundeswehr getroffen, die diese als offiziellen Bildungspartner etablieren. Dies umfasst Vorträge von Jugendoffizieren, Lehrerfortbildungen zu sicherheitspolitischen Themen sowie Exkursionen in Kasernen. In Hessen wird derzeit intern an einer ähnlichen Vereinbarung gearbeitet. Das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen verstärkt aktuell die Kooperation mit den Jugendoffizieren der Bundeswehr, um das Angebot zur politischen Bildung an hessischen Schulen weiter auszubauen. Diese Zusammenarbeit ist Teil umfassender schulischer Maßnahmen, die auf Demokratiebildung, Extremismusprävention, Kompetenzförderung und Gewaltprävention abzielen. In den letzten Jahren haben acht von sechzehn Bundesländern Kooperationsvereinbarungen mit der Bundeswehr unterzeichnet, wodurch rund 400 haupt- und ehrenamtliche Jugendoffiziere als offizielle „Partner“ der politischen Bildung Zugang zu Schulen und Hochschulen erhalten haben. Wenn Jugendoffiziere Unterricht gestalten, besteht für die Schülerinnen und Schüler sogar grundsätzlich Anwesenheitspflicht.</p>
<h2>Die Auftritt der Bundeswehr an Schulen ist umstritten</h2>
<p>Laut Berichten regionaler Medien, hatte ein Jugendoffizier in einer anderen Kaserne vor begeisterten Achtklässlern aus Ostholstein stolz erklärt, während er das computeranimierte Schießkino vorführte: „Tausend Mal besser als die Spielkonsole zu Hause.“</p>
<p>Offiziell ist es den Jugendoffizieren untersagt, gezielt Nachwuchs zu werben, doch ihr Einsatz zeigt dennoch Wirkung – insbesondere auf Minderjährige. Dies hat in den letzten Jahren zunehmend Bedenken bei Eltern und Kinderschutzorganisationen geweckt, wodurch der Widerstand wächst. In vielen Bundesländern haben sich Netzwerke formiert, die sich gegen die zunehmende Militarisierung verschiedener Lebensbereiche, insbesondere in Schulen, stellen. Der Hauptvorstand der GEW hat bereits im März 2010 deutlich gegen den Einfluss der Bundeswehr auf Unterricht und Lehrerausbildung Stellung bezogen und betont, dass politische Bildung – auch in Fragen der Sicherheitspolitik – ausschließlich in die Hände speziell ausgebildeter Lehrkräfte gehört.</p>
<p>Der in den Medien berichtete Fall mag zwar eine Ausnahme sein, wirft jedoch eine grundsätzliche Frage auf: In welchem Rahmen darf die Bundeswehr in Schulen präsent sein und dabei auch indirekt für sich werben?</p>
<h2><strong>Sicherheitspolitik aus militärischer Perspektive</strong></h2>
<p>Können Soldatinnen und Soldaten objektiv und ergebnisoffen über sicherheitspolitische Themen informieren und diskutieren? Organisationen der Friedensbewegung, die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie terre des hommes hegen daran Zweifel. Sie betrachten die Besuche von Bundeswehrangehörigen an Schulen als Werbung für den Dienst an der Waffe und befürchten neben einer psychischen Beeinflussung der Jugendlichen im Unterricht auch eine schleichende Militarisierung der Gesellschaft. Die Diskussion über Schulbesuche von Jugendoffizieren ist erneut aufgeflammt. Während das hessische Kultusministerium solche Besuche ausweiten möchte und Bayern beispielsweise eine stärkere Präsenz des Militärs an Schulen anstrebt, lehnt die Bildungsgewerkschaft GEW dies entschieden ab. Sie warnt davor, dass Minderjährige dadurch für den Wehrdienst rekrutiert werden könnten.</p>
<h2>Bundeswehr integraler Bestandteil unserer Gesellschaft</h2>
<p>Wir sind uns alle einig, Soldat zu sein ist kein Abenteuer. Es kann bedeuten, sich mit den Extremen von Tod und Gewalt auseinandersetzen zu müssen. Sollten wir deswegen nicht mehr Energie in die Förderung und Wiederherstellung des Friedens investiert werden, anstatt in Aufrüstung und die Rekrutierung von Soldat? Ein Wunschtraum.</p>
<p>Seit dem 1. Juli 2011 ist die Wehrpflicht und damit auch der Zivildienst für junge Männer in Deutschland ausgesetzt, während sie für Frauen nie bestand. Damals war die Welt jedoch auch eine andere, als sie heute ist. Seither sinkt die Zahl der Soldat in der Bundeswehr. Die jungen Menschen heute stehen dem Thema distanziert bis ablehnend gegenüber und zeigen wenig Interesse an Kriegsbeteiligung oder dem Umgang mit Waffen. Eine breite Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft ist nicht mehr da.</p>
<p>Und während das Sondervermögen für die Bundewehr längst aufgebraucht ist, fehlt es nicht nur an Geld, sondern auch an dem Wille zur Abschreckung, dem konsequentes Handeln folgen muss. Das beginnt bei der politischen Führung, doch ohne die Unterstützung der Bevölkerung ist dies letztlich nicht umsetzbar. Die Gesellschaft muss den Willen zur Selbstbehauptung zeigen – und im Notfall auch bereit sein, zu den Waffen zu greifen. Eine Wehrpflicht ist dafür nicht zwingend erforderlich, wohl aber eine ausreichende Zahl an Soldaten schon. Dass es daran mangelt, spiegelt eine Gesellschaft wider, die Freiheit und Wohlstand als selbstverständlich ansieht.</p>
<p><strong>Ist es ein Widerspruch, für Demokratie und Friedenspolitik zu werben und Kooperation von Schulen und Bundeswehr zu befürworten?</strong></p>
<p>Nein. Politische Bildung ist heute wichtiger denn je und die innere und äußere Sicherheit die Grundlage jeden Staates. Angesichts des zunehmenden Drucks auf Demokratie und gesellschaftliche Werte weltweit ist es essenziell, Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, sich fundiert und kritisch mit politischen Themen auseinanderzusetzen. Es geht nicht darum, jemanden zwangsweise zu einem sinnlosen Dienst für ein ungeliebtes System zu verpflichten, sondern darum, jede Person entsprechend ihrer Fähigkeiten so einzusetzen, dass ein freies und gutes Leben für alle erhalten bleibt. <a href="https://www.taunus4family.de/ein-europaeisches-dienstjahr-neuer-geist-fuer-unser-gemeinwesen/" target="_blank" rel="noopener">Eine Dienstpflicht aller für alle</a> mit der Option zum Wehrdienst, wäre neben Diplopatie und Friedenssicherung ein geeignetes Mittel, eine demonstrative Verteidigungsbereitschaft der Gesellschaft zu erreichen und die Kriegsgefahr zu senken. Das Verhältnis von Freiwilligkeit und Pflicht sollte neu austariert werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/friedens-und-sicherheitspolitische-bildung-an-schulen/">Friedens- und sicherheitspolitische Bildung an Schulen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung bringt Steuerentlastungen auf den Weg</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/bundesregierung-bringt-steuerentlastungen-auf-den-weg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jul 2024 16:16:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=48749</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ob man will oder nicht, Geld spielt in jeder Familie eine Rolle. Kinder brauchen vor allem Liebe und Geborgenheit, aber auch viele Dinge, die Geld kosten. Steuerliche Entlastungen geben uns mehr Spielraum für …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/bundesregierung-bringt-steuerentlastungen-auf-den-weg/">Bundesregierung bringt Steuerentlastungen auf den Weg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ob man will oder nicht, Geld spielt in jeder Familie eine Rolle. Kinder brauchen vor allem Liebe und Geborgenheit, aber auch viele Dinge, die Geld kosten. Steuerliche Entlastungen geben uns mehr Spielraum für wichtige Ausgaben und schaffen es, die allgemeine Lebensqualität erhöhen. Das erleichtert es, in die Zukunft unserer Kinder zu investieren und eine stabile und sichere Umgebung zu schaffen. Klingt erstmal gut…</p>
<h2><strong> Was ändert sich?<br />
</strong></h2>
<ul>
<li>Grundfreibetrag sowie Kinderfreibetrag<strong><a href="https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/kabinett-steuer-entlastungen-kindergeld-erhoehung-100.html#Das">werden angehoben</a>, </strong>das Kindergeld wird erhöht.</li>
<li>Die <strong><a href="https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/kabinett-steuer-entlastungen-kindergeld-erhoehung-100.html#Zur">Grenzen, ab denen ein höherer Einkommensteuersatz fällig wird</a>, </strong>werden nach oben verschoben, um die Inflation auszugleichen.</li>
<li>Die <strong><a href="https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/kabinett-steuer-entlastungen-kindergeld-erhoehung-100.html#soll">Steuerklassen 3 und 5 werden für Verheiratete abgeschafft</a></strong></li>
</ul>
<p>Die Bundesregierung hat Maßnahmen zur Entlastung bei der Einkommensteuer und eine Reform der Steuerklassen initiiert. Der Grundfreibetrag der Einkommensteuer sowie der Kinderfreibetrag werden rückwirkend ab diesem Jahr erhöht. Der Grundfreibetrag wird 2024 zunächst um 180 Euro auf 11.784 Euro jährlich steigen und soll 2026 bei 12.336 Euro liegen. Der Kinderfreibetrag erhöht sich dieses Jahr um 228 Euro auf 6.612 Euro und wird bis 2026 auf 6.828 Euro angehoben. Zudem werden die Steuerklassen 3 und 5 für Ehepaare abgeschafft.</p>
<h3><strong><br />
Erhöhung des Kindergeldes ab dem kommenden Jahr </strong></h3>
<p>Um die Inflation auszugleichen, werden zudem die Einkommensgrenzen, ab denen ein höherer Steuersatz gilt, angehoben. Dadurch reduziert sich die Steuerlast für die Bürgerinnen und Bürger. Ab Januar 2025 wird das Kindergeld um fünf Euro auf 255 Euro erhöht, ab 2026 soll es monatlich 259 Euro pro Kind betragen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Abschaffung der Steuerklassen 3 und 5</strong></h3>
<p>Ab 2030 sollen die Steuerklassen 3 und 5 für Verheiratete entfallen. Stattdessen werden Eheleute automatisch in Steuerklasse 4 eingestuft. Das Finanzamt berechnet dann individuell, wie viel netto jeder Partner zum Einkommen beiträgt, und besteuert entsprechend. Dadurch soll die Steuerbelastung gerechter zwischen beiden Partnern verteilt werden. Das bisherige System begünstigt Ungleichbehandlung und verfestigt traditionelle Rollenbilder, da es häufig wirtschaftlich sinnvoll erscheint, wenn ein Ehepartner weniger oder gar nicht arbeitet, besonders bei Teilzeitarbeit oder Nichterwerbstätigkeit. Insgesamt soll sich die Steuerbelastung für Paare nicht ändern. Alternativ können sie auch die neue „Steuerklasse 4 mit Faktor“ beantragen (weitere Informationen dazu unten).</p>
<h3><strong>Was ist das Faktorverfahren?</strong></h3>
<p>Mit dem Faktorverfahren werde die Lohnsteuerbelastung gerechter auf Eheleute, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner verteilt, heißt es in dem Gesetzentwurf. Im Gegensatz zur einfachen Kombination „zweimal Steuerklasse 4“ berücksichtigt das „Steuerklasse 4 mit Faktor“-Verfahren die tatsächliche Verteilung der Lohnsteuer zwischen den Partnern. Dadurch wird die starre Einstufung in „zweimal Steuerklasse 4“, die von gleich hohen Gehältern ausgeht, abgemildert.</p>
<p><strong>Ein Beispiel für das neue Prinzip „zweimal Steuerklasse 4 mit Faktor“: </strong></p>
<p>Wenn ein Partner drei Viertel des Haushaltseinkommens verdient, kann er dies auf der Steuerkarte eintragen lassen. Dadurch zahlt er zwar mehr Steuern als früher in der günstigen Steuerklasse 3, jedoch weniger als in Steuerklasse 4 ohne Faktor. Das Faktorverfahren berücksichtigt den Splittingvorteil des Ehegattensplittings bereits während des laufenden Jahres und vor der Steuererklärung. Paare, die in den Steuerklassen 4/4 bleiben (ohne Faktor), können sich den Splittingvorteil erst mit der Steuererklärung vom Finanzamt zurückholen.</p>
<p>Wichtig zu wissen: Wer mehr verdient als der Partner und bisher in Steuerklasse 3 war, erhält mit dem Faktorverfahren künftig etwas weniger netto, da der Grundfreibetrag nur einmal und nicht doppelt berücksichtigt wird. Umgekehrt bekommt die Person, die bisher in Steuerklasse 5 war, künftig etwas mehr Geld, da ihr nun auch ein Grundfreibetrag angerechnet wird.</p>
<h3><strong>Welche Aufteilungen der Steuerklassen sind möglich oder sinnvoll?</strong></h3>
<p>Die Kombination der Steuerklassen 4 und 4 wird meist von Partnern gewählt, die ein relativ gleich hohes Einkommen haben. Dies führt zu ähnlichen Lohnsteuerabzügen jeden Monat, was bedeutet, dass das monatliche Netto etwas geringer ist, jedoch am Jahresende in der Regel keine Nachzahlung erforderlich ist.</p>
<p>Wählt man jedoch die Steuerklassen 4 und 4 mit dem Faktorverfahren, erhält man in den meisten Fällen keine Post vom Finanzamt. Warum? Durch das Faktorverfahren wird eine gerechte und genaue Verteilung der Lohnsteuer zwischen den Partnern erreicht, da jeder monatlich den Anteil zahlt, den er am gemeinsamen Einkommen hat. Der Splittingvorteil wird bereits während des Jahres berücksichtigt, im Gegensatz zur Kombination 3 und 5, bei der dies erst am Jahresende geschieht. Zwar zahlt man monatlich höhere Lohnsteuern, jedoch gibt es geringere oder gar keine Nachzahlungen beim Lohnsteuerjahresausgleich. Insgesamt bleibt die Steuerlast für beide Partner gleich, nur die Aufteilung verschiebt sich: Der besserverdienende Partner zahlt mehr, während der geringer verdienende Partner weniger zahlt.</p>
<h3><strong>Werden Familien durch die Steuerklassenänderung benachteiligt?</strong></h3>
<p>Nein. Insgesamt und aufs Jahr gerechnet soll sich die Steuerlast nicht verändern. Die Neuerung betrifft lediglich den Zeitpunkt, zu dem Steuern abgezogen werden.</p>
<p>Mit der bisherigen Wahl der Steuerklassen 3 und 5 konnten Paare erreichen, dass ihre Arbeitgeber monatlich weniger Lohnsteuer ans Finanzamt abführen, als sie eigentlich aufs Jahr gerechnet bezahlen müssten. Am Jahresende mussten sie dann oft nachzahlen. Dies entsprach einem zinslosen Kredit vom Staat während des laufenden Jahres.</p>
<p>Mit der neuen Regelung – beide Partner sind in Steuerklasse 4 (mit Faktor) – ändert sich nur der Zeitpunkt, zu dem die Steuer bezahlt wird. Wenn die Einkommen stark unterschiedlich sind, werden bereits monatlich mehr Steuern abgezogen. Bei Paaren mit sehr ungleichem Einkommen kann es daher passieren, dass die Familie zunächst monatlich weniger Geld zur Verfügung hat. Dieses Geld bekommen sie jedoch später mit der Steuerrückerstattung zurück. Spätestens mit der Steuererklärung gleicht sich alles aus.</p>
<p>Einen echten Steuervorteil gegenüber der individuellen Besteuerung, der sich nicht am Ende des Jahres wieder nivelliert, bietet das sogenannte Ehegattensplitting. Bei diesem Prinzip werden beide Einkommen zusammengezählt und anschließend durch zwei geteilt. An diesem Verfahren soll sich vorerst jedoch nichts ändern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>FAZIT: </strong></p>
<p>Ob die Abschaffung der Steuerklassen 3 und 5 positiv ist, hängt von der individuellen Perspektive ab. Objektiv betrachtet gibt es jedoch einen klaren Vorteil für den Staat: Durch höhere Steuervorauszahlungen haben Bund und Länder während des Jahres mehr Geld zur Verfügung.</p>
<p>Für uns bleibt nur eine Frage: Lieber monatlich mehr Netto oder am Jahresende eine Nachzahlung?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/bundesregierung-bringt-steuerentlastungen-auf-den-weg/">Bundesregierung bringt Steuerentlastungen auf den Weg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Smartphone-basierte Kindheit</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/smartphone-basierte-kindheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jul 2024 12:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienleben]]></category>
		<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=48662</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ferien!? Und der Teenie verschmilzt mit dem Smartphone? Wir wünschen uns manchmal, Handys wären nie erfunden worden. Meine Kinder sind zwar körperlich anwesend, aber geistig oft weit weg. Wettkämpfe sind bei den Bundesjugendspielen …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/smartphone-basierte-kindheit/">Smartphone-basierte Kindheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ferien!? Und der Teenie verschmilzt mit dem Smartphone? </strong>Wir wünschen uns manchmal, Handys wären nie erfunden worden. Meine Kinder sind zwar körperlich anwesend, aber geistig oft weit weg.</p>
<p>Wettkämpfe sind bei den Bundesjugendspielen in der Grundschule abgeschafft, um den Druck auf die Schüler zu reduzieren – jetzt gibt es für alle Kinder Urkunden! Spielplatz-Wasserpumpen werden entfernt, um das Einklemmen von Fingern zu verhindern, Helmpflicht für Kinder, lange Autoschlangen vor den Grundschulen, um die Sicherheit auf dem Schulweg zu gewährleisten, Bäume werden speziell beschnitten, damit Kinder nicht hochklettern und sich verletzen können. Weitere Beispiele für Vorsichtsmaßnahmen sind: Nahrungsmittelverpackungen mit Hinweisen auf selbst geringste Spuren von Allergenen, umfangreiche Beipackzettel bei Medikamenten, und Warnungen vor Rücken- und Handgelenkschmerzen beim Kauf einer Computermaus, um unachtsame Körperhaltungen zu vermeiden. Um nur einige zu nennen.</p>
<h2>Mehr körperliche und psychische Probleme</h2>
<ul>
<li><strong>Kognitive und psychische Auswirkungen</strong>: Zu viel Zeit vor Bildschirmen kann zu Konzentrationsschwierigkeiten, verringerter Achtsamkeit und schlechteren schulischen Leistungen führen. Kinder und Jugendliche, die viel Zeit mit Smartphones verbringen, verpassen wichtige analoge Erfahrungen, die für ihre kognitive Entwicklung notwendig sind​<span class="" data-state="closed"><span class="text-token-text-secondary"> (</span><a class="text-green-600 !no-underline" href="https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/handysucht-bei-kindern-erkennen-und-vorbeugen-13377281" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschung und Wissen</a><span class="text-token-text-secondary">)</span></span>​​<span class="" data-state="closed"><span class="text-token-text-secondary"> (</span><a class="text-green-600 !no-underline" href="https://www.zdf.de/nachrichten/wissen/bildschirm-nutzung-studie-kinder-jugendliche-entwicklung-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDFmediathek</a><span class="text-token-text-secondary">)</span></span>​.</li>
<li><strong>Körperliche Probleme</strong>: Übermäßige Handynutzung kann zu körperlichen Beschwerden wie Nacken- und Rückenschmerzen, Augenproblemen (z.B. Kurzsichtigkeit) und Schlafstörungen führen. Der Bewegungsmangel, der oft mit langem Sitzen und dem Starren auf Bildschirme einhergeht, kann außerdem Übergewicht und andere gesundheitliche Probleme begünstigen​<span class="" data-state="closed"><span class="text-token-text-secondary"> (</span><a class="text-green-600 !no-underline" href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-27781-9_5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SpringerLink</a><span class="text-token-text-secondary">)</span></span>​​<span class="" data-state="closed"><span class="text-token-text-secondary"> (</span><a class="text-green-600 !no-underline" href="https://www.wipub.net/unterschaetzte-gefahr-smartphone-sucht-bei-kindern-und-jugendlichen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wipub.net</a><span class="text-token-text-secondary">)</span></span>​.</li>
<li><strong>Emotionale und soziale Auswirkungen</strong>: Die Nutzung sozialer Medien kann das Risiko für Depressionen, Angstzustände und geringes Selbstwertgefühl erhöhen. Die ständige Verfügbarkeit und Nutzung von Smartphones kann zu einer Sucht führen, die insbesondere Kinder und Jugendliche betrifft. Diese Sucht wird durch Mechanismen wie zufällige Belohnungen und endloses Scrollen verstärkt, die ähnlich wie in Casinos wirken​<span class="" data-state="closed"><span class="text-token-text-secondary"> (</span><a class="text-green-600 !no-underline" href="https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/handysucht-bei-kindern-erkennen-und-vorbeugen-13377281" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschung und Wissen</a><span class="text-token-text-secondary">)</span></span>​​<span class="" data-state="closed"><span class="text-token-text-secondary"> (</span><a class="text-green-600 !no-underline" href="https://www.wipub.net/unterschaetzte-gefahr-smartphone-sucht-bei-kindern-und-jugendlichen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wipub.net</a><span class="text-token-text-secondary">)</span></span>​.</li>
<li><strong>Vorbildfunktion der Eltern</strong>: Eltern spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation der Handynutzung ihrer Kinder. Oft sind sie jedoch selbst keine guten Vorbilder, da sie ebenfalls viel Zeit am Smartphone verbringen. Kinder, die zu Hause nicht lernen, das Handy beiseite zu legen, haben es auch in anderen Kontexten schwerer, auf die Nutzung zu verzichten <span class="" data-state="closed"><span class="text-token-text-secondary">(</span><a class="text-green-600 !no-underline" href="https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/handysucht-bei-kindern-erkennen-und-vorbeugen-13377281" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschung und Wissen</a><span class="text-token-text-secondary">)</span></span>​​<span class="" data-state="closed"><span class="text-token-text-secondary"> (</span><a class="text-green-600 !no-underline" href="https://www.zdf.de/nachrichten/wissen/bildschirm-nutzung-studie-kinder-jugendliche-entwicklung-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDFmediathek</a><span class="text-token-text-secondary">)</span></span>​.</li>
</ul>
<h2>Können Smartphones nicht zumindest in Schulen verboten werden?</h2>
<p>&#8222;Viele sind handysüchtig&#8220;, sagt unsere Schuldirektorin, &#8222;sie können gar nicht mehr ohne.&#8220; Allein das Wissen, dass das Handy eingeschaltet im Ranzen oder in der Hosentasche steckt, lenkt die Schüler vom Unterricht ab. Auf vielen Schulhöfen, so berichten uns Lehrer, herrscht eine gespenstische Stille, weil die Schüler auf ihre Bildschirme starren, anstatt miteinander zu lachen, zu streiten oder Fußball zu spielen.</p>
<p>Menschliches Verhalten ist zu komplex und variabel, um wenige Verhaltensweisen dazu verwenden zu können, von der Gesundheit bis zur Lesekompetenz alles erklären zu können. Aber was, wenn sechs oder mehr Stunden tägliches Onlinesein das Gehirn falsch trainiert, gesunde Bewegung verhindert und die Fokussierung der Augen auf den anstrengenden Nahbereich konzentriert, was zum Bespiel allein der Schulpause den erholsamen Effekt rauben kann. Wenn es zudem die Gefahr psychischer Erkrankungen erhöhen könnte und junge Menschen in ihrer Potentialentfaltung behindert werden?</p>
<p>Wenn es um Produkte oder Dienstleistungen geht, die direkt auf unseren Körper angewendet oder konsumiert werden, sind die Vorschriften aus guten Gründen umfangreich. Doch die Nutzung von Smartphones, selbst im Kindergartenalter, unterliegt weder gesetzlichen noch strengen sozialen Regeln. So kämpfen jede Schule und jede Familie individuell darum, die Nutzung dieser digitalen Geräte so zu regulieren, dass sowohl Lernen als auch soziale Interaktionen gefördert werden können.</p>
<h2>Die Kinder retten, bevor es zu spät ist</h2>
<p>Besteht nicht Kinder- und Jugendschutz aber auch darin, auf Gefahren hinzuweisen, darauf vorzubereiten? Und ist dies nicht auch eine Aufgabe des Staates und von Bildungsinstitutionen?</p>
<p>Die Gehirne von Jugendlichen benötigen besonderen Schutz, denn während der Pubertät baut sich der Stirnlappen zu fast 40 Prozent um. Dieser vorderste Teil der Großhirnrinde ist entscheidend: für planerisches Denken, rationale Analysen, emotionale Kontrolle und das Erkennen von Gefühlen bei anderen. In dieser sensiblen Phase sind Jugendliche besonders anfällig für Drogen, und zwar in zweifacher Hinsicht: Sie sind leicht verführbar, weil sie Risiken eher suchen und langfristige Folgen weniger bedenken, und ihre Gehirne sind während des Umbaus besonders empfindlich. Viele beginnen in diesem Alter mit dem Rauchen. Wenn es um Alkohol oder Rauchen geht, fordert kaum jemand, dass Vierzehnjährige durch freies, selbstregulierendes Erfahrungslernen damit umgehen sollen.</p>
<p>Es ist fast unmöglich, Kinder zu einem bewussten Umgang mit den heutigen sozialen Medien und Computerspielen zu erziehen. Das geht nicht mit der heutigen Technologie. Plattformbetreiber und Gaminghersteller nutzen Mechanismen wie zufällige Belohnungen und endloses Scrolling, die Abhängigkeiten schaffen. Das ist wie ein Casino. Diese Techniken treffen auf Menschen, deren Gehirn noch unausgereift ist. Ein Zehnjähriger hat noch keine Impulskontrolle gegen Mechanismen, die auch bei Erwachsenen Abhängigkeiten schaffen. Eltern sind oft kein Vorbild, da sie selbst stundenlang vor den Kindern das Handy nutzen.</p>
<h2>Internationale Debatten</h2>
<p>Nun fordern die führenden Mediziner der Vereinigten Staaten, dass soziale Medien auf Smartphones und anderen elektronischen Geräten nur mit Warnhinweisen für Kinder und Jugendliche freigegeben werden. Die Schulverwaltung in Los Angeles hat bereits ein Handyverbot für alle Schulen und Bildungseinrichtungen beschlossen. Auch in anderen Teilen der Vereinigten Staaten müssen Schüler ihre Smartphones mittlerweile am Schuleingang abgeben, ähnlich wie Schusswaffen. Die Debatte in Amerika hat durch ein Buch des Sozialpsychologen Jonathan Haidt an Fahrt gewonnen. In diesem Buch beschreibt er eindringlich das Bild einer ganzen Generation, die ihren Smartphones hoffnungslos verfallen ist. Haidt, dessen Warnungen von einigen Forschern als übertrieben angesehen werden, fordert drastische Maßnahmen: ein Handyverbot an allen Schulen, Smartphones erst für Jugendliche ab 14 Jahren und soziale Medien erst ab 16 Jahren.</p>
<p>Ebenfalls bemerkenswert, dass in China der Staat die Nutzungsdauer von Computerspielen und Internetforen für Minderjährige stark einschränkt – in einem Land, in dem Anbieter erhebliche Gewinne daraus ziehen, dass Millionen von Menschen ihre Spiele und Social-Media-Apps intensiv nutzen. Tiktok ist nur ein prominentes Beispiel dafür. Selbst Schweden, das schultechnisch als digitales Vorzeigeland gilt, hat kürzlich eine Kehrtwende gemacht und die Nutzung digitaler Medien auf Schulhöfen und in Lehrplänen stark reduziert.</p>
<p>Auch in Europa haben einige Länder in den vergangenen Jahren Handyverbote an Schulen eingeführt oder verschärft, wie zum Beispiel Italien und Großbritannien. In Frankreich dürfen alle Schüler bis 15 Jahre weder im Unterricht noch auf dem Schulhof Handys benutzen. Schweden, das sich lange als Vorreiter in der digitalen Bildung sah und Tablets selbst für Kita-Kinder propagierte, hat eine Kehrtwende vollzogen und möchte die Bildschirme im Unterricht wieder zurückdrängen. Handys sollen dort bis zur neunten Klasse verboten werden. Auch in Schweden hatten Bildungsforscher Alarm geschlagen, da die Kinder abgelenkt waren und Leseverständnis sowie Wortschatz nachließen. Und kaum ein Land ist so digitalisiert wie Dänemark. Doch nun ruft die Regierung zum Kampf gegen soziale Netzwerke auf.</p>
<h2>Und in Deutschland?</h2>
<p>Gerade kämpfen wir in Deutschland darum, Behörden und Unternehmen digital in das 21. Jahrhundert zu überführen und gleichzeitig beginnen wir eine Debatte darüber, wo und wie in Kitas, Schulräumen und in Familien strengere Regeln vor allem für das Benutzen von Smartphones nötig sind.</p>
<p>In Deutschland wollen und können viele nicht so weit gehen wie anderswo in Europa.</p>
<h2>Eigene Gesetze, Richtlinien und Rahmenbedingungen</h2>
<p>Bildung ist Ländersache, und das gilt auch für den Umgang mit Handys. Eine Recherche hat ergeben, dass in allen 16 Bundesländern die Behörden den Schulen überlassen, ihre eigenen Regeln für die Handynutzung zu erstellen. Manche Schulen erlauben Handys in den Pausen und sogar im Unterricht, etwa um Themen wie rechte Propaganda auf TikTok zu behandeln. Andere Schulen verbieten Handys sowohl im Klassenzimmer als auch auf dem Schulhof. Wieder andere Schulen sammeln die Smartphones zu Beginn des Unterrichts ein und geben sie erst nach der Stunde zurück. Je besser die digitale Ausstattung einer Schule, desto strikter können private Handys verbannt werden. Da viele Schulen jedoch digital schlecht aufgestellt sind, müssen die Schüler oft ihre eigenen Geräte nutzen, um beispielsweise zu lernen, wie man Fake News erkennt.</p>
<h2>Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen</h2>
<p>Für viele Forscher und Mediziner greift die Debatte ohnehin zu kurz. Er betont, dass die Eltern eine noch wichtigere Rolle spielen: Wer zu Hause gelernt hat, das Handy auch mal wegzulegen, kann in der Schule leichter darauf verzichten. Doch Mütter und Väter sind oft schlechte Vorbilder. Viele Eltern, die es aufregt, wenn ihre Kinder nur noch auf den Bildschirm starren, tun selbst in jeder freien Sekunde dasselbe und merken es nicht einmal. Manche kaufen ihrem Zweijährigen sogar eine Halterung für den Kinderwagen, damit das Tablet besser hält.</p>
<p>Es geht nicht nur darum, was Kinder selbst an direkter Bildschirmzeit haben, sondern auch darum, was die Familie um sie herum für ein Mediennutzungsverhalten an den Tag legt. Kinder imitieren das Onlineverhalten der Eltern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Es ist unglaublich schwer, einen Rückzieher zu machen, wenn man einmal Computer und Programme gekauft, Lehrer in deren Nutzung geschult und ganze Schulsysteme in die Dienste kommerzieller Unternehmen integriert hat.</p>
<p>Wir können aber durchaus fortschrittlich sein und die Vorteile der digitalen Welt nutzen, während wir gleichzeitig eine smartphonefreie Zeit in Kitas und Grundschulen fordern. Stellen wir die Kinder in den Mittelpunkt, nicht die Technik, und setzen wir den Inhalt des Lernens über die Methode. Fördern wir die Freude an Bewegung und die Neugier, reale Zeit mit Gleichaltrigen zu verbringen und arbeiten an uns und unserem Verhalten. Es geht um unsere Kinder und Jugendlichen, die besonderen Schutz benötigen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/smartphone-basierte-kindheit/">Smartphone-basierte Kindheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Leitfaden für beschäftigte Eltern zum gesunden Abnehmen</title>
		<link>https://www.taunus4family.de/der-leitfaden-fuer-beschaeftigte-eltern-zum-gesunden-abnehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Tiedke-Trimborn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 17:21:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.taunus4family.de/?p=48399</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein gesundes Gewicht zu halten, ist für viele Erwachsene in Deutschland von großer Bedeutung. Tatsächlich zeigen aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts (RKI), dass fast 19 % der Erwachsenen im Land an Fettleibigkeit leiden. …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/der-leitfaden-fuer-beschaeftigte-eltern-zum-gesunden-abnehmen/">Der Leitfaden für beschäftigte Eltern zum gesunden Abnehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gesundes Gewicht zu halten, ist für viele Erwachsene in Deutschland von großer Bedeutung. Tatsächlich zeigen aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts (RKI), dass fast 19 % der Erwachsenen im Land <a href="https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html" target="_blank" rel="noopener">an Fettleibigkeit leiden</a>. Zudem gelten 46,6 % der Frauen und 60,5 % der Männer als übergewichtig. Der RKI-Bericht fand auch heraus, dass die Prävalenz von Übergewicht und Fettleibigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Wie viele von uns wissen, können die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht und Fettleibigkeit schwerwiegend sein und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, bestimmte Krebsarten und Gelenkprobleme mit sich bringen.</p>
<p>Für Eltern bedrohen diese Risiken nicht nur ihr eigenes Wohlbefinden, sondern können auch ihre Fähigkeit beeinträchtigen, aktiv und präsent im Leben ihrer Kinder zu sein. Daher ist es wichtig, gesundes Abnehmen zu priorisieren, um ein längeres, gesünderes und aktiveres Leben mit der Familie zu gewährleisten. Trotz der hektischen Zeitpläne, die mit der Elternschaft einhergehen, gibt es glücklicherweise effektive Strategien, die vielbeschäftigte Mütter und Väter für gesundes Abnehmen anwenden können. Hier sind einige Tipps, um Ihnen den Einstieg zu erleichtern:</p>
<h2><strong>Regelmäßige körperliche Aktivität</strong></h2>
<p>Regelmäßige körperliche Aktivität ist ein Eckpfeiler für gesundes Abnehmen. Wenn Sie aktiv sind, verbraucht Ihr Körper mehr Energie in Form von Kalorien, und mehr Kalorien zu verbrennen, als man zu sich nimmt, führt zu Gewichtsverlust. Forschung zeigt auch, dass Bewegung eine stärkere Wirkung hat, um Gewicht nach dem Abnehmen fernzuhalten. Eltern, die Schwierigkeiten haben, Zeit für das Fitnessstudio zu finden, können auf <a href="https://www.taunus4family.de/zeit-fuer-sich-warum-online-yoga-kurse-ideal-fuer-vielbeschaeftigte-mamas-sind/" target="_blank" rel="noopener">Online-Fitnessressourcen</a> wie Yoga-Kurse von Happy Me zurückgreifen. Diese Kurse bieten Flexibilität und ermöglichen es Eltern, Fitnessroutinen bequem von zu Hause aus und nach ihrem eigenen Zeitplan durchzuführen. Darüber hinaus können Online-Yoga-Videos jederzeit abgerufen werden, was es einfacher macht, Bewegung in einen hektischen Tag zu integrieren.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-48407 size-full" src="https://www.taunus4family.de/wp-content/uploads/2024/06/iStock-Jacob-Ammentorp-L.jpg?_t=1717608019" alt="" width="724" height="483" srcset="https://www.taunus4family.de/wp-content/uploads/2024/06/iStock-Jacob-Ammentorp-L.jpg 724w, https://www.taunus4family.de/wp-content/uploads/2024/06/iStock-Jacob-Ammentorp-L-330x220.jpg 330w, https://www.taunus4family.de/wp-content/uploads/2024/06/iStock-Jacob-Ammentorp-L-705x470.jpg 705w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></p>
<h2><strong>Den Körper mit richtiger Ernährung versorgen</strong></h2>
<p>Wenn Sie Kinderbetreuung, Hausarbeit und berufliche Verpflichtungen jonglieren, ist es das Letzte, was Sie wollen, Zeit und Energie für die Zubereitung gesunder Mahlzeiten aufzuwenden. Eine Analyse von mehr als 700 Abnehmstudien ergab jedoch, dass Menschen die größten kurzfristigen Ergebnisse erzielen, wenn sie sich klug ernähren. Das Beste daran ist, dass die Zubereitung nahrhafter Mahlzeiten nicht zeitaufwendig sein muss. Wie die WeightWatchers <a href="https://www.weightwatchers.com/de/rezept" target="_blank" rel="noopener">Rezepte zum Abnehmen</a> zeigen, gibt es von Ernährungswissenschaftlern und Diätassistenten entwickelte Rezepte, die nur 20 bis 30 Minuten benötigen. Solche Ressourcen helfen vielbeschäftigten Eltern, Mahlzeiten zu planen und zuzubereiten, die ihre Fitnessziele unterstützen, ohne Geschmack oder Bequemlichkeit zu opfern. Darüber hinaus können die WeightWatchers-App und integrierte Tracking-Tools nützlich sein, um Abnehmziele auch im Chaos des Familienlebens zu verfolgen.</p>
<h2><strong>Priorisieren Sie guten Schlaf</strong></h2>
<p>Eine in einem Artikel des Redaktionsnetzwerks Deutschland hervorgehobene Studie fand heraus, dass <a href="https://www.rnd.de/wissen/schlaf-fuehrt-schlafmangel-zu-mehr-bauchfett-7ESP7FLRGRHLVMNK5TVUITQMRQ.html" target="_blank" rel="noopener">Schlafmangel</a> mit einer erhöhten Kalorienaufnahme, einer leichten Gewichtszunahme und einem signifikanten Anstieg des Bauchfetts verbunden ist. Obwohl ausreichender Schlaf für Eltern mit engen Zeitplänen unmöglich erscheinen mag, können schon kleine Anpassungen zu erheblichen Verbesserungen führen. Versuchen Sie Strategien wie die Etablierung einer konsistenten Schlafenszeit-Routine, die Reduzierung der Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen und die Schaffung einer ruhigen Schlafumgebung. Das Ziel ist es, 7 bis 8 Stunden guten Schlaf zu erreichen, was beim Abnehmen helfen und das allgemeine Wohlbefinden verbessern kann. Ausreichend Schlaf ist auch vorteilhaft, um die Energie zu haben, den Anforderungen von Elternschaft und Berufsleben gerecht zu werden.</p>
<div id="attachment_48405" style="width: 734px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-48405" class="wp-image-48405 size-full" src="https://www.taunus4family.de/wp-content/uploads/2024/06/iStock-Sanja85-1.jpg?_t=1717607724" alt="" width="724" height="483" srcset="https://www.taunus4family.de/wp-content/uploads/2024/06/iStock-Sanja85-1.jpg 724w, https://www.taunus4family.de/wp-content/uploads/2024/06/iStock-Sanja85-1-330x220.jpg 330w, https://www.taunus4family.de/wp-content/uploads/2024/06/iStock-Sanja85-1-705x470.jpg 705w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /><p id="caption-attachment-48405" class="wp-caption-text">iStock/Sanja85</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gesundes Abnehmen als vielbeschäftigter Elternteil mag herausfordernd erscheinen, aber mit den richtigen Strategien ist es möglich. Mit diesem Leitfaden können Eltern auf einen gesünderen Lebensstil hinarbeiten. Die Priorisierung der Gesundheit, selbst inmitten eines vollen Zeitplans, ist eine Investition, die sich in Form von gesteigerter Energie, besserer Gesundheit und einem längeren, glücklicheren Leben mit Ihren Lieben auszahlen wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.taunus4family.de/der-leitfaden-fuer-beschaeftigte-eltern-zum-gesunden-abnehmen/">Der Leitfaden für beschäftigte Eltern zum gesunden Abnehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.taunus4family.de">taunus4family</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
