Spezial-Thema /6. Februar 2018

Special im Februar: Ein Musikinstrument lernen

… Ja, aber welches?

 

Einmal kommt der Tag: “Mama, Papa, ich will ein Klavier“. Da ist man vielleicht erstmal froh, dass es kein Pferd oder ein Pandabär sein soll.

Aber die Überlegungen, die jetzt anstehen, sind nicht minder einfach. Auf jeden Fall soll das Kind mit seinen Wünschen nach einem bestimmten Instrument ernst genommen werden, da es ja auch langanhaltende Freude an dem Unternehmen „Ich lerne ein Musikinstrument“ haben soll und nur so das gesamte Projekt positiv starten kann und im besten Fall über die kommenden Jahre zum Erfolg führt. Natürlich sollten auch die räumlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Da kann eine noch so große Etagenwohnung sehr eng werden, sollte das Herz des Kindes an einer Trompete hängen. Da ist die Eigene, aber auch die Leidensfähigkeit der Nachbarn, gefragt.

 

Wenn noch keine konkreten Wünsche für ein bestimmtes Instrument vorhanden sind oder man herausfinden möchte, welches Instrument zu meinem Kind passt, bietet sich ein sogenannter Musikkreisel an. So ein Musikkreisel wird von Musikschulen, auch oft in Kooperation mit Kindergärten und Grundschulen, angeboten. Nicht immer sind die Kleinen für ihr Wunschinstrument schon groß genug. Inzwischen gibt es aber viele Instrumente in kleinen Größen, die für den Einstieg gut geeignet sind. Mit Blockflöte, Klavier, Cello und Geige kann man beispielsweise schon unter fünf Jahren beginnen. Die Blas- und Grifftechnik bei der Blockflöte lässt sich relativ schnell erlernen und das Kind hat schon sehr bald erste Erfolgserlebnisse, die Lust auf mehr machen!

 

Ein liebevolles und pädagogisches Heranführen an ein Instrument kann nicht früh genug beginnen. Nicht umsonst heißt es: „Früh übt sich, was ein Meister werden will.“

 

In den Wochen des Musikkreisels lernen die Kinder viele verschiedene Instrumente kennen. Mit einfachen Übungen werden den Kindern die Instrumente nähergebracht und erste Erfahrungen können spielerisch erworben werden. Oft bildet sich hier ein Interesse für ein bestimmtes Instrument heraus. Hat man sich auf ein Instrument geeinigt, sollte man nicht das billigste Instrument anschaffen, denn die Lust am Lernen soll ja dem Kind nicht dadurch verloren gehen, dass man nicht gut auf dem Instrument spielen kann oder der Klang unzureichend ist. Ein qualitativ hochwertiges Instrument ist angenehmer zu spielen und es kann notfalls, sollte es wider Erwarten nicht zu den gewünschten Erfolgen kommen, auch besser weiterverkauft werden.

 

Viele Musikschulen bieten hier Instrumente gegen eine Ausleihgebühr an, oft ist in dem Mietpreis eine Versicherung enthalten, was auch sehr beruhigend sein kann. Denn der Transport des Instrumentes zur Musikschule und zurück, es sei denn der Musiklehrer kommt ins Haus, ist oft nicht so einfach. Wenn also die gut bedachte Wahl auf ein Instrument gefallen ist, kann man sich entscheiden, ob das Kind in einer Musikschule im Gruppen- oder Einzelunterricht, ein- oder zweimal pro Woche, geschult wird. Am angenehmsten ist es natürlich, wenn der Musiklehrer oder die Musiklehrerin nach Hause kommt. Das kann man nach finanziellen und praktischen Abwägungen entscheiden.

 

Also wenn Ihr Kind Interesse an der Musik und am Erlernen eines Instrumentes hat, stehen ihm alle Wege offen. Das Gute ist, jung oder alt, jeder kann ein Instrument mit etwas Fleiß erlernen und der Liebe zur Musik sind dann keine Grenzen gesetzt.