
Das Haustier für den kleinen Geldbeutel
In fast allen Familien ist das eigene Haustier früher oder später das ganz heiße Thema. Fast jedes Kind möchte gerne das eigene Tier versorgen, mit diesem spielen und es einfach liebhaben. Gerade in kleinen Wohnungen mit kleinem Geldbeutel stellt sich die Frage, welche
Haustiere sich denn eignen. Die Auswahl der gängigen Tierarten ist bereits groß, hinzu kommt eine noch längere Liste an Exoten oder zumindest schwerer zu haltenden Haustieren. Im Normalfall sollte es genügen, sich für einen der Klassiker zu entscheiden.
- Hund
- Katze
- Kaninchen
- Meerschweinchen
- Hamster
- Rennmäuse
- Farbmäuse
- Farbratten
- Zierfische
- Ziervögel
- Schildkröten
Jedes dieser Tiere hat seine Vor- und Nachteile
Hunde und Katzen
Diese beiden Tierarten teilen sich die Wohnung mit einem. Hunde müssen wenigstens dreimal am Tag raus, Katzen benötigen eine Ecke für ihr Katzenklo. Ansonsten werden lediglich die Futter- und Wasserstelle mit einer Liegematte benötigt. Für Katzen wäre ein Katzenbaum sehr sinnvoll, damit sie nicht die Möbel zerkratzen. Nachteile sind die etwas höheren Kosten für eine gute Ernährung, hohe Anschaffungskosten für richtige Rassetiere und die regelmäßigen Tierarztkosten, die aber auch bei anderen Tierarten anfallen können.
Kaninchen und Meerschweinchen
Beide Tierarten benötigen Platz, um sich zu bewegen. Zwei bis drei Kaninchen sollen bereits eine Grundfläche von 10 m² zur Verfügung haben. Wenn das nicht durchgehend geht, sollen sie täglich Auslauf haben. Sie nagen hier und da und verwenden nicht immer ihr Kaninchenklo.
Meerschweinchen lassen sich nicht an Klos gewöhnen und sollen zu dritt wenigstens 2 m² Grundfläche vorfinden. Auch Meerschweinchen sollen möglichst noch einen größeren Auslauf haben. Einzelhaltung eignet sich für beide Tierarten nicht, da es eine Quälerei wäre. Für die
artgerechte Haltung ist weiterhin Frischfutter sehr wichtig. Wer in der Stadt wohnt, wird dieses im Handel erstehen müssen. Es gibt sogar Versanddienstleister für Frischfutter. Das alles steigert jedoch die Kosten und gelegentlich müssen auch diese Tierarten mal zum Tierarzt.
Wie bei Hunden und Katzen sind Lebenserwartungen von bis über zehn Jahren möglich.

Hamster und Rennmäuse
Beide Tierarten sollen eine Käfiggröße von 120 zu 60 zu 60 cm erhalten. Die Besonderheit liegt darin, dass Hobelspäne mit etwas Heu oder Stroh gemischt wird. Dieses Gemisch wird mit einer Stärke von rund 25 cm in die Tiefstreuwanne gestopft. Beide Tierarten graben hier
ihre Gänge. Deswegen soll nichts Schweres auf dem Bodengrund stehen, der Stall kann sich aber über mehrere Ebenen erstrecken. Hamster benötigen noch ein Mehrkammerhaus als Ausgangspunkt zum Graben. Während Hamster alleine leben müssen, sollen wenigstens zwei Rennmäuse zusammenleben. Beide Tierarten bevorzugen eine passende Trockenfutter-Mischung und etwas frisches Futter. Hier sind jedoch nur kleine Mengen notwendig. Beide Tierarten haben also den Vorteil, dass sie mit einer überschaubaren Stellfläche für den
Käfig und etwas Futter und gelegentlich frische Einstreu bereits versorgt sind. Hamster sind leider erst ab der Dämmerung aktiv und wären damit ab dem Jugendalter geeignet.
Farbmäuse und Farbratten
Beide Haustiere wurden aus den Wildformen domestiziert und zeichnen sich durch eine andere Zeichnung des Fells aus. Es handelt sich also um zahme Hausmäuse und Hausratten. Auch diese beiden Tierarten freuen sich über ihre Trockenfutter-Mischung und etwas Frischfutter. Deswegen ist es nicht weiter schlimm, dass wenigstens drei Farbmäuse oder drei Farbratten gehalten werden. Die Käfiggröße ist wie für Hamster und Rennmäuse als übersichtlich zu betrachten und der Käfig soll über mehrere Ebenen in die Höhe gehen. Ein paar Mäuse sind durchaus ganz niedlich, diese sind aber auch schnell verschwunden. Ratten sind größer, sie können sich aber auch leicht auswildern und untermischen. Es ist deswegen sehr darauf zu achten, dass diese Tiere immer wieder in ihrem Käfig landen.
Zierfische, Garnelen, Krebse
Das kleine Aquarium bei Freunden sieht immer sehr pflegeleicht und hübsch aus. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, da regelmäßige Wasserwechsel dazugehören. Ansonsten leidet die Wasserqualität trotz der Filteranlagen zu sehr. Ein ungeschickter Wasserwechsel mündet
schnell in einen Wasserschaden. Geht es jedoch um die Größe und die laufenden Kosten, dann reichen bereits Aquarien ab 60 Liter für kleine Zierfische. Mehr ist auch hier besser und mit der Literanzahl steigt die Auswahl unter den Zierfischen. Diese benötigen mit größeren Exemplaren immerhin Beckengrößen von bis über 1000 Liter. Kommt dann eine Wasserheizung zum Einsatz, ziehen die Kosten dementsprechend an.
Ziervögel
Unter den Ziervögeln ist die Auswahl groß. Wer keine große Voliere aufstellt, kann aber nur unter wenigen Ziervögeln wie den Wellensittichen wählen. Der Käfig muss sicherlich nur 100 cm lang und 60 cm breit sein. Das setzt jedoch voraus, dass die Wellensittiche täglich zum
Freiflug für mehrere Stunden in einen größeren Raum dürfen. Wellensittiche müssen sich bewegen, nagen hier und da die Gegenstände an und hinterlassen auch mal einen Klecks. Das alles sollte einem vor dem Kauf bekannt sein. Wer sich damit anfreunden kann, freut sich
auch bei kleinen Ziervögeln über die übersichtlichen Kosten.
Schildkröten
Hier gibt es Wasser- und Landschildkröten. Es gibt also ganz unterschiedliche Arten, die sich in ihrer Größe, Ernährung und den Platz- sowie Temperaturansprüchen unterscheiden. Ob eine eher langweilige Schildkröte mit ihren langsamen Bewegungen auf Dauer wirklich das
spannende Haustier für Kinder sein kann?
Das Fazit zum richtigen Haustier
Wer hohe Mieten bezahlt, wird kaum ein Kaninchenzimmer einrichten. Möchten die Kinder aktiv mit den Tieren spielen, dann wäre vielleicht der Hund am besten geeignet. Soll es kein Hund werden, dann kämen Meerschweinchen in die engere Wahl. Damit es nicht doch teuer wird: Bei gemischter Haltung sind die Böcke zu kastrieren. Ansonsten bleibt einem für die Kleinnager noch die gleichgeschlechtliche Haltung. Diese wird für Meerschweinchen-Böcke jedoch nicht gut funktionieren, da die Tiere sich wie Kaninchen-Rammler bekämpfen werden. Bei allen Tierarten wäre auch ein Blick auf die Alterserwartung zu werfen. Wer weiß, wie lange sich die Kinder und Jugendlichen für ihre Haustiere begeistern? Meerschweinchen können bis zu zehn Jahre alt werden. Geht es einem nicht ums Spielen, sondern um das Beobachten der Tiere, dann sind Kleinnager vielleicht noch die beste Wahl. Hamster, Farbmäuse und Farbratten werden in den meisten Fällen keine drei Jahre alt. Sie sind also genau richtig, um der Laune des Kindes gerecht zu werden, benötigen nur wenig Stellfläche und sind nicht zu teuer im Unterhalt.









