Allgemein /11. September 2018

Kleines Kinderzimmer? Die 6 besten Raumspar-Tipps

 

Das Kinderzimmer gehört zu den wohl prägendsten Orten der Kindheit. Hier verbringen Kinder einen Großteil ihrer Zeit mit Spielen, Entdecken und Lernen. Auch gemeinsames Beschäftigen mit der Familie oder mit Freunden findet im Kinderzimmer statt. Damit dieser Raum kindliche Entwicklung bestmöglich fördert, sollte er ausreichend Platz zur Entfaltung bieten.

Was aber, wenn das Kinderzimmer klein ausfällt? Sechs Tipps helfen.

 

Stauraum-Möbel nutzen

 

Während ein wenig Platzmangel beim Campingurlaub am Mittelmeer noch Spaß machte, sollten im eigenen Zuhause Ordnung und Struktur herrschen. Möbel können das Unterstützen. Es gilt zahlreiche Möbelstücke, die sich insbesondere in kleinen Kinderzimmern als sinnvoll erweisen. Sie kombinieren den gewohnten Zweck mit zusätzlichem Stauraum. Vom Schreibtisch mit Extra-Schubladen und Aufbau hinter der Arbeitsfläche über Sessel mit integriertem Platz für Kinderbücher bis hin zu Schränken, deren Inhalt sich modular zusammenstellen lässt, unterstützen Möbel die Ausnutzung begrenzter Raumgrößen bestmöglich.

 

Schreibtische mit Stauraum sind in kleinen Zimmern unverzichtbar

© anaterate (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

 

Der Vorteil ist, dass die erwähnten Möbelstücke ohnehin benötigt werden, jedoch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Es braucht also eventuell kein zusätzliches Regal für Bastelutensilien, wenn der Schreibtisch eine große Schublade bereithält. So lässt sich die Anzahl der Möbelstücke im Kinderzimmer clever reduzieren und es bleibt mehr Grundfläche frei.

 

Mit einem Hochbett Platz schaffen

 

Hochbetten sind zweifellos praktisch und bei Kindern beliebt. Immerhin schwingt bei einem solchen Bett stets auch etwas Abenteuer-Flair mit. In kleinen Kinderzimmern verlagern Hochbetten die Schlafebene in die Höhe und schaffen unter der Matratze Platz zum Spielen und Entfalten. Selbstverständlich gilt das nur für Betten, auf deren unteren Ebene keine zweite Matratze liegt, sondern Freiraum entsteht.

In diesem kleinen Raum können Eltern für ihre Kinder eine kleine Rückzugsmöglichkeit einrichten, die zum Lesen, Kuscheln und Ausruhen bereit steht. Mit Vorhängen, Kissen und kleinen Kindermöbeln lässt sich der Platz unter dem Hochbett in eine Spielumgebung verwandeln, die sonst viel Raum im Kinderzimmer einnehmen würde. Wichtig ist beim Kauf eines Hochbettes, dass das Möbelstück auch langfristig mitwächst und sich immer wieder verändern lässt. Am leichtesten gelingt das mit speziellen Umbau-Sets. Und ist im kleinen Zimmer genügend Platz, macht ein Hochbett mit Rutsche schon kleinen Kindern viel Spaß.

 

Die Wände als Ablageplatz nutzen

 

Bietet der Boden im Kinderzimmer nicht genügend Platz, um Schränke und Regale aufzustellen, ist auch die Nutzung der Wände sinnvoll. Wer in die Höhe denkt und gestaltet, findet hier einige Möglichkeiten, Raum für Bücher, Spielsachen und weitere Utensilien zu schaffen, die sonst die freie Fläche im Zimmer verkleinern würden. Besonders einfach klappt das mit breiten Regalbrettern, die an der Wand befestigt werden. Damit keine Winkel oder Schrauben zu sehen sind, sollten diese Bretter am besten unsichtbar montiert werden. Eine Anleitung hierfür hat perfektheimwerken.de zusammengestellt.

Natürlich sollten alle Regalbretter so angebracht werden, dass keine Verletzungsgefahr entsteht. Auf Kopfhöhe montierte Bretter, die Ecken und Kanten aufweisen, sorgen sonst schnell für schmerzhafte Beulen. Bleibt dennoch nicht genügend Raum und müssen die Bretter etwas tiefer montiert werden, helfen spezielle Eckenschutz-Kappen, die einfach aufgeklebt werden können.

 

Nischen schnell umbauen

 

In einigen kleinen Kinderzimmern gibt es Nischen, die sich nicht so recht nutzen lassen. Weder der Schreibtisch passt hier hinein, noch das Bett. Dies führt dazu, dass in Nischen Stauraum verloren geht und über Jahre ungenutzt bleibt. Wer das ändert, sorgt für eine effektivere Ausnutzung des gebotenen Platzes. Hierfür aber braucht es in der Regel individuelle Lösungen. So können Nischen beispielsweise gut mit Regalbrettern gefüllt werden, die auf die Tiefe und Breite des Zwischenraums zugeschnitten werden. Die Zimmerwand begrenzt das so entstehende Regal dann seitlich und es können Gesellschaftsspiele, Bücher oder auch Spielfiguren sinnvoll abgestellt werden.

 

Bauklötze lassen sich gut in Boxen verstauen

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Nischen entstehen jedoch nicht nur in senkrechter Form, sondern können sich in Kinderzimmern mit Dachschräge auch waagerecht zeigen. Dort, wo zwischen Dachschräge und Boden nur wenig Platz übrig bleibt, können individuell gestaltete Schränke eingepasst werden, die sich sogar mit Schiebetüren verschließen lassen. Eine nennenswerte Verkleinerung der Grundfläche ergibt sich hierdurch nicht, da der Platz unter der Schräge zuvor ohnehin nicht genutzt werden konnte.

 

Clever aufbewahren mit Boxen

 

Ein häufiges Problem in kleinen Kinderzimmern ist die schnell entstehende Unordnung. Selbst wenn alles an seinem Platz steht und liegt, wirkt der Raum zu voll. Hauptgrund hierfür ist die Sichtbarkeit aller Dinge, die im Kinderzimmer aufbewahrt werden. Verschwinden diese hinter Schranktüren oder in Boxen, entsteht schnell ein aufgeräumteres Gesamtbild. Es lohnt sich daher, Boxen zu besorgen, in denen verschiedene lose Spielsachen wie Bausteine, Farbstifte, Minibücher, Stofftiere, Puppengeschirr oder Bastelpapier aufbewahrt werden können. Boxen aus Karton oder Kunststoff sind leicht genug, um auch von Kindern problemlos bewegt werden zu können.

Um die Ordnung im Kinderzimmer noch weiter zu verbessern, sollte auf jeder Box ein Foto der Dinge angebracht werden, die hier ihren Platz haben. Sind die Kinder älter und können bereits lesen, reicht auch ein Aufkleber mit Schriftzug. So landet alles schneller wieder an seinem Platz und neuer Unordnung wird vorgebeugt.

 

Regelmäßig aussortieren

 

Es kann passieren, dass kleine Kinderzimmer trotz cleverer Aufbewahrungslösungen und Stauraum-Möbeln zu unordentlich wirken. Hier bleibt auch nach dem Aufräumen kaum Platz zum Spielen übrig, da überall Spielsachen stehen. Dieses Problem lässt sich nur mit regelmäßigem Aussortieren beherrschen. Kinder nämlich nutzen in der Regel nur einen geringen Teil der Spielsachen, die sich in ihrem Zimmer befinden, während der Rest in Ecken, Schränken und Regalen allmählich Staub ansetzt. Wer sich etwa einmal im Quartal Zeit nimmt, um all die ungewollten Spielwaren auszusortieren und in Kisten zu packen, sorgt für ein angenehm leeres und dennoch schönes Kinderzimmer. Die Sachen können dann auf einem Flohmarkt in der Nähe verkauft werden, was auch dem Sparschwein gut tut. Aktuelle Flohmärkte in der Region finden Eltern unter Basare und Flohmärkte in der Taunus Region.

 

Auf dem Flohmarkt findet Ungewolltes einen neuen Besitzer

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Wichtig ist natürlich, dass nach dem Ausmisten nicht sofort wieder neue Dinge gekauft werden. Insbesondere rund um Weihnachten oder Geburtstage nämlich kommt es schnell zu einer wahren Geschenkeflut, die die Kapazitäten des Kinderzimmers übersteigt. Daher empfiehlt es sich, regelmäßig Listen mit echten Wünschen zu führen und im Zweifel um Geschenke zu bitten, die nicht im Zimmer stehen werden. Ausflüge in Freizeitparks, Kino-Gutscheine oder auch eine Zehnerkarte für das Hallenbad erweisen sich dann als umso sinnvoller.