Allgemein /26. Juni 2019

So machen Sie ein Smartphone kindersicher

Elternschaft hat sich in den letzten Jahren gewandelt. So wie digitale Technologien, Tablets, Smartphones und das Internet in unserem Leben Einzug gehalten haben, so vielfältig sind die Möglichkeiten, die ein modernes Smartphone bietet und so umfangreich sind auch die sicherheitsrelevanten Aspekte, mit denen sich Eltern auseinandersetzen müssen.

 

So machen Sie ein Smartphone kindersicher

 

Smartphones, Tablets, Computer, Internet, Spielekonsolen und Fernseher sind schon aus dem Alltag der Kita-Kinder nicht mehr wegzudenken. Wenn Kinder in der Kita von ihrem Wochenende zu Hause erzählen, dann haben sie DVDs geschaut, verschiedene Computerspiele auf der Spielekonsole mit ihren Eltern gespielt oder vielleicht noch die ‚MädchenWG‘ auf YouTube über das Smartphone der Eltern angeschaut. Heute bekommen einige Kinder ihre ersten Smartphones schon im Kindergarten, und das ist aus Sicht der Sicherheit begründbar – das Kind bleibt immer in Kontakt mit seinen Eltern. Es handelt sich meist um spezielle Kinderhandys, die die Möglichkeit der Ortung bieten und in der Regel als reines Notfallhandy dienen. Die Kinder können die Eltern anrufen und umgekehrt.

 

Ihr Smartphone für Kinder anpassen

 

Moderne Kinder werden Sie mit einem Touchscreen oder drahtlosem Internet nicht überraschen. Sie scheinen mit diesen Kenntnissen geboren zu sein, und schon von ihren ersten Lebensjahren beginnen sie, ihre Händchen zu den elterlichen Gadgets zu ziehen. Damit das Kind Ihr Smartphone bzw. Tablet nicht formatiert, keine Spiele im App Store kauft und versehentlich über 18+ Inhalte nicht stolpert, müssen Sie die Möglichkeiten für das Kind beschränken, das Betriebssystem zu verwalten. Es ist ja gut, dass man aus einer ganzen Reihe von Methoden wählen kann, sich vor übermäßiger Neugier zu schützen.

In Smartphones funktionieren Profile mit Einschränkungen nur in den Android-Versionen 4.3 und 4.4. Um das Konto zu aktivieren, gehen Sie in die Einstellungen, finden Sie den Tab „Benutzer“, tippen Sie dann auf „Benutzer hinzufügen“ und wählen Sie „Eingeschränktes Profil“. In diesem Profil sind nur Apps für das Kind verfügbar, die Sie manuell in die Liste der zulässigen Apps einfügen. In einem eingeschränkten Profil kann das Kind das Aussehen des Desktops selbst anpassen, wobei das sich auf den Desktop des Hauptbenutzers nicht auswirkt. Dabei ist es wichtig, den Zugriff auf das Administratorkonto sicher zu schützen. Es ist am besten, dafür keinen grafischen Schlüssel, sondern einen PIN-Code oder ein Passwort zu verwenden.

In den meisten Android-Geräten können Sie jedoch in einem zusätzlichen Konto nur die Möglichkeit von Anrufen deaktivieren. Wenn das nicht ausreicht, installieren Sie den Baby-Launcher. Es ist eine Art geschützter Sandkasten mit lustigem Design und einem streng definierten Satz von Spiel- und Lernanwendungen. Der Zugriff auf Dateien, Telefonbücher und Nachrichten wird geschlossen, so dass Sie keine Angst haben, dass das Kind wertvolle Informationen versehentlich zerstört. In diesem Launcher können Sie fast alles konfigurieren: wählen Sie verfügbare Anwendungen, sperren Sie den Internet-Zugang und App Store, setzen Sie den Zeitlimit, in dem das Kind das Gadget verwenden kann, sowie eine Zeitdauer, in der das Gerät für Kinder verfügbar ist.

 

Personalsmartphone für Kinder: Vertrauen + Kontrolle

 

Wenn Ihr Kind das Alter erreicht hat, in dem Sie ihm ein Smartphone mit Internetzugang vertrauen können, wäre es eine gute Idee, es vor unerwünschten Inhalten zu schützen. Es hat nun nicht nur Internet sondern Apps und viele andere Funktionen in der Hosentasche. Die Anonymität und Unüberschaubarkeit im Internet birgt eine Vielzahl von Gefahren wie Datenschutz, Urheberrechte, Mobbing oder Kostenfallen. Sichern Sie das Gerät Ihres Kindes  über Sicherheitseinstellungen und Apps gut ab.

Sie können den Zugriff auf bestimmte Websites durch mobilen Antivirus blockieren. Alternativ werden heute spezialisierte Apps immer aktueller, die als eine umfassende Elternkontrolle dienen. Unter www.mspy.com.de finden Sie eine der möglichen Anwendungen dieser Art.

Es gibt auch Kindersicherungsfunktionen bei Google Play: nachdem Sie Ihr Passwort eingeben, können Sie die Altersgrenze für den Inhalt auswählen und zusätzliche Authentifizierung für Einkäufe im Play Store oder jeder beliebigen Anwendung aktivieren.

Bei Apple-Geräten ist das elterliche Kontrollsystem viel gründlicher durchdacht. Für iTunes und Appstore können Sie die Altersgrenze für alle heruntergeladenen Inhalte festlegen und dazu auf Einkäufe sowie Gaming ein Passwort setzen.

 

Die verführerischen Alleskönner

 

Unser Tipp betrifft jedoch nicht nur Gadgets und Anwendungen, sondern auch die Eltern selbst. Unsere Kinder sind die ersten, die in einer Welt groß werden, in der Smartphones einfach überall dazugehören. Und wir sind die ersten Eltern, und das ist noch viel wichtiger, die unseren Kindern ein Vorbild sein können, was den Umgang mit der digitalen Welt angeht.

Denken Sie daran, dass Verbote und Überwachung nicht missbraucht werden sollten. Diktatur ist kein effektives Mittel, wenn Sie vertrauensvolle Beziehungen mit Ihren Kindern schätzen. Jedes Kind muss vor der dunklen Seite des Internets geschützt werden, aber totale Verfolgung und Kontrolle bis zur Volljährigkeit wäre eher überflüssig. Zeigen Sie Ihren Kindern stattdessen von Anfang an einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien, beziehen Sie sie für Ihre Medienpädagogik gewinnbringend ein und vereinbaren Sie Nutzungsregeln.

 

 

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