Allgemein /29. Dezember 2018

Mit Schneeschuhen, Rodel und Ski unterwegs in Hessen

 

Der Schnee kommt nun mal nicht auf Bestellung. Mit Blick in den Himmel hoffen alle Schneesportler und Outdoor-Enthusiasten, dass der Dauerregen bald aufhört und spätestens im Januar, dem schneesichersten und kältesten Monat, auch in den hessischen Mittelgebirge gute Schneebedingungen herrschen. Vom Schneetelefon, bis Wetterbericht und Webcams werden allerlei Hilfsmittel bemüht, da die Schneesaison verglichen mit anderen Sportarten, in unseren Regionen sehr kurz ist und definitiv nicht sicher.

Die hessischen Mittelgebirge bieten einige interessante Möglichkeiten. Zu den bekanntesten Wintersportgebieten zählen Willingen, Vogelsberg, Odenwald, Rhön und Taunus.

 

Das Ski-Eldorado Willingen

 

Das größte Skigebiet in Hessen ist Willingen. Mit den Alpen kann der alpine Skiort im Hessischen Upland wie auch das benachbarte sauerländische Winterberg nicht mithalten, braucht sich aber auch nicht zu verstecken. Mit einer modernen Beschneiungsanlage wird der unberechenbaren Witterung im Winter ein Schnippchen geschlagen.

18 präparierte Pistenkilometer, wovon neun Kilometer beschneit werden können sowie 17 weitere Liftanlagen sorgen für reibungslosen Winterspaß. Die gerade neu eröffnete 8er-Sesselbahn, Hessens längster Sessellift mit 1500 Meter, kann nun mehr Gäste schneller und komfortabler auf den Berg befördern. Skikurse- und Verleih wird überall angeboten. Ein Spaß, bei dem das Tagesticket für Erwachsene am Tag 31 Euro kostet und für Kids 20 Euro.

Für die Langlaufsportler eröffnen sich bei Idealbedingungen rund um Willingen 100 Kilometer gespurte Loipen und davon sechs sogar DSV-zertiviziert.

Abseits der Pisten kann man in Willingen Rodeln, Eislaufen,  Schneeschuhtouren, Winterwandern bis hin zu Pferdeschlittenfahrten.

 

Alles etwas kleiner an Hessens  höchsten Bergen

 

Die Wasserkuppe (950 m) in der Röhn, der höchste hessische Berg, hat zwar keine Sessellifte, dennoch bietet er mit der Abtsroda-Abfahrt, der Märchenwiese mit Förderband und vielen Spaßgeräten sowie auch der 800 Meter langen Winterrodelbahn mit Schlittenlift eine Familienattraktion für große und kleine Pistenflitzer. Für gerade mal 16 Euro fahren Erwachsene an der Wasserkuppe den ganzen Tag lang Ski. Die Kinder sind mit 12 Euro dabei.

Weitere Pisten im Umkreis von ca. 10 Kilometern befinden sich am Zuckerfeld, am anspruchsvollen Simmelsberg und dann bereits in Bayern am Arnsberg und Kreuzberg. Für die Langläufer ist das über die Grenzen hinaus bekannte Rote Moor bei Gersfeld das Ziel.

Das Schneetelefon unter 06654-1211 informiert über Schneehöhen und Loipenzustand.

Mit zwei Liften, einer 1200 Meter langen Abfahrt am ‚Breungeshainer Hang‘ und der mit Flutlicht ausgestatteten Rennwiese, zählt der erloschene Vulkan Hoherodskopf im Vogelsberg zu dem dritten Skiberg Hessens. Ideale Bedingungen warten besonders auf Anfänger und Kinder.

Hobby-Langläufer und Skiwanderer finden ein 60 km langes Loipennetz vor. Im Ski-Langlaufzentrum Taufsteinhütte findet man nicht nur die passende (Leih)Ausrüstung für die Loipe, sondern auch für Schlitten und Schneeschuhe. Alpinski gibt es direkt am Lift. Das Schneetelefon erreichen Sie unter der Nummer 06044-66 66.

 

Vom Odenwald bis hin zum Taunus

 

Die Skilifte in Birkenau, Hesseneck, Beerfelden, Mossautal und Mosbach bieten mit insgesamt 2,3 Pistenkilometer und 7 Skiliften kleine, aber feine Abfahrten. Sie sind für Anfänger und geübte Skifahrer gleichermaßen geeignet. Die größte Attraktion ist auch der mit Flutlicht nutzbare Schlepplift in Beerfelden-Buchhelle mit eine Länge von  430 Metern und einem Höhenunterschied von rund 100 Metern. In Mossautal-Güttersbach wird der Skilift vom Skiclub betrieben und ist bei ausreichender Schneelage täglich in Betrieb.

Langläufer können sich bei rund 30 Loipen austoben.

 

Das Naherholungsgebiet Taunus ist für Winterwanderungen ein Top-Ziel, tritt aber sportlich auf die Bremse. Alle Abfahrten, wie Rodelhänge oder im gesamten Hochtaunusgebiet werden nicht präpariert. Auch ein Rücktransport zu den jeweiligen Ausgangspunkten wird nicht angeboten.

Für Alpinski im Hochtaunus geeignet sind die bekannten Wintersportorte der Gemeinde Schmitten Treisberg und Weilrod Neuweilnau am Feldberg. Auf dem Feldberggipfel mit den klassischen Abfahren Nordbahn und Siegfriedschuss befinden sich die längsten Abfahrten mit bis zu 2 km Länge. Kleine Schlepplifte gibt es in Oberreifenberg am Hotel Weilquelle und in Treisberg.

Ein Hotspot für Rodelfreunde ist eindeutig der sonnige Pechberg in Oberreifenberg, wo auch der Ski Club Taunus ansässig ist, Material verleiht und Ski- und Snowboardkurse anbietet.

Besser sieht es in Sachen Langlauf aus. Im Taunus können die Langläufer auf insgesamt 160 Kilometern in die Loipe gehen. Ab eine Schneehöhe von 15 Zentimetern werden die Loipen gespurt. Am Sandplacken/Weißer Berg und an Weilsberg/Kittelhütte passen die Bedingungen dann meist gut.

Das Schneetelefon gibt unter der Nummer 06171-507817 Auskunft.