Allgemein /30. November 2018

Fröhliche Weihnachten – Tipps für ein besinnliches Fest

Weihnachtslust oder Weihnachtsfrust?

 

„Alle Jahre wieder…“ heißt es Fröhliche Weihnachten! Und vor unserem inneren Auge taucht das Bild glücklicher Familien, leise rieselnden Schnees und ein glitzernder Tannenbaum auf.

 

Die EINE Vorstellung von Weihnachten gibt es nicht. Für jeden sieht sie anders aus. Es gibt  landesweit Unterschiede in den Traditionen und auch jede Familie feiert IHR ganz spezielles Fest. Aber eines haben alle gemeinsam, das Weihnachtsfest symbolisiert eine stimmungsvolle Zeit, in der Menschen zum Nachdenken und Innehalten kommen sollen. Freunde und Familie sich  füreinander Zeit nehmen und gemeinsam ein schönes Fest feiern.

 

Christen wie Nichtchristen finden sich meist an Weihnachten zu den Christmessen zusammen in der Kirche wieder. Nach dem Kirchgang wird gemeinsam zu Abend gegessen. Das Menü variiert von Familie zu Familie. Die Einen lieben Würstchen und Kartoffelsalat, die Anderen tischen Gans mit Klößen und Rotkohl auf. Die Nächsten machen es sich mit einem Fondue oder Raclette gemütlich. Danach warten die Präsente, die liebevoll verpackt unter dem Tannenbaum gesammelt wurden.

 

Die Wirklichkeit sieht oftmals eher so aus: Alle hocken während der Festtage eng aufeinander oder erschöpft im Sessel. Die Stimmung ist hoch-emotional, weil jeder hohe Erwartungen an sich und die anderen bzw. an die Gestaltung des Festes hat – und am Ende gibt es Knatsch. Die Eltern sind gereizt, ältere Verwandte der Meinung, dass früher alles besser war, die Kleinen überdreht und übermüdet, die Teenager  eher„mufflig“. Die meisten Familienmitglieder fühlen sich unter Druck gesetzt, sich anders benehmen und verhalten zu müssen als üblich, und das macht in der Regel die Stimmung schlechter.

Schon im Vorfeld kann Weihnachten sehr schnell in Stress und Hektik ausufern. Von der Jagd nach Geschenken und die unzähligen Vorbereitungen – vom Weihnachtsbaum besorgen, die Wohnung dekorieren, Großputz, bin hin zu einkaufen, kochen und backen.

 

Wir machen uns den Weihnachtsstress größtenteils selbst. Damit sich die Weihnachtsstimmung einstellt, und wir die Adventszeit und die Feiertage wirklich genießen können, hier ein paar Tipps:

 

Beginnen Sie früh mit der Besorgung der Geschenke

Die letzten Wochen bis Heiligabend gehören üblicherweise zu den stressigsten Zeiten im Jahr. In den Geschäften besteht die Deko längst aus Kunstschnee, Lametta und Schokoladen-Weihnachtsmännern. Wer langen Warteschlangen und dem vorweihnachtlichen Stress aus dem Weg gehen will, der fängt schon frühzeitig im Oktober an, nach Geschenken zu schauen. Dabei kann er auch noch sparen, denn günstige Rabattaktionen und Preisnachlässe gibt es kaum in den Wochen direkt vor Weihnachten. Viele Dinge, wie Spielsachen, werden im Gegenteil, sogar teurer in der Weihnachtszeit. Bei dieser Strategie erleben Sie auch keine bösen Überraschungen mit verzögerten Lieferungen.  Zudem hilft Ihnen der längere Zeitraum, für jede Person das richtige Geschenk zu finden und Sie haben notfalls noch genug Zeit, das Geschenk umzutauschen oder die Idee zu verwerfen.

 

Einstimmung und Vorbereitung auf die Festtage

 

Klären Sie im Rahmen einer Familienkonferenz rechtzeitig vorher, was jedem persönlich an Weihnachten wichtig ist, auf was er verzichten könnte und welche Änderungen er sich wünscht. Die Frage nach dem „Wo feiern wir?“ sollte auch überlegt werden. Nichts ist frustrierender, als die Feiertage im Auto zu verbringen, um alle Verwandten zu besuchen. Sprechen Sie vorher mit der Familie und finden Sie eine Lösung.

Stimmen Sie sich auf die Weihnachtszeit ein. Kaum etwas versetzt uns so in Adventsstimmung wie der herrliche Duft von Spekulatius, Vanillekipferl, Makronen und Co. Backen Sie Plätzchen und basteln Sie mit den Kindern.  Geniessen Sie den Zauber des Adventskalenders und der Weihnachtsdekorationen, die Weihnachtsabend langsam ankündigen.

 

Aufgaben verteilen – Jeder packt mit an

 

Jeden Abend schlafen Sie mit einer To-Do-Liste vor Augen ein? Warum eigentlich immer alles alleine vorbereiten? Wozu hat man die Familie? Wer also nicht schon an Heiligabend entnervt zusammenbrechen möchte, verteilt die Aufgaben zur Vorbereitung und entlasten damit seine Schultern! Es muss übrigens nicht immer alles perfekt sein! Perfektionismus führt nur zu perfektem Druck. Viel wichtiger ist es, die Zeit miteinander zu verbringen. Definieren Sie MITEINANDER doch mal gemeinsam!

 

Einfach mal kurz innehalten…

 

Belohnen Sie sich. Gönnen Sie sich schöne und entspannende Momente, bummeln Sie über den Weihnachtsmarkt, spazieren Sie im tief verschneiten Wald, verbringen Sie einen gemütlich Abend am Kamin oder nehmen Sie einfach ein warmes Vollbad bei Kerzenschein und Ihrer Lieblingsmusik. Versuchen Sie, die die Weihnachtszeit mit ein bisschen weniger Stress zu verbringen, indem Sie für Entspannung sorgen.

 

Konflikte spitzen sich zu

Die Schwiegermutter nörgelt über die Weihnachtsgans, Ihr Partner hat beste Laune und schmeißt krachend die Haustür ins Schloss , die Kinder wollten auf keinen Fall mit in die Kirche kommen oder das Enkelkind mault wegen des falschen Geschenkes?

Weihnachten stellt die Menschen vor besondere Herausforderungen. Paar- und Familienkonflikte werden verstärkt, die sich an den Festtagen dann zuspitzen und in Form von subtiler Kritik, Neckereien, latenten Abwertungen oder sich lustig machen über jemanden, an die Oberfläche kommen.

Besprechen Sie mit Ihrer Familie eine Strategie zur Deeskalation von Konflikten und probieren Sie sie vorher aus – das macht Spaß und schafft Zusammenhalt.

 

An Weihnachten kann einiges schief gehen, aber mit ein wenig Vorbereitung und Glück, erleben Sie ein stimmungsvolles, besinnliches Fest. Fröhliche Weihnachten!