Allgemein /28. November 2018

So kommt Ihre Familie gesund durch die Erkältungszeit

 

Herbst und Winter, das ist die typische Zeit für Erkältungen. Mit den folgenden Tipps halten Sie die Erkältungsviren im Zaum und bleiben vor allem selbst gesund.

 

Warum erkälten wir uns?

 

Manch einer bekommt schon beim kleinsten Windhauch eine Erkältung, ein anderer stapft im Shirt durch den Schnee und es macht ihm nichts aus. Liegt es also wirklich an der Kälte, dass wir uns im Herbst und Winter erkälten, oder sind es die Viren und Bakterien, die unserem Körper zusetzen?

 

Viren und Bakterien sind überall

 

Wir sind täglich den verschiedensten Viren und Bakterien ausgesetzt, die von unserem Immunsystem in Schach gehalten und abgewehrt werden. In der kalten Jahreszeit gibt es nicht mehr dieser kleinen Krankheitserreger, nur mehr Menschen, die sich mit ihnen infiziert haben und dadurch ihrerseits zum Überträger werden. Doch warum hat unser Immunsystem bei kaltem Wetter größere Schwierigkeiten, der Lage Herr zu werden?

 

Die trockene Heizungsluft setzt den Schleimhäuten zu

 

Das Problem ist, dass sich viele unserer Immunzellen auf unseren Schleimhäuten befinden, zum Beispiel in der Nase. In der kalten Jahreszeit trocknen diese Schleimhäute durch die Heizungsluft aus und werden durch die Kälte zusätzlich beansprucht. Unsere Immunabwehr hat es dadurch schwerer und wird zusätzlich durch eine hustende und schniefende Umgebung beansprucht. Was können Sie für das Immunsystem Ihrer Familie tun?

 

Das Immunsystem der Familie stärken

 

Es ist eigentlich nicht schwer, die Abwehrkräfte von Kindern und Erwachsenen zu stärken, doch leider bleiben die nötigen Maßnahmen während eines stressigen Alltags manchmal auf der Strecke. Unverzichtbar ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse bzw. die Einnahme der entsprechenden Nahrungsergänzungsmittel wie Vitaminen und Antioxidantien, um einen Mangel (bei uns Erwachsenen) auszugleichen. Das gilt besonders in stressigen Zeiten, wenn der Körper seine Depots leert und wir kein Polster an Mikronährstoffen mehr haben. Unverzichtbar ist die Unterstützung des Körpers besonders dann, wenn wir uns eine hartnäckige Krankheit wie eine Bronchitis eingefangen haben. Gerade als Eltern kümmern wir uns mehr um die Kinder als um uns selbst, was der Genesung jedoch nicht förderlich ist.

 

Das ist wichtig für das Immunsystem

 

Wichtig für die Immunabwehr ist zudem ausreichender Schlaf. Darüber können Eltern eigentlich nur müde lächeln, besonders wenn sie Mehrlinge zu versorgen haben. Dennoch sollte man sich jeden Schlaf holen, den man bekommen kann, und dafür lieber den Haushalt sein lassen.

Regelmäßiges Spazieren gehen bei jedem Wetter und der Besuch der Sauna regen das Immunsystem an. Es funktioniert nämlich wie ein Muskel, der immer besser eingesetzt werden kann, je mehr er beansprucht wird. Man kann die Immunabwehr also richtiggehend trainieren. Was man vermeiden sollte, ist zu selten nach draußen zu gehen. Dann kann es schnell passieren, dass man beim kleinsten Windhauch umgeweht wird. Also gilt: Auch bei vermeintlich schlechtem Wetter runter von der Couch und wenigstens einen kleinen Spaziergang machen.

 

Wann sollte man mit Kindern zum Arzt?

 

Als Eltern ist man natürlich immer besorgt, wenn die Kinder krank sind. Je kleiner sie sind, umso größer sind unsere Ängste, selbst wenn sie sich nur eine simple Erkältung eingefangen haben. Ein Baby leidet natürlich sehr unter einem Schnupfen, weil es schlecht Luft bekommt und ihm das Trinken schwerfällt. Und ein hartnäckiger Husten kann sich zu einer Lungenentzündung auswachsen, wenn der Schleim nicht mehr abgehustet werden kann. Andauerndes Weinen und Quengeln weisen auf Schmerzen hin, deren Ursache ärztlich abgeklärt werden sollten. Als Eltern sollten Sie Ihr Kind in Krankheitszeiten genau im Auge behalten und sich auf Ihre Intuition verlassen. Größere Kinder können schon genauere Angaben über ihren Gesundheitszustand machen und mitteilen, ob ein Symptom sich verbessert oder verschlechtert hat.

 

Erhöhte Temperatur und Fieber

 

Auch das Fieberthermometer ist ein guter Indikator. Bleibt die Temperatur kontinuierlich über 39,5 und lässt sich auch mit kühlen Wadenwickeln nicht senken, ist der Gang zum Arzt angezeigt. Er kann die Ursache des Fiebers ermitteln und den Körper bei der Heilung unterstützen.

Übrigens: Erhöhte Temperatur oder auch leichtes Fieber sind kein Feind, sondern ein Freund des Körpers. Durch die Hitze versucht das Immunsystem, Eindringlinge zu zerstören. Problematisch wird es erst, wenn das Fieber zu lang anhält oder auf längere Zeit über 40 Grad steigt. Dann werden auch die Zellen des Körpers selbst angegriffen und das Fieber sollte gesenkt werden. Mit entsprechenden, kindgerechten Medikamenten gelingt das recht zuverlässig.

 

Typische Krankheiten von Kindern in der Erkältungszeit

 

Ohrenschmerzen, die zu einer Mittelohrentzündung werden können, Schnupfen, Husten und Augenentzündungen sind ganz typische Symptome von Kindern in der kalten Jahreszeit. Je nach Alter tritt auch Heiserkeit auf, also eine Entzündung im Hals, die sich bei kleinen Kindern als Pseudokrupp äußern kann. Das klingt erschreckend, ist aber weniger schlimm als es sich anhört. Bei akutem Pseudokrupp hilft der kurze Gang in die kühle Luft der Nacht oder das Kind die feuchte Luft im Badezimmer einatmen zu lassen. Natürlich sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn es nicht besser wird. Er wird eventuell Kortison verabreichen. Auch die Mandeln entzünden sich bei kleinen Kindern schnell, was ebenfalls zu Halsschmerzen führen kann.

 

So helfen Sie Ihrem Kind, wenn es erkältet ist

 

Ebenso wie wir braucht ein Kind bei einer Erkältung vor allem Ruhe und Schlaf, um genesen zu können. Es sollte also weder den Kindergarten besuchen noch in die Schule zu gehen, sondern daheim in aller Ruhe gesund werden. Warmer Tee beruhigt den Körper und eine leichte Mahlzeit wie eine Hühnersuppe oder Gemüsesuppe hilft dabei, gesund zu werden. Hat das Kind jedoch großen Appetit auf etwas Bestimmtes, dann sollte es das auch essen können. Medikamente müssen unbedingt bis zum Ende genommen werden, auch wenn die Symptome sich schon verbessert haben. Nehmen Sie die Kontrollbesuche beim Arzt wahr und halten Sie sich an seine Anweisungen. Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig, kommt aber bei vielen Kindern und auch Erwachsenen zu kurz. Hier kann eine lustige Trinkflasche Abhilfe schaffen.

Stärken Sie das Immunsystem Ihres Kindes durch eine ausgewogene Ernährung und die Kompensation von Stress. Es wird eventuell Zeiten geben, wo sich Infekt an Infekt reiht, besonders wenn es neu im Kindergarten ist und mit vielen Erregern konfrontiert wird. Verzweifeln Sie nicht, es ist nur eine Phase, die auch wieder vorbeigehen wird.